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09.10.2018
Richtlinienreihe VDI 2552
 

Prozesse und Datenaustausch bei BIM-Projekten erfolgreich handhaben

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette bei Bauprojekten werden durch die Baubeteiligten Informationen generiert, verfügbar gemacht und wiederverwendet. Um den Informationsfluss mit der Arbeitsmethodik Building Information Modeling (BIM) zu ermöglichen, ist ein entsprechender Informationsmanagementprozess notwendig. In der neuen Richtlinie VDI 2552 Blatt 7 werden Methoden zur Beschreibung eines BIM-Prozesses, über den Lebenszyklus eines Bauwerkes hinweg, dargestellt.

 
Neue Richtlinien VDI 2552 Blatt 4 und Blatt 7: Prozesse und Datenaustausch bei BIM-Projekten erfolgreich umsetzen  (Bild: VDI)

Neue Richtlinien VDI 2552 Blatt 4 und Blatt 7: Prozesse und Datenaustausch bei BIM-Projekten erfolgreich umsetzen (Bild: VDI)

Prozesse sind die Grundlage für einen koordinierten und definierten Daten- und Informationsaustausch zwischen den Projektbeteiligten in allen Phasen des Bauwerkslebenszyklus. Die Ausprägung der jeweiligen Prozesse ist, je nach Setzung der BIM-Ziele, unterschiedlich. Es lassen sich jedoch Grundtypen darstellen, deren Ausprägung im Einzelfall über Parameter im Rahmen des BIM-Ausführungsplans zu spezifizieren sind. Die Richtlinie VDI 2552 Blatt 7 stellt Methoden und beispielhafte BIM-relevante Prozesse bereit. Die Prozessdefinition beinhaltet neben der Beschreibung von Form und Inhalt der ausgetauschten Daten auch die Aufgaben und Rollen der Projektbeteiligten. Die Richtlinie definiert zudem die Startbedingungen für den Beginn eines Prozesses, die aufeinander folgenden Prozessschritte sowie die Bedingungen für ein erfolgreiches Prozessende oder einen Abbruch.

Die Realisierung von Datenaustauschszenarien ist essentieller Bestandteil bei der Abwicklung von BIM-Projekten. Im Mittelpunkt steht dabei die Übergabe von geometrisch-semantischen Bauwerksmodellen. Die ebenfalls neu erschienene Richtlinie VDI 2552 Blatt 4 beschreibt den Datenaustausch bei der Anwendung der BIM-Methodik zwischen den an Planung, Bau und Betrieb von Bauwerken Beteiligten. Sie fokussiert sich dabei auf herstellerneutrale, standardisierte Schnittstellen und beschreibt Verfahren zur Definition des geometrischen und attributiven Ausarbeitungsgrads.

VDI-Richtlinien dienen auch als nationaler Standpunkt in den internationalen Standardisierungsvorhaben und sind gerade beim Thema BIM ein wichtiger Faktor dafür, dass Ausschreibung, Planung, Bau und Betrieb von Bauwerken auf einer normativen Grundlage durchgeführt werden können.

Herausgeber der Richtlinien VDI 2552 Blatt 4 „Building Information Modeling - Anforderungen an den Datenaustausch“ und Blatt 7 „Building Information Modeling - Prozesse“ ist die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG). Beide Richtlinien erscheinen im Oktober 2018 als Entwurf. Sie können zum Preis von EUR 92,60 bzw. EUR 79,40 beim Beuth Verlag in Berlin (Tel.: +49 30 2601-2260) bestellt werden. VDI-Mitglieder erhalten 10 % Preisvorteil auf alle VDI-Richtlinien. Onlinebestellungen sind unter www.beuth.de oder www.vdi.de/2552 möglich. Die Möglichkeit zur Mitgestaltung der Richtlinie durch Stellungnahmen besteht durch Nutzung des elektronischen Einspruchsportals oder durch schriftliche Mitteilung an die herausgebende Gesellschaft (gbg@vdi.de). Die Einspruchsfrist endet am 31.03.2019. VDI-Richtlinien können in vielen öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden.

Fachlicher Ansprechpartner im VDI:

Dipl.-Ing. (FH) Frank Jansen

VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG)

Telefon: +49 211 6214-313

E-Mail: gbg@vdi.de