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VDI 2077 Blatt 2 - Überprüft und bestätigt Verbrauchskostenabrechnung für die Technische Gebäudeausrüstung - Wasserversorgungssysteme

Auf einen Blick

Englischer Titel
Energy consumption accounting for the building services - Water supply systems
Erscheinungsdatum
2012-01
Herausgeber
VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik
Autor
VDI-Fachbereich Facility-Management
Zugehörige Handbücher
Seitenanzahl
9
Erhältlich in
Deutsch, Englisch
Kurzreferat

Die Richtlinie gilt für die Kostenverteilung und -abrechnung von Wasserver- und -entsorgungsanlagen von Gebäuden mit mehr als einer Nutzeinheit. Unberücksichtigt bleiben Energiekosten für die Wassererwärmung. Diese sollen in anderen Teilen der Richtlinie VDI 2077 behandelt werden. In dieser Richtlinie wird beschrieben, in welcher Weise eine Ausstattung zur Verbrauchserfassung anzuwenden ist, damit eine verursachungsgerechte und nachvollziehbare Abrechnung der Wasserkosten erfolgen kann. Diese Richtlinie lässt sich auf fast alle Arten von Wässern, z. B. Trinkwasser, Warmwasser, Betriebswasser (siehe VDI 2070), Abwasser, Regenwasser anwenden, die verbrauchsabhängig abgerechnet werden sollen.

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Preis
59,10 EUR inkl. MwSt.
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FAQ

Antwort:

Die Rohrwärmekorrektur nach VDI 2077 Beiblatt ist gerade dann erforderlich, wenn die Rohrwärme signifikant zur Beheizung der Wohnung beiträgt, also genau dann, wenn der Rohrwärmeanteil ein bestimmtes Maß überschreitet.

Rohrwärme führt nicht grundsätzlich zu Kostenverschiebungen, sondern erst dann, wenn Nutzer unterschiedliches Heizverhalten an den Tag legen. Dass, wie Sie schreiben, der Nutzer einer innen liegenden Wohnung nach der Rohrwärmekorrektur höhere Heizkosten zugeordnet bekommt, der einer außen liegenden weniger, liegt schlicht daran, dass der "Vielheizer" (außen) rein aufgrund der Abrechnungsmodalitäten ohne Rohrwärmekorrektur einen größeren Teil der Rohrwärme zugeordnet bekommt, die der "Wenigheizer" (innen) geliefert bekommt.

„Aufgrund der Abrechnungsmodalitäten“ bedeutet: Die Heizkostenverteiler „sehen“ nur einen Teil der Wärme, nämlich den, der über die Heizkörper geliefert wird. Nach den Anzeigewerten wird aber alle Wärme verteilt, auch die, die über ungedämmt verlegte Rohre geliefert wird. Damit bekommt der, der viel heizt, auch viel Rohrwärme zugeordnet, obwohl er näherungsweise ebensoviel Rohrwärme geliefert bekommt hat wie jemand, der wenig heizt. Die Rohrwärmekorrektur hat zum Ziel, Wärme da in Rechnung zu stellen, wo sie genutzt wird. Diese verursachergerechte Zuordnung wird durch die Heizkostenverordnung gefordert.

Da Komfortanforderungen subjektiv sind, ist einerseits "übermäßiges" Heizen kaum definierbar, andererseits geht es auch nicht darum, das Mitbeheizen fremder Wohnungen zu korrigieren, sondern darum, Wärme nach Heizkostenverordnung jeweils der Wohnung zuzuordnen, in die sie gelangt. Die Rohrwärmekorrektur ordnet Ihnen nicht die Wärme zu, die durch die Decken und Wände in Ihre Wohnung fließt; dieser Beitrag dürfte nach meinem Gefühl aufgrund des geringen Temperaturgefälles zwischen Nachbarwohnung und Ihrer Wohnung (zumeist vermutlich nicht mehr als 3 °C) eher gering sein. „Umverteilt“ (gegenüber der Situation ohne Korrektur) wird hingegen die Wärme, welche von ungedämmt verlegten Heizungsrohren in Ihre Wohnung fließt. Hier haben wir ein hohes Temperaturgefälle (je nach Vorlauftemperatur der Heizung wahrscheinlich zwischen 30 °C und 70 °C). Die Heizungsrohre wirken sozusagen wie Heizkörper, nur dass keine Zähler daran angebracht sind.

Antwort:

Aufnahmen mit Wärmebildkameras zeigen deutlich, dass im Estrich verlegte Heizungsrohre sehr gut Wärme in die Wohnung hinein abgeben können. Insofern muss man davon ausgehen, dass eine Rohrwärmeproblematik nicht nur bei frei verlegten Heizungsrohren auftreten kann, sondern auch bei im Estrich oder in der Wand verlegten Rohren.

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