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VDI 2230 Blatt 3 - Projekt Hinweise zur sicheren Montage von Schraubenverbindungen

Auf einen Blick

Englischer Titel
Mögliches Erscheinungsdatum
2021-09
Herausgeber
VDI-Gesellschaft Produkt- und Prozessgestaltung
Autor
VDI-Fachbereich Getriebe und Maschinenelemente
Zugehörige Handbücher
Kurzreferat

Die Richtlinie ergänzt die Schraubenberechnung aus VDI 2230 Blatt 1 und Blatt 2 um eine ausführliche Darstellung und Beschreibung von Montageverfahren sowie Einflussfaktoren auf die Montage von Schraubenverbindungen, insbesondere die Reibung. Ziel ist es, bereits durch konstruktive Maßnahmen und eine korrekt ausgeführte Montage Schäden zu vermeiden, die zu mehr als 50 % auf eine falsche oder schlecht ausgeführte Montage zurückzuführen sind. Oftmals treten diese Schäden nicht unmittelbar, sondern erst einige Jahre nach der Montage auf.

FAQ

Antwort:

Blatt 2 ist im November 2011 als Entwurf erschienen. Diese Richtlinie zu "Mehrschraubenverbindungen" ist eine Ergänzung zu Blatt 1, welches zur Anwendung von Blatt 2 zwingend erforderlich ist.

Blatt 2 erscheint im Dez. 2014 erstmalig als sogenannter "Weißdruck", nachdem die Einsprüche zum Entwurf vom Fachausschuss "Schraubenverbindungen" geprüft und bearbeitet wurden.

Gegenüber dem Entwurf gibt es wesentliche Änderungen und Ergänzungen, die die Richtlinie verständlicher machen und ihre Anwendung erleichtern, auch im Zusammenwirken mit Blatt 1, welches formal an Blatt 2 angeglichen wurde und nun dem aktuellen Redaktionshandbuch für VDI-Richtlinien entspricht.

Auch einige formale Fehler des Entwurfs wurden korrigiert.

Antwort:

Seit dem Erscheinen der letzten Fassung 2003 wurden bei der Anwendung der Richtlinie sowie in analytischen und numerischen Untersuchungen neue Erfahrungen gemacht und Erkenntnisse gewonnen, die sich in einer Reihe von Hinweisen, Anfragen und Änderungswünschen der Richtlinien-Anwender ausdrückten. Diese wurden allesamt berücksichtigt und vom VDI-Fachausschuss unter der Leitung von Herrn Professor Lori, Hochschule Zwickau, eingearbeitet.

Wesentliche Inhalte der Aktualisierung betreffen:
- Änderung der Berechnung des Kraftverhältnisses bei Einschraubverbindungen
- Aufnahme der Nachweise zur Betriebsbeanspruchung, wenn diese zur Überschreitung der Streckgrenze führt bzw. bei überelastischem Anziehen, incl. der Nachweise zur Einhaltung der Mindestvorspannkraft und Mindestklemmkraft
- Belastung der Schraube durch Biegung als Sonderfall
- Erweiterung der Angaben zu Reibungszahlen in der Trennfuge (Tabelle A6)
- Aufnahme weitere Anziehverfahren und Verbesserung der Angaben zum Anziehfaktor (Tabelle A8).
- Angaben zu den Werkstoffkennwerten (Tabelle A9) aktualisiert und bei der Grenzflächenpressung weitere Untersuchungsergebnisse beachtet
- Aufnahme der Berechnung der Einschraubtiefe für den Fall, dass das Bolzengewinde bzgl. eines Gewindeabstreifens kritisch ist.
- Vergrößerung des Zuschlages zur effektiven Einschraubtiefe und Herausarbeitung des Unterschiedes zur Gesamt-Einschraubtiefe
- Erweiterung der Angaben zu Scherfestigkeitsverhältnissen typischer Bauteilwerkstoffe

Weitere Inhalte dieser Aktualisierung werden in der Einleitung zu Blatt 1 detailliert beschrieben.

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