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VDI 6000 Blatt 1 - Entwurf Sanitärtechnik - Sanitärräume - Bedarf und Ausstattung - Grundlagen

Auf einen Blick

Englischer Titel
Sanitary technology - Sanitary facilities - Demand and furnishing - Fundamentals
Erscheinungsdatum
2018-09
Enddatum der Einspruchsfrist
2019-05-31
Herausgeber
VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik
Autor
VDI-Fachbereich Architektur
Zugehörige Handbücher
Seitenanzahl
26
Erhältlich in
Deutsch
Kurzreferat

Die Richtlinienreihe VDI 6000 beschreibt die Ermittlung des Bedarfs an Sanitärgegenständen und die Ausstattung und Ausführung von Sanitärräumen in Abhängigkeit von der Nutzung und gibt Hinweise zur Ausführung. Diese Richtlinie behandelt die Grundlagen. Spezifische Aspekte von Sanitärräumen für spezielle Nutzungen werden in den Folgeblättern beschrieben. Im Rahmen der laufenden Überarbeitung der gesamten Richtlinienreihe VDI 6000 wurde die Systematik der einzelnen Richtlinien zugunsten einer übersichtlicheren und wiederholungsfreien Struktur umgestellt. Dieser VDI-Richtlinien-Entwurf trägt der neuen, für die zukünftige VDI-Richtlinienreihe geplanten Struktur Rechnung, verhält sich jedoch nach Meinung des Richtlinienausschusses widerspruchsfrei zu den Richtlinien der gültigen Ausgabe.

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Preis
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FAQ

Bitte beachten Sie, dass die Einspruchsfrist bereits abgelaufen ist.

Antwort:

Es wäre hilfreich gewesen, wenn Sie in Ihrer Anfrage die Richtlinie und Tabelle erwähnt hätten, auf die Sie sich beziehen. Wir gehen mal davon aus, dass es um VDI 6000 Blatt 1 : 2008-02 ist, Tabelle 3.

Die Bewegungsflächen sind lt. Definition die zur Benutzung eines sanitären Ausstattungsgegenstands erforderlichen Flächen. Das bedeutet, dass Gebrauchstauglichkeit und Mängelfreiheit des Werks nicht per Vermutungswirkung gegeben sind, wenn sie nicht eingehalten sind.

Die Vorgaben für die Bewegungsflächen in der Tabelle gelten, da keine Einschränkungen angegeben sind, immer. Ausnahmen hat der Richtlinienausschuss allein für das Bauen im Bestand zugelassen, da dort mitunter manche Dinge nicht mit zumutbarem Aufwand zu ändern sind. Bei einer Neubauplanung sieht es anders aus: Hier lassen sich Änderungen noch ohne bauliche Maßnahmen umsetzen.

Ebenso ist nicht davon auszugehen, dass die Benutzung eines Gäste-WCs sich wesentlich von der eines sonstigen WCs unterscheidet.

Zeile 10 betrifft den Fall, dass dem WC gegenüber beispielsweise ein Waschbecken oder eine Dusche angebracht wird. Hier gibt die Richtlinie einen Mindestabstand von 75 cm vor. Auch hier sind keine anderen Einschränkungen genannt. Die Angabe gilt also grundsätzlich immer. Den Begriff des En-Suite-Bads kennt die Richtlinie nicht, also gibt es u. E. keinen Grund, es dort anders zu sehen.

Wir können Ihnen also kaum mit Argumenten helfen, Ihren Auftraggeber von kleineren Abständen und Bewegungsflächen zu überzeugen.

Antwort:

In der Regel gilt ein Weißdruck so lange als verbindlich, wie er nicht durch einen neuen Weißdruck ersetzt ist. Ein Gründruck (Entwurf) ersetzt also normalerweise einen Weißdruck nicht. Derzeit ist also streng genommen der "alte" Weißdruck noch das Maß der Dinge. Er ist so verbindlich, wie eine allgemein anerkannte Regel der Technik eben sein kann. Und das bedeutet, dass Sie durchaus im eigenen Ermessen davon abweichen können, dann aber eben nicht die Vermutungswirkung für sich beanspruchen können, das Werk sei, sofern es die Richtlinie erfüllt, mängelfrei.
Nun haben wir hier die Sondersituation, dass es einen neuen Gründruck gibt, der vermutlich auch noch eine Weile Bestand haben wird. Es gibt im neuen Gründruck einige Änderungen gegenüber dem Weißdruck von 2008, die sich durch veränderte Nutzungsgewohnheiten und Weiterentwicklung der Produkte und der Technik ergeben haben, aber auch dadurch, dass die Reihe VDI 6000 mit dieser Überarbeitung eine grundlegenden Änderung der Systematik erlebt.
Von daher kommen Sie u. E. im Moment nicht umhin, beide Papiere zu kennen und an den Stellen, wo der neue Entwurf etwas anderes nahe legt als der gültige Weißdruck, nach Ihrem Sachverstand zu entscheiden ob die neuen Angaben anwendbar sind. Sofern dem so ist, wäre unsere Empfehlung, dem neuen Gründruck zu folgen, weil dieser den aktuellen Stand widerspiegelt. Empfehlenswert ist es, in solchen Fällen mit dem Auftraggeber zu reden und mit ihm ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln (und schriftlich niederzulegen).

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