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VDI 6000 Blatt 3 - Projekt Sanitärräume; Bedarf und Ausstattung; Arbeitsstätten

Auf einen Blick

Englischer Titel
Sanitary facilities; Demand and furnishing; Workplaces
Mögliches Erscheinungsdatum
2022-12
Herausgeber
VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik
Autor
VDI-Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung
Zugehörige Handbücher
Kurzreferat

Die Richtlinie beschreibt die Grundlagen der Sanitärraumplanung hinsichtlich der Bedarfsermittlung und der Ausstattung von Sanitärräumen in Arbeitsstätten. Dies betrifft: Mindestanzahl von Sanitärobjekten, Ausstattung der Räume, Platzbedarf (Bewegungs- und Verkehrsflächen und -räume), Anforderungen an übrige Haustechnik, Hygieneanforderungen. Die Überarbeitung soll die Richtlinie an den aktuellen Stand technischen Wissens anpassen. Die Struktur der Richtlinienreihe VDI 6000 wird dahingehend aktualisiert, dass VDI 6000 Blatt 1 alle generischen Aspekte enthält und in den Folgeteilen nur noch diejenigen Aspekte dargestellt werden, die für das jeweilige Thema (z. B. Wohnungen und Hotels) spezifisch sind. Wiederholungen zwischen den Blättern sollen weitestgehend vermieden werden.

FAQ

Antwort:

Die VDI-Richtlinie hat als allgemein anerkannte Regel der Technik a priori empfehlenden Charakter, indem sie einen Standard für mittlere Art und Güte definiert. Sie zielt ferner primär auf den Neubau. Dass im Bestand Abweichungen auftreten können, ist völlig verständlich. In diesen Fällen müssen Auftraggeber und Ausführende miteinander reden und gebrauchstaugliche und sichere Lösungen finden. Wenn diese beiden sich, wie Sie durch das Wort "Übereinkunft" implizieren, einig sind, die Lösung gebrauchstauglich ist und keine Sicherheitsmängel bestehen, spricht erst einmal nichts dagegen.
Eine Rettung durch Überklettern halte ich allerdings für fragwürdig: Die hilfsbedürftige Person muss ja, und das möglicherweise in bewusstlosem Zustand, aus der Kabine geholt werden. Dazu kann man nach Überklettern theoretisch die Tür von innen öffnen. Das Überklettern kostet allerdings Zeit, und ob eine enge Kabine, in der sich dann zwei Personen befinden, bei nach innen aufschlagender Tür noch geöffnet werden kann?

Antwort:

Es könnten Unisex-Toiletten vorgesehen werden, aber nur für die niedrigen Klassen. Die Kinder kennen solche Toiletten aus der Kindertagesstätte.
In der 6. Klasse sind die Kinder 12 Jahre oder 13 Jahre alt. Das ist schon grenzwertig. Zu beachten sind kulturelle Faktoren: Z. B. Eltern von Mädchen muslimischen Glaubens könnten Probleme mit Unisex-Toiletten haben.
Zu beachten ist auch, dass die WC-Kabinen in Unisex-WC-Räumen zwingend raumhohe Wand- und Türabschlüsse haben müssen. Daraus erwachsen andere Anforderungen an die Lüftungs- und Beleuchtungstechnik. (letztendlich Lüftung und Beleuchtung jeder einzelnen Kabine)
Wenn erst im angrenzenden Gebäudeteil Mädchentoiletten vorhanden sind, sollte das im Bauantrag stehen. Wenn das Bauvorhaben genehmigt ist, können Sie es so durchziehen.

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