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VDI 6000 Sanitärtechnik; Ausstattung von und mit Sanitärräumen

Die Richtlinienreihe VDI 6000 gibt Hinweise zur Ausstattung von Gebäuden mit Sanitärräumen und zur Ausstattung der Sanitärräume selbst. In den einzelnen Blättern der Reihe werden Sanitärräume für unterschiedliche Nutzungszwecke behandelt:

  • Wohnungen
  • Arbeitsstätten und Arbeitsplätze
  • Versammlungsstätten und Versammlungsräume
  • Hotelzimmer
  • Seniorenwohnungen, Seniorenheime
  • Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen
  • Vorgefertigte Sanitär-Bauelemente (Fertigsanitärräume, Installationssysteme)

Fragen und Antworten zur Richtlinienreihe VDI 6000

Sie haben Fragen zur Richtlinienreihe VDI 6000? Dann nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Frage über unsere Internetseite zu stellen.

Die Inhalte von VDI-Richtlinien entstehen in Übereinstimmung mit der VDI 1000 und bilden den Konsens der Verkehrskreise ab. Sie gelten als anerkannte Regeln der Technik. Die Inhalte dieser FAQ dagegen sind rein informativ und haben nicht den Status anerkannter Regeln der Technik. Sie stellen insbesondere auch keine Rechtsberatung dar, sondern sollen als beispielhafte Fallbesprechungen Hilfestellungen für Richtlinienanwender geben. Sie können nicht die eingehende Rechtsberatung durch eine hierzu berufene Person ersetzen und sind nicht als zusätzliche oder über die Richtlinieninhalte hinausgehende Festlegungen zu verstehen.

FAQ

Antwort:

In der Tat wird dieser Abstand oft infrage gestellt. Schließlich werden Waschmaschinen häufig auch ohne Abstände in Küchenzeilen eingebaut. Wir haben daher im Rahmen der laufenden Überarbeitung der Richtlinie diese Vorgabe noch einmal diskutiert und die Aussage verfeinert: 1) sind bei der Aufstellung von Geräten Lüftungsöffnungen und die Einbauanleitung des Geräteherstellers zu beachten, 2) ist der Abstand von 20 cm auf jeden Fall erforderlich, wenn Reinigung nötig ist.

Antwort:

Der werte Sanitärmeister hat offenbar Fortbildungsbedarf. VDI-Richtlinien genießen dieselbe juristische Verbindlichkeit wie DIN-Normen; sie gelten als allgemein anerkannte Regeln der Technik und sind einzuhalten, solange nichts Abweichendes vereinbart ist. Will sagen: Er hat als vorgeblicher Fachmann im Gebiet diese Richtlinien zu kennen und einzuhalten.

VDI 6000 Blatt 1 sieht eine Montagehöhe von 42 cm (Oberkante Keramik ohne Sitz) vor. Auch nach VDI 6000 sind natürlich geringere Höhen zulässig - aber eben für Kinder.

Eine gewisse Variabilität werden Sie natürlich immer haben, aber eine Spanne von 6 cm würde ich nicht als "normal" ansehen und auch nicht als akzeptabel bezeichnen.

Zwar wird grundsätzlich eine geringere Sitzhöhe als der Darmentleerung zuträglich angesehen, beim Gäste-WC sollten Sie aber an die Möglichkeit denken, dass Sie auch einmal Besuch von Menschen mit Bewegungseinschränkungen bekommen können, beispielsweise von älteren Menschen. Diese haben dann möglicherweise Probleme, sich vom Gäste-WC wieder zu erheben. Auch Sie werden älter werden und möglicherweise den Komfort eines höheren Sitzes schätzen lernen. Und Kinder wachsen erfahrungsgemäß schnell; die Freude ist daher von kurzer Dauer, es sei denn, Sie denken schon perspektivisch an Enkelkinder. ;-)
Aus meiner Sicht ist die Leistung also in jedem Fall mangelhaft.

Antwort:

Bei fehlender Vereinbarung würde man davon ausgehen, dass nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik verfahren wird, d. h. hier konkret nach VDI 6000 Blatt 1, Tabelle 3. In Fällen, in denen konkrete Vereinbarungen fehlen, ist jedoch sehr genau zu prüfen, welche sonstigen Abreden möglicherweise bestehen, oder welche Gespräche stattgefunden haben, z. B. Alterstauglichkeit (Dann kann ein höherer Sitz sinnvoll sein.) oder Kinderfreundlichkeit (--> niedrigere Höhe). Die beiden Begriffe sind zwar nicht genormt, führen aber zu bestimmten Erwartungen, wie in den Klammern beschrieben.

Antwort:

Die Bewegungsfläche soll im Regelfall mittig vor dem Ausstieg angeordnet sein.

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Dipl.-Phys. Thomas Wollstein
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