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VDI-Richtlinien

Wir setzen Standards

Shutterstock: Africa Studio

VDI-Richtlinien: Standards setzen – auf dem aktuellen Stand der Technik

Der VDI e.V. unterstützt mit seinem VDI-Richtlinienwerk alle die, die in ihrer täglichen Arbeit vor technische Herausforderungen gestellt werden. Dafür gibt er als einer der wichtigsten Regelsetzer pro Jahr bis zu 250 VDI-Richtlinien heraus. Das sind richtungsweisende und praxisorientierte technische Regelwerke, die Qualitätsstandards in vielen ausführenden Gewerken und allen möglichen Industriebereichen setzen. Sie bilden den aktuellen Stand der Technik ab – kompetent aufbereitet von Experten für Experten.

Mehr als 2.100 gültige VDI-Richtlinien lassen sich derzeit in der VDI-Datenbank recherchieren. Neben den ausführlichen Informationen zu den Richtlinien gibt es dort auch Daten zu geplanten und überprüften VDI-Richtlinien sowie zu Zurückziehungen und Zurückziehungsankündigungen.

VDI-Richtlinien liefern Prozess- und Problemlösungen

Jedes Jahr publiziert der VDI e.V. zwischen 200 und 250 neue oder überarbeitete Richtlinien. Die meisten erscheinen in deutscher und englischer Sprache. Ihr Ziel: technische Prozess- und Problemlösungen zu liefern, die einfach und schnell umzusetzen sind. Sie sind extrem praxisorientiert aufgebaut, bieten praktische Checklisten und nützliche Tabellen. Die VDI-Richtlinien werden von Ingenieuren für Ingenieure erarbeitet. Rund 10.000 Experten aus Wissenschaft, Industrie und öffentlicher Verwaltung sind daran beteiligt. In mehr als 600 Gremien setzen sie Standards. Damit ist der VDI einer der wichtigsten Regelsetzer Deutschlands.

Rückmeldungen aus der Fachwelt erwünscht

Die VDI-Richtlinien entstehen in einem mehrjährigen und interaktiven Prozess. Die 53 Fachbeiräte legen die Themen fest. Etwa zwei bis drei Jahre arbeiten die Experten an dem Entwurf für eine Richtlinie. Auf regelmäßigen Treffen tauschen sich die Fachleute aus. Ist der Entwurf verabschiedet, wird er veröffentlicht. In einem öffentlichen Einspruchsverfahren können Kritik und Änderungsvorschläge aus der Fachwelt eingereicht werden.

Zwei neue Formate seit 2018

Seit 2018 gibt es beim VDI zwei neue Regelsetzungsformate: Die VDI-Richtlinien Mensch und Technik (VDI-MT) sowie die VDI-Expertenempfehlungen (VDI-EE). Beide dienen dem gesellschaftlichen Dialog über Chancen und Risiken technologischer Entwicklungen. VDI-MT dienen der Standardisierung von Inhalten, die zusätzlich zum Technikbezug erhebliche gesellschaftliche Relevanz haben. Sie haben den Anspruch, allgemein anerkannte Regeln mit wenig Technikbezug zu sein oder zu werden. Standardisiert werden beispielsweise Anforderungen an die Qualifikation von Personen beim Umgang mit Technik oder das Vorgehen in managementspezifischen Fragen. In der VDI-MT steht somit auch der Faktor Mensch im jeweiligen Technikbereich im Fokus.

Bei der Erstellung werden alle interessierten Kreise aus Wissenschaft, Industrie und öffentlicher Verwaltung einbezogen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit eines öffentlichen Einspruchsverfahrens. Das gewährleistet die Neutralität und Unabhängigkeit des VDI e.V.

Die VDI-Expertenempfehlungen sind eine Art Vorstufe der VDI-Richtlinien. Sie haben nicht den Anspruch, eine allgemein anerkannte Regel der Technik zu sein oder zu werden. Vielmehr stellen sie Empfehlungen dar und kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn ein Thema besonders schnell bearbeitet werden muss. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, zeitnah zu reagieren und mit der Fachöffentlichkeit ins Gespräch zu kommen.

VDI-Richtlinien

Unsere rund 2.100 VDI-Richtlinien bilden ein umfangreiches technisches Regelwerk. Dank des
Engagements unserer Experten bleiben sie immer auf dem aktuellen Stand der Technik.

Dipl.-Ing. Bernd Lenhart VDI, Abteilungsleiter Technische Redaktion des VDI e.V.

FAQ

Eine VDI-Richtlinie ist eine richtungsweisende, praktische Arbeitsunterlage. Mit ihren Beurteilungs- und Bewertungskriterien gibt sie fundierte Entscheidungshilfen und bildet einen Maßstab für einwandfreies technisches Vorgehen. VDI-Richtlinien geben Fachleuten die Sicherheit, sich an einer anerkannten Regel der Technik zu orientieren und danach zu handeln. Grundsätzlich haben VDI-Richtlinien den Charakter von Empfehlungen. Ihre Anwendung steht zunächst jedem frei, das heißt, man kann sie anwenden, muss es aber nicht. Die Anwendung einer VDI-Richtlinie entbindet den Nutzer nicht von der Verantwortung für eigenes Handeln und geschieht damit auf eigene Gefahr. In einem Rechtsstreit wird sich ein Gericht erfahrungsgemäß am Stand der Technik orientieren, das heißt, in der Regel an den dazu vorliegenden Normen und Richtlinien.

Wird eine VDI-Richtlinie zurückgezogen, genügt sie im Moment der Zurückziehung nicht mehr dem anerkannten Stand der Technik und ist insofern nicht mehr gültig. Auf Ersatz- und/oder Nachfolgedokumente wird auf den Internetseiten des VDI hingewiesen.
Zurückgezogene VDI-Richtlinien, die beispielsweise einem privatrechtlichen Vertragswerk zugrunde liegen, behalten für dieses spezielle Vertragswerk weiterhin ihre Gültigkeit. Auch zurückgezogene VDI-Richtlinien sind über den Beuth Verlag erhältlich.

Vor der Herausgabe einer VDI-Richtlinie wird ein VDI-Richtlinien-Entwurf oder -Änderungsentwurf veröffentlicht. Innerhalb einer zeitlich begrenzten Einspruchsfrist kann jedermann im Rahmen des Einspruchsverfahrens Kritik und Änderungsvorschläge beispielsweise über ein Einspruchsformular einreichen. 

Einsprüche sind in formaler schriftlicher Form an die zuständige VDI-Fachgesellschaft einzureichen, vorzugsweise per E-Mail in Form der vom VDI auf seinen Internet-Seiten zur Verfügung gestellten Tabellenvorlage.
Der zuständige VDI-Richtlinienausschuss prüft innerhalb von etwa drei Monaten nach Ablauf der Einspruchsfrist alle Stellungnahmen. Hierbei gelten die Grundsätze des Abschnitts 3 der VDI 1000 (Grundsätze der VDI-Richtlinienarbeit).
Eine Entscheidung über die Berücksichtigung von Einsprüchen wird nach den in Abschnitt 4.5 der VDI 1000 erläuterten Grundsätzen herbeigeführt. Jede/jeder Einsprechende wird über das Ergebnis der Prüfung ihres/seines Einspruchs schriftlich informiert.

Wird eine VDI-Richtlinie überarbeitet, so kann in Ausnahmefällen an Stelle eines neuen VDI-Richtlinien-Entwurfs ein VDI-Richtlinien-Änderungsentwurf veröffentlicht werden, der ausschließlich die Änderungen zur betreffenden VDI-Richtlinie beinhaltet. Diese Vorgehensweise ist nur dann zulässig, wenn an der VDI-Richtlinie nur geringfügige Änderungen vorgenommen werden. Dies sind z. B. Änderungen mit vorwiegend redaktionellem Charakter und Anpassungen an Verordnungen, Gesetze o. Ä.

Die Erstellung von VDI-Richtlinien wird durch den Verein Deutscher Ingenieure e.V. finanziert. Deshalb werden VDI-Richtlinien grundsätzlich nicht kostenlos bereitgestellt, sondern über unseren Vertriebspartner, den Beuth Verlag in Berlin, zum Kauf angeboten. Nur so kann die VDI-Richtlinienarbeit fortgesetzt und finanziert werden. Über öffentliche Auslegestellen besteht die Möglichkeit der kostenlosen Einsichtnahme in VDI-Richtlinien.

Die Erstellung von VDI-Richtlinien wird durch den Verein Deutscher Ingenieure e.V. finanziert. Aus diesem Grunde werden VDI-Richtlinien grundsätzlich nicht kostenlos bereitgestellt, sondern über unseren Vertriebspartner, den Beuth Verlag in Berlin, zum Kauf angeboten. Nur so kann die VDI-Richtlinienarbeit fortgesetzt und finanziert werden. VDI-Mitglieder erhalten 10 % Rabatt auf den Bezug von VDI-Richtlinien. Über öffentliche Auslegestellen besteht die Möglichkeit der kostenlosen Einsichtnahme in VDI-Richtlinien.

Der Vertrieb der VDI-Richtlinien erfolgt über unseren Partner, den Beuth Verlag in Berlin. Der einfachste und schnellste Weg ist der Download der Dokumente über den Webshop des Beuth Verlags (www.beuth.de)

Dipl.-Ing. Bernd Lenhart VDI
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Dipl.-Ing. Bernd Lenhart VDI

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