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DIN CEN/TS 17198; DIN SPEC 33979
 

Emissionen aus stationären Quellen - Systeme zur Bestimmung von Emissionen mittels kontinuierlich überwachter Prozessparameter (PEMS)

DIN CEN/TS 17198; DIN SPEC 33979: Emissionen aus stationären Quellen - Systeme zur Bestimmung von Emissionen mittels kontinuierlich überwachter Prozessparameter (PEMS) - Eignung, Anwendung und Qualitätssicherung (Bild: GKS/R. Warnecke)

DIN CEN/TS 17198; DIN SPEC 33979: Emissionen aus stationären Quellen - Systeme zur Bestimmung von Emissionen mittels kontinuierlich überwachter Prozessparameter (PEMS) - Eignung, Anwendung und Qualitätssicherung (Bild: GKS/R. Warnecke)

Diese Technische Spezifikation beschreibt Systeme zur Bestimmung von Emissionen mittels kontinuierlich überwachter Prozessparameter (PEMS: predictive emission monitoring system), die für die kontinuierliche Überwachung von Emissionen stationärer Quellen als Alternative und/oder Ausfallsicherung für automatische Messeinrichtungen (AMS) verwendet werden.

 

PEMS definieren die Beziehung zwischen einer Reihe von charakteristischen Prozessparametern einer Emissionsquelle und der zugehörigen Emissionskonzentration. Falls die charakteristischen Prozessparameter kontinuierlich gemessen werden, ist es mit einem PEMS möglich, die Emissionskonzentration der Emissionsquelle kontinuierlich zu bestimmen.

 
PEMS werden mit Prozessdaten und, wo erforderlich, Emissionsdaten der Emissionsquelle erstellt. Es wird unter Verwendung dieser Daten modelliert. Ein PEMS enthält ein Emissionsmodell und ein Sensorvalidierungssystem für die Qualitätssicherung eingehender Prozessdaten.
PEMS sind anlagenspezifische Systeme für die Überwachung der Emissionen und variieren hinsichtlich Methodologie und Auslegung: 

  • relationale Modelle (Emissionskonzentration als Funktion eines oder mehrerer Prozessparameter): theoretische oder empirische Relationen, die an einen anlagenspezifischen Emissionsdatensatz angepasst werden;
  • nichtlineare, statistische Modelle, zum Beispiel Modelle neuronaler Netze oder andere multiple Regressionstechniken.

 

Die DIN SPEC 33979 enthält Anforderungen an die Zertifizierung von PEMS-Software und an die Leistungsfähigkeit sowie Qualitätssicherung eines PEMS, um die Eignung für die Messaufgabe nachzuweisen und sicherzustellen, dass das PEMS im Betrieb dauerhaft mit der spezifizierten Leistungsfähigkeit arbeitet. Das in dieser Technischen Spezifikation beschriebene Verfahren wurde nicht validiert. Die Anwendung des hier beschriebenen Verfahrens im Rahmen der kontinuierlichen Überwachung der Emissionen sollte daher im Vorfeld mit dem Auftraggeber und gegebenenfalls mit der zuständigen Behörde abgestimmt werden. Diese DIN SPEC richtet sich insbesondere an die Hersteller von PEMS, an Prüfinstitute, die Eignungsprüfungen solcher Systeme durchführen, und an Behörden, die für die Emissionsüberwachung zuständig sind.

 

Herausgeber der Technischen Spezifikation DIN CEN/TS 17198; DIN SPEC 33979 „Emissionen aus stationären Quellen - Systeme zur Bestimmung von Emissionen mittels kontinuierlich überwachter Prozessparameter (PEMS) - Eignung, Anwendung und Qualitätssicherung“ (Deutsche Fassung CEN/TS 17198:2018) ist die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft im (KRdL) - Normenausschuss. Die Spezifikation ist im Oktober 2018 in deutscher Fassung erschienen und kann ab sofort zum Preis von EUR 123,40 beim Beuth Verlag in Berlin unter +49 30 2601-2260 bestellt werden. Onlinebestellungen sind unter www.beuth.de möglich.

 

Ihr Ansprechpartner im VDI:
Dr. rer. nat. Rudolf Neuroth
VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) – Normenausschuss
Telefon: +49 211 6214-544
Telefax: +49 211 6214-97544
E-Mail: neuroth@vdi.de