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03.07.2017
Preisträger Stefan Strege
 

Johannes Möller Preis 2017

v.l.n.r. Prof. Dr.-Ing. habil. Karl-Ernst Wirth (Vorsitzender des Kuratoriums der Möller Stiftung , Universität Erlangen-Nürnberg), Dr.-Ing. Hermann Möller (Preisstifter), Maike Toivonen (Vorstandsvorsitzende der Möller-Stiftung), Dr.-Ing. Stefan Strege (Preisträger, Universität Braunschweig), Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade (Universität Braunschweig) (Bild: Toivonen)

v.l.n.r. Prof. Dr.-Ing. habil. Karl-Ernst Wirth (Vorsitzender des Kuratoriums der Möller Stiftung , Universität Erlangen-Nürnberg), Dr.-Ing. Hermann Möller (Preisstifter), Maike Toivonen (Vorstandsvorsitzende der Möller-Stiftung), Dr.-Ing. Stefan Strege (Preisträger, Universität Braunschweig), Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade (Universität Braunschweig) (Bild: Toivonen)

Die Möller Stiftung für Wissenschaft und Forschung verleiht alljährlich für eine herausragende Dissertation auf dem Gebiet der Feststoffverfahrenstechnik den Johannes Möller Preis. Am 15.03.2017 wurde der Preis im Rahmen des Jahrestreffens der ProcessNet-Fachgruppen Mehrphasenströmung, Partikelmesstechnik, Zerkleinern und Klassieren, Computational Fluid Dynamics, Mischvorgänge und dem TAK Aerosoltechnik in Dresden an Stefan Strege verliehen.

 

Dr.-Ing. Stefan Strege erhielt die Auszeichnung für seine Promotionsarbeit mit dem Thema „Röntgenmikrotomographische Analyse der Verdichtung und Scherung feiner und kohäsiver Pulver“, welche er an der Universität Braunschweig unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade angefertigt hat.

  

Ausgehend von der Entwicklung, dem Bau und der Etablierung des weltweit kleinsten, vollständig funktionsfähigen Mikro-Verdichtungs- und Schergeräts mit einem Probevolumen von wenigen µ-Litern, welches in einen Röntgenmikrotomographen integriert wurde, charakterisierte Strege die Verdichtung und Scherung von Pulvern auf Makro-, Meso- und Mikroebene. Auf Grundlage der Entwicklung und Weiterentwicklung von Methoden zur Auswertung der umfangreichen Bilddaten charakterisierte er quantitativ die Pulvereigenschaften auf Partikelebene, insbesondere die Anisotropie bei der Verdichtung und die Scherzonenausbildung. Hierfür nutzte er neue Kenngrößen, die entsprechend eines „coarse graining“ Ansatzes aufgestellt und mit Partikeleigenschaften korreliert wurden.

  
Herr Strege ermöglichte durch den von ihm entwickelten, in einen 3D-Mikrotomographen integrierten Mikroschertester und die zugehörigen Auswertemethoden einen einzigartigen neuen Einblick in die Verdichtung und das Fließen von Schüttgütern auf Partikelebene. Seine Arbeit überzeugt durch die Kombination von technischer Entwicklung neuartiger komplexer Mess- und Auswertemethoden und deren praktischen Anwendung zur mikromechanischen Charakterisierung ausgewählter Schüttgüter hinsichtlich Anisotropie und Fließverhalten.

    

Quelle: Möller-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

   

Ihr Ansprechpartner im VDI:

Dr.-Ing. Uwe Delfs

VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik

und Chemieingenieurwesen (VDI-GVC)

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