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16.05.2018
1. Jahrestreffen der Young Professionals
 

Medizintechnik der Zukunft ist datengetrieben

Dr. Andreas Herrmann vom VDI-Fachbereich Medizintechnik lädt Berufseinsteiger in der Medizintechnik zum Erfahrungsaustausch ein (Bild: Schäfer / DeviceMed)

Dr. Andreas Herrmann vom VDI-Fachbereich Medizintechnik lädt Berufseinsteiger in der Medizintechnik zum Erfahrungsaustausch ein (Bild: Schäfer / DeviceMed)

Auf dem 1. Jahrestreffen der Young Professionals in der Medizintechnik haben sich Berufsanfänger zu Karrierethemen, aber auch aktuellen Fragestellungen der Medizintechnik ausgetauscht. Veränderung – so könnte das Motto des 1. Jahrestreffens lauten, das der VDI auf der Medtec Europe 2018 organisiert hat. Denn zum einen ist natürlich die Veranstaltung selbst – das erste Treffen dieser Art – ein Zeichen für Veränderung.

 

Zum anderen zeigt die Veranstaltung, was sich innerhalb des VDI geändert hat: „Sie sind eine Gruppe, denen wir bislang nicht viel zu bieten hatten“, adressiert Dr. Andreas Herrmann von der VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences die Teilnehmer. Das soll sich ändern.

 

VDI will den rund 60 Teilnehmer der Veranstaltung Hilfestellung geben bei Problemen, die über den eigenen „technischen Tellerrand“ hinausgehen. Intendiert ist ein firmenübergreifender Erfahrungsaustausch zu Fach-, aber eben auch Karrierefragen. Auf der ersten Veranstaltung hat der VDI Smart Health und Smart Manufacturing als Themen gesetzt. Und möchte, wie die erste Keynote von Brainlab, Gründer und CEO Stefan Vilsmeier zeigt, nicht nur informieren, sondern auch inspirieren.

 

Chirurgie und Software gehören zusammen
„Vor 30 Jahren war Software in der Chirurgie eine groteske Idee“, blickt Vilsmeier in seiner Keynote zurück. Nicht ohne ein Schmunzeln. Denn war man damals ein „guter Chirurg“, wenn man keine Software zum Operieren brauchte, so sei es heute genau umgekehrt.

   

Software verknüpft Unmengen unterschiedlicher Daten, wertet sie aus und fügt sie zu neuen Anwendungen zusammen. Ein Beispiel: Mit Softwaresystemen für die chirurgische Navigation werden, einem GPS im Auto vergleichbar, chirurgische Instrumente in Bezug zur tatsächlichen, individuellen Anatomie des Patienten gesetzt und während eines Eingriffs auf einem Bildschirm in Echtzeit angezeigt.

     

In Medizintechnikfirmen sei Software selten Bestandteil einer digitalen Strategie, verrät Vilsmeier. Kaum ein CEO kenne sich damit aus oder sehe die Chancen, die Software bringen kann. Innovationen seien daher in Zukunft eher von großen und bekannten IT-Firmen zu erwarten wie Apple, Google, IBM oder HP – auch wenn diese bislang noch vergleichsweise wenig Medizintechnik-Know-how vorweisen können. Brainlab möchte den Wandel mitgestalten. Das bedeutet beispielsweise: Daten maschinenlesbar machen, die Anatomie von Patienten maschinenlesbar machen. Das Ziel sind Bilder, wie man sie bislang nur aus dem Anatomiebuch kennt; mit dem Unterschied jedoch, dass es diese standardisierten Bilder für jeden individuellen Patienten geben kann, automatisiert erstellt.

 

Big Data kann Abläufe im OP entscheidend verbessern
Die Zukunft sieht anders aus. Chirurgen werden am OP-Tisch von Mixed Reality profitieren. Sie werden virtuelle Einblicke in den Patienten erhalten in Form von Bildern, die bei Bedarf in ihrem Sichtfeld eingeblendet werden. Sie werden außerdem auf Daten zurückgreifen können, die ihnen verraten, welches Instrument sie am besten verwenden – und vieles ähnliche mehr.

 

Im Kern geht es also darum, Wissen zu generieren, wie eine Operation idealerweise aussieht und wie man die Infrastruktur anpassen kann, um sie weiter zu optimieren.

 

Lesen Sie den ausführlichen Artikel unter www.devicemed.de

 

Quelle: DeviceMed / Autorin: Kathrin Schäfer

 

Ihr Ansprechpartner beim VDI:

Dr. Andreas Herrmann

VDI-Fachbereich Medizintechnik

Telefon: +49 211 6214-372

Telefax: +49 211 6214-97372

E-Mail: medizintechnik@vdi.de