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13.02.2017
Referentenentwurf des BMWi und BMUB
 

VDI-Kommentierungen zum Gebäudeenergiegesetz (GEG)

VDI-Kommentierungen zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) (Bild: Heike Hering / pixelio.de)

VDI-Kommentierungen zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) (Bild: Heike Hering / pixelio.de)

Der VDI begrüßt die Vereinheitlichung und Neustrukturierung des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG), der Energieeinsparungsverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) durch die Zusammenführung im neuen „Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung Erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden – Gebäudeenergiegesetz“ (GEG), das insgesamt prägnant und übersichtlich gestaltet ist.

 

Der VDI betrachtet das Ziel des GEG, den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte auf 14 % bis zum Jahr 2020 (betrug 2015 13,3 %) zu erhöhen, als wenig ambitioniert, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen.

 

Bei der Energieeffizienz von Gebäuden wird fast ausschließlich an Wärmedämmung und Heizung gedacht, dabei spielt bei Neubauten die sommerliche Überhitzung der Gebäude eine große Rolle. Eine Möglichkeit, wie einer Überhitzung entgegengewirkt werden kann, ist die Erhöhung der thermischen Speichermasse eines Gebäudes, z. B. durch PCM (Phase Change Materials).

 

Hinsichtlich der Effizienz einer Wärmepumpenanlage sind eine gute Planung, Auslegung, Ausführung sowie Betrieb und Wartung von Wärmepumpenanlagen essenziell. Daher unterstützt der VDI die Fortbildung von Planern und Errichtern von Wärmepumpenanlagen auf Basis von anerkannten Regeln der Technik.

 

Bei der Anrechnung von Strom aus erneuerbaren Energien sollte die Funktionalität von thermischen Energiespeichern im Gesetz berücksichtigt werden. Die Nutzung von elektrischem Strom aus erneuerbaren Energien für die Wärmeerzeugung als Speicher- und Lastverschiebungsoption im Wärmemarkt sollte aus Sicht des VDI gestärkt werden. Das wäre eine entscheidende Hilfe bei der Realisierung der sogenannten Sektorkopplung. Vor allem Power-to-Heat zur Lastverschiebung und Netzstabilisierung in Kombination mit KWK und Wärmespeicher sind nicht nur im industriellen Maßstab (Fernwärme) wichtig und klimaschonend, sondern auch im Bereich Haushalte und Gewerbe.

 

Die ausführlichen VDI-Kommentierungen zum Referentenentwurf sind der PDF-Datei zu entnehmen.

 

Ihre Ansprechpartnerin im VDI:
Dr.-Ing. Eleni Konstantinidou
VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt
Telefon: +49 211 6214-219
Telefax: +49 211 6214-97219
E-Mail: konstantinidou@vdi.de