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04.12.2018
VDI-Fachbereich Antrieb und Energiemanagement
 

VDI-Statusreport Luftqualität und Fahrzeugantriebe

Neuer VDI-Statusreport Luftqualität und Fahrzeugantriebe (Bild: Michael Thaler/Shutterstock.com)

Neuer VDI-Statusreport Luftqualität und Fahrzeugantriebe (Bild: Michael Thaler/Shutterstock.com)

Der VDI-Fachbeirat Antrieb und Energiemanagement veröffentlichte Anfang Dezember 2018 unter der Leitung von Dr.-Ing. Ralf Marquard und in Zusammenarbeit mit der VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) seine erste Publikation. Der VDI-Statusreport leistet einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussionen, die bisher geführt wurden, stellt Fakten zum Themenkomplex „Luftqualität und Fahrzeugantriebe“ vor und skizziert Maßnahmenvorschläge für eine nachhaltige Einhaltung der Luftqualitätsgrenzwerte.

 

Luftreinhaltung und Gesundheit sind zentrale Anliegen von uns allen. In der Luftqualitätsrichtlinie 2008/50/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates sind daher u. a. Grenzwerte für die Luftschadstoffe Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid, Blei, Benzol, Kohlenstoffmonoxid und Feinstaub zum Schutz der menschlichen Gesundheit festgelegt und in nationales Recht überführt worden. Trotz rückläufiger Tendenz der Emissionen können u.a. wegen des stetig steigenden Verkehrsaufkommens die Grenzwerte insbesondere für Stickstoffdioxid (NO2) nicht flächendeckend eingehalten werden. So wird der Jahresgrenzwert für NO2 seit seiner gesetzlich verbindlichen Einführung 2010 an zahlreichen städtischen verkehrsnahen Messstationen überschritten. Dies gilt nicht nur für deutsche Städte und Ballungsräume, sondern auch für viele andere Städte in Europa, z. B. Brüssel, London, Mailand oder Paris.

 

Die Diskussion der letzten Jahre mit einer ausgeprägten und teilweise berechtigten Kritik am dieselmotorischen Antrieb entwickelte eine Eigendynamik bis hin zu einer generellen Verbotsdiskussion von Verbrennungskraftmaschinen in Kraftfahrzeugen.

 

Da mittlerweile in Deutschland die PM10-Grenzwerte nahezu flächendeckend eingehalten werden, konzentriert sich die öffentliche Diskussion auf die Einhaltung des NO2-Jahresgrenzwerts.

 

Fahrzeugbedingte Emissionen tragen an verkehrsnahen Standorten maßgeblich zur Luftbelastung bei. In Deutschland treten Überschreitungen des NO2-Grenzwerts überwiegend an sehr stark befahrenen Straßen auf. Weit über die Hälfte der 28 EU-Mitgliedsstaaten verzeichneten an einer oder mehreren Messstationen NO2-Konzentrationen über dem gesetzlichen Jahresgrenzwert. Dies verdeutlicht, dass Senkungen der NO2-Konzentrationen durch weitere Emissionsminderungen im Straßenverkehr zum Schutz der menschlichen Gesundheit notwendig sind.

 

Download:  
Den Statusreport finden Sie in unserer Publikationsdatenbank unter www.vdi.de/publikationen oder in Ihrem persönlichen Mitgliederbereich MeinVDI unter dem Reiter Fachwissen.

 

Ihre Ansprechpartner im VDI: 
Dipl.-Ing. Simon Jäckel
VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik
Telefon: +49 211 6214-535
Telefax: +49 211 6214-97535
E-Mail: jaeckel@vdi.de

 

 

Dr. rer. nat. Rudolf Neuroth

VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) - Normenausschuss
Telefon: +49 211 6214-544
Telefax: +49 211 6214-97544
E-Mail: neuroth@vdi.de