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22.05.2015
VDI-GEU fördert Ingenieurnachwuchs in Hochschulen
 

VDI zeichnet energie- und umweltrelevante Abschlussarbeiten aus

Jochen Breitfeld und Annika Kruse sind die neuen Träger des Studienpreises der VDI-GEU (Bild: Breitfeld/Kruse)

Jochen Breitfeld und Annika Kruse sind die neuen Träger des Studienpreises der VDI-GEU (Bild: Breitfeld/Kruse)

Zur Förderung des Ingenieurnachwuchses im Hochschulbereich vergibt die VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (GEU) einmal jährlich einen Preis für herausragende energie- und umweltrelevante Abschlussarbeiten von Bachelor-, Master- oder Diplom-Studiengängen. Die diesjährigen Preisträger sind Annika Kruse (26) von der Technischen Universität Hamburg-Harburg und Jochen Breitfeld (28) von der Universität Stuttgart. Sie dürfen sich neben einer Urkunde über 500 bzw. 1.000 Euro Preisgeld freuen.

 

Der weltweit zunehmende Energieverbrauch bedingt die Nachfrage nach alternativen Energiequellen. Biomasse und Windkraft übernehmen hierbei eine wichtige Rolle. Genau an diesem Punkt setzen die beiden ausgezeichneten Abschlussarbeiten an.


Annika Kruse beschreibt in ihrer Masterarbeit die verfahrenstechnischen Voraussetzungen, um Pferdemist als alternatives Substrat in Biogasanlagen einsetzen zu können. Sie begründet einen relevanten wissenschaftlichen Fortschritt hinsichtlich der Aufbereitung bisher ungenutzter Substrate für eine umweltfreundliche und nachhaltige Energieversorgung. Die konkreten Optimierungsmaßnahmen ermöglichen den praktischen Einsatz dieses Verfahrens.


Jochen Breitfeld bearbeitet in seiner Diplomarbeit die funktionstechnischen und konstruktiven Merkmale von Schwachwindenergieanlagen und vergleicht diese mit denen normaler Windenergieanlagen in Baden-Württemberg. Konkret geht Breitfeld der Frage nach, ob das Ziel von zehn Prozent Windstromerzeugungsanteil in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2020 erreicht werden kann und welche konkreten Maßnahmen dafür ergriffen werden müssen. Die Arbeit zeigt, dass ein weiterer Ausbau der Windenergienutzung mit Schwachenergieanlagen über mehr Potenzial als das baden-württembergische Zehn-Prozent-Ziel verfügt.


Für den Preis bewerben können sich deutsche Studierende, die an einer Hochschule, Universität, Fachhochschule oder Gesamthochschule in Deutschland oder im Ausland einen Studiengang mit Schwerpunkt im Energie- und Umweltbereich absolvieren. Das Thema der Abschlussarbeit soll technisch orientiert, die fertige Arbeit zur Bewertung beim betreuenden Institut bereits eingereicht sein und die Einreichung nicht länger als zwölf Monate zurückliegen. Bewertet wird die Arbeit nach Kriterien wie Entwicklungspotenzial, Innovationsgrad, Originalität, praktischem Nutzen und Verwertungsfähigkeit. Weitere Informationen, die Bewerbungsfrist (30.09.2015) und zwei Bewerbungsbögen für die Preisverleihung 2015 finden Sie unter: http://www.vdi.de/geu-studienpreis


Ihr Ansprechpartner im VDI:
Dipl.-Ing. Dirk Franz Franzen
VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt
Telefon: +49 211 6214-243
Fax: +49 211-6214-177
E-Mail: franzen@vdi.de