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31.05.2017
CES-Förderpreis des VDI
 

VDI zeichnet zwei Absolventen aus

CES-Förderpreis des VDI (Bild: VDI)

CES-Förderpreis des VDI (Bild: VDI)

Auf der Innosecure am 31.5. und 1.6.2017 in Düsseldorf verleiht der VDI den CES-Förderpreis des VDI 2017 an zwei herausragende Absolventen der beiden Hochschulen Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und der Universität Duisburg-Essen. Die Jury kam überein, in diesem Jahr zwei Preise zu verleihen.

 

Prof. Dr. Hans-Georg Schnürch wird die Preise am 1.6.2017 gemeinsam mit Herrn Richard Rackl, Geschäftsführer der CES in Velbert und Herrn Jean Haeffs, Geschäftsführer der VDI-GPL an die glücklichen Gewinner und die stolzen Betreuer überreichen. Die Preise bestehen aus einer Urkunde und einem Scheck über je 1.500 Euro. Beide Herren werden in einem kurzen Vortrag einen Einblick in ihre Arbeiten geben.

 

Die diesjährigen Gewinner sind Christian Ralf Jähnert (M.Sc.) und Sebastian Platt (M.Sc.)


In der Arbeit "Konzeption und Evaluation eines flexiblen, cyber-physischen Fertigungssystems in der mehrstufigen Elektronikproduktion" von Christian Jähnert wird anhand eines konkreten industriellen Beispiels beschrieben, wie eine mehrstufige Elektronikproduktion bezüglich einer flexiblen, cyber-physischen Vernetzung zu konzeptionieren ist und ein wirtschaftliches Fertigungsnetzwerk auszulegen ist. Das Konzept wird im Rahmen einer ereignisdiskreten Simulation mit den etablierten Ansätzen der Fertigungsorganisation einer Elektronikproduktion gebench-markt. In der Arbeit wird ein allgemeingültiger Ansatz für hochflexible Fertigungssysteme vorgestellt, der die Simulation von autonomen, cyber-physischen Transporteinheiten in der Intralogistik, insbesondere zum Ersatz der etablierten starren Verkettung, ermöglicht. Zudem wird das Konzept in die Simulationsumgebung Plant Simulation übertragen und anhand eines konkreten Praxisbeispiels validiert. Die Arbeit adressiert mit einer hohen industriellen Nähe und Relevanz den erhöhten Freiheitsgrad bei der Planung von Fertigungssystemen und der Produktionsablaufplanung durch flexible, cyber-physische Transportsysteme. Zudem sind die Ergebnisse auf weitere Industriezweige übertragbar.

 

Gegenstand der Masterarbeit von Sebastian Platt ist eine Machbarkeitsstudie zur Verarbeitung von Nano-Keramik geträgerten Metallpulvern bei der additiven Fertigung (dem sog. 3D-Druck) durch den Laserstrahlschmelzprozess. Neben grundlegenden Untersuchungen bezüglich der Prozessierbarkeit dieser neuen Werkstoffe wurde ebenfalls der Einfluss der Nano-Keramiken auf die mechanisch-tribologischen Eigenschaften anhand von Testkörpern validiert. Als Ausgangsmaterial wurde sowohl eine Werkzeug-stahllegierung  als auch eine Nickelbasislegierung in Pulver-form verwendet.  Diese wurden mit den beiden Nano-Keramiken Titandioxid (TiOz) und Wolframcarbid (WC) geträgert (d.h. physikalisch gebunden). Die so entstandenen Werkstoffpaarungen wurden hinsichtlich der Pulverbeschichtungsqualität und deren Aufschmelzverhalten beim Aufbau von Versuchskörpern mit unterschiedlichen Prozessparametern durch das Laser-Strahlschmelzen untersucht. Sebastian Platt hat in seiner Abschlussarbeit neue, wegweisende Möglichkeiten aufgezeigt, die Werkstoffauswahl einsatzorientiert zu erweitern. Es konnte belegt werden, dass durch eine Kombination von Metallpulvern und Nano-Keramiken eine signifikante Reduktion des abrasiven Verschleißes erzielt werden kann.

 

Insbesondere im Bereich der Produktionstechnik ergeben sich hierdurch neue Möglichkeiten der gezielten mechanisch-tribologischen Verbesserung, u. a. von für Werkzeuge in der Metallverarbeitung. Sebastian Platt hat in seiner Abschlussarbeit neue, wegweisende Möglichkeiten aufgezeigt, die Werkstoffauswahl einsatzorientiert zu erweitern. Es konnte belegt werden, dass durch eine Kombination von Metallpulvern und Nano-Keramiken eine signifikante Reduktion des abrasiven Verschleißes erzielt werden kann. Insbesondere im Bereich der Produktionstechnik ergeben sich hierdurch neue Möglichkeiten der gezielten mechanisch-tribologischen Verbesserung, u. a. von für Werkzeuge in der Metallverarbeitung. Die durchgeführten Untersuchungen weisen einen außergewöhnlich hohen Innovationsgehalt und sehr großes Potenzial auf, um den Weg zur additiven Fertigung von Endprodukten mit definierbaren Werkstoffeigenschaften zu ebnen.


Jedes Jahr prämiert die Jury der Carl-Eduard-Schulte-Stiftung aktuelle und hervorragende Master- und Diplomarbeiten aus der Produktionstechnik und aus verwandten Gebieten von Absolventen der Technischen Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen in Deutschland.

Die Ausschreibungsphase für den CES-Förderpreis 2018 beginnt im Herbst 2017.

 

Ihr Ansprechpartner im VDI:

Dipl.-Ing. Jean Haeffs

VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik

Telefon: +49 211 6214-281

Telefax: +49 211 6214-97281

E-Mail: haeffs@vdi.de