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VDI-Fachbereich Technische Gebäudeausrüstung

Der Albert-Tichelmann-Preis des VDI

(Bild: tezzstock / fotolia.com)
Der Albert-Tichelmann-Preis des VDI

Zur Förderung des Nachwuchses verleiht die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik den Albert-Tichelmann-Preis an Absolventen von Fachhochschulen und Universitäten für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Technischen Gebäudeausrüstung.

Zielgruppe und Anzahl der Ehrungen und Einreichungen

 

Als herausragende Arbeit ist pro Universität oder Hochschule eine deutschsprachige Diplom-, Bachelor-, Master- oder Studienarbeit vom jeweiligen Betreuer mit einem Gutachten der VDI-GBG vorzuschlagen. Dazu steht ein Formblatt zur Verfügung. Das Gutachten muss nicht nur das hervorragende fachliche Niveau der eingereichten Arbeit, sondern auch Fremdsprachenkenntnisse, Teamfähigkeit und Führungseignung des Vorgeschlagenen bestätigen.
Es wird maximal ein Preis jährlich vergeben. Er wird bei der Abschlussfeier zur Übergabe der Abschlusszeugnisse an der Hochschule vom Vorsitzenden der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik überreicht.
Es kann maximal eine Arbeit pro Betreuer vorgeschlagen werden. Die Einreichung von bis zu drei Arbeiten unterschiedlicher Fakultäten/ Fachbereiche oder Institute einer Hochschule ist in Ausnahmefällen möglich.

 

 

 

Einsendeschluss

 

Alle Vorschläge müssen der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik mit vollständigen Unterlagen bis zum 1. August eines Jahres vorliegen. Es können Arbeiten eingereicht werden, die im Zeitraum vom 1. August des Vorjahres bis zum 31. Juli des laufenden Jahres erstellt wurden.

Einreichungsunterlagen

 

Einzureichen sind in deutscher Sprache:

  • Einreichungsformular des VDI
  • Deckblatt mit Aufgabenstellung, Art der Arbeit (Bachelor-, Master-, Diplom- oder Studienarbeit), Angaben zum Studiengang
  • Kurzfassung der Ergebnisse (max. 1 Seite)
  • Zusammenfassung der Arbeit (max. 10 Seiten)
  • Gesamtfassung der Arbeit als pdf-Datei
  • Lebenslauf des Kandidaten
  • Gutachten des betreuenden Professors

 

Lebenslauf bzw. Gutachten geben u.a. Auskunft über ehrenamtliche Tätigkeiten, Fremdsprachenkenntnisse, Teamfähigkeit, Führungseignung und eine fachliche Bewertung der Arbeit. Alle Unterlagen können elektronisch an die VDI-GBG übermittelt werden.

Bewertung

 

Die Auswahl unter den eingereichten Arbeiten trifft der Ehrungsausschuss der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik, bzw. eine aus dem Ehrungsausschuss beauftrage Jury. Die Kandidaten, ggf. eine Teilmenge der Kandidaten nach einer Vorauswahl, werden um einen Kurzvortrag (15 Minuten) vor dem Ehrungsausschuss/der Jury gebeten. Der Ehrungsausschuss setzt sich u.a. aus Trägern der Hermann-Rietschel-Ehrenmedaille und jeweils einem Vertreter der GBG-Fachbereiche zusammen und wird für jeweils drei Jahre berufen. Die Entscheidung des Ehrungsausschusses ist endgültig und verbindlich, sie wird im Rahmen der Plenarveranstaltung zur Jahrestagung verkündet.

Preis

 

Der Preis besteht aus mehreren Teilen:

 

  • Urkunde für den Preisträger
  • Urkunde für die Hochschule
  • Wanderpokal für die Hochschule (Rückgabe bis zum 1. September des Folgejahres)
  • Der Preisträger wird zur nachfolgenden VDI GBG-Jahrestagung eingeladen und hält dort über seine Arbeit einen Vortrag, dazu ist eine Veröffentlichung in Kurzform möglich.
  • Der Preisträger wird zu einem international bedeutsamen Kongress im Ausland eingeladen. Die Kosten hierfür sind Teil des Preises. Sofern REHVA einen europäischen Studierendenwettbewerb für Gebäudetechnik anbietet, wird eine Teilnahme an diesem Wettbewerb und der zugehörigen Konferenz empfohlen.
  • Optional: Preisgeld oder Veröffentlichung der Arbeit durch die VDI-GBG in einer gesonderten Schriftenreihe.

Namensgeber

Tichelmann-Ventil (Bild: Wollstein/VDI)

 

Albert Tichelmann (1861-1929)
Bekannt geworden ist Tichelmann zunächst durch seine Methode zur Dimensionierung von Warmwasserheizungen mit Naturumlauf (Schwerkraftsystem). Einem dann später nach ihm benannten Tichelmann-Prinzip. Es ist eine Rohrführung mit für jeden Heizkörper gleich langen Wegen und damit gleich großen Widerständen.
Für die, um 1910 aufkommenden ausgedehnten Pumpen-Warmwasserheizung entwickelte Albert Tichelmann ein Dreiwege-Heizkörperventil, welches zur besseren Druckverteilung im Netz beitrug. und von ihm in der Firma Jeglinsky & Tichelmann eingesetzt wurde.

Der Albert Tichelmann-Preis wird seit 2003 in Erinnerung an Albert Tichelmann, verliehen.
Seinen Zeitgenossen galt er als ein Fachmann der "Ingenieurkunst". In einem Aufsatz vom April 1911 schreibt Tichelmann, dass nach dem damaligen Stand der Technik es möglich sei, Rechenapparate zu konstruieren, die im Bruchteil einer Sekunde Resultate der kompliziertesten Formeln ermitteln könnten. Wahrlich ein Mensch mit Weitblick!" Albert Tichelmann war ein vorbildlicher Ingenieur!

Wanderpokal Albert-Tichelmann-Preis (Bild: VDI)

Die bisherigen Preisträger sind

 

2003: Herr Dipl.-Ing. Tobias Burkard, Universität Stuttgart
2004: Frau Dipl.-Ing. Nicole Henerichs, RWTH Aachen
2005: Herr Dipl.-Ing. Florian Keppler, Universität Stuttgart

2006: Herr Dipl.-Ing. Alexander Adlhoch, Hochschule Biberach

2007: Herr BEng Sebastian Schramm, Fachhochschule Düsseldorf

2008: Herr Dipl.-Ing. Florian Dittel, Fachhochschule Rosenheim

2009: Herr Christian Stäbler, Universität Stuttgart

2010: Herr Frederik Schmahl, RWTH Aachen

2011: Frau B.Sc. Jasmin Pfuhler, Hochschule Offenburg

2012: Frau Dipl.-Wirt.-Ing. Charlotte Buhl, RWTH Aachen

2013: Herr Jakob Hahn, M.Eng., Hochschule Esslingen

2014: Frau Magdalena Zwiehoff, M.Sc., Universität Stuttgart

2015: Frau Carolin Wilde, HTW Berlin

2016: Herr Ben Krämer, M.sc., RWTH Aachen

2017: Adrian Gebhard, Fachhochschule Erfurt

Sonstiges

 

Die Ehrungsordnung (EO) des VDI gilt sinngemäß ergänzend in ihrer jeweils gültigen Fassung für den Albert-Tichelmann-Preis.