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VDI-Gesellschaft Materials Engineering (VDI-GME)

02.08.2017
Normung in der Nanotechnologie
 

Eine Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse aus Sicht des Arbeitsschutzes

© Ralf Kleemann-Fotolia
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In der Studie „Normung in der Nanotechnologie - Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse aus Sicht des Arbeitsschutzes“ hat die Kommission Arbeitsschutz und Normung KAN europäische und internationale Standardisierungsdokumente analysieren lassen und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet.

 

Die VDI-Gesellschaft Materials Engineering hat im Auftrag der  KAN eine umfangreiche Analyse der europäischen und internationalen Normung im Bereich der Nanotechnologie erarbeitet. Die Bestandsaufnahme umfasste 260 Dokumente mit direktem Bezug zur Nanotechnologie. Ein Großteil der Normungs- und Standardisierungsaktivitäten findet in den nanospezifischen Normungsgremien ISO/TC 229 „Nanotechnologien“, IEC/TC 113 „Nanotechnologie für elektrotechnische Produkte und Systeme“ und CEN/TC 352 „Nanotechnologien“ statt. Die analysierten Normen beschreiben beispielsweise Test- und Messmethoden sowie Begriffsdefinitionen, Materialspezifikationen und Prozessbeschreibungen.

 

Nanomaterialien stellen während des gesamten Produktzyklus von der Herstellung, Verarbeitung und Anwendung bis hin zur Entsorgung auch eine Herausforderung für den Arbeitsschutz dar. Vor allem lungengängige Partikel erfordern eine besondere Beachtung ebenso wie die Beurteilung des Gefährdungspotenzials beim Brand- und Explosionsschutz bei pulverförmigen Nanomaterialien. Tätigkeiten mit hergestellten Nanomaterialien am Arbeitsplatz fallen in Deutschland unter die allgemeinen Anforderungen der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV). Der Ausschuss für Gefahrstoffe gibt hierzu konkrete Empfehlungen.

 

Die nun veröffentlichte Studie soll Arbeitsschutzexperten einen Überblick zur Normung von Nanotechnologien und Nanomaterialien zu geben und helfen, zukünftig die deutsche Arbeitsschutzexpertise koordiniert in den nationalen und internationalen Normungsprozess einbringen zu können. Dazu ist eine enge Vernetzung der über viele Gremien verteilten Fachleute erforderlich.

 

Die Studie empfiehlt dazu die Einrichtung eines nationalen Strategiekreises, der u. a. die folgenden Aufgaben umsetzen soll:

  • Arbeitsschutzpositionen zu Normungsvorhaben abstimmen, bei denen Konflikte mit der deutschen Regelsetzung vermutet werden.
  • Strategien zur Durchsetzung der Arbeitsschutzpositionen entwickeln.
  • Vernetzung von Fachleuten in der Normung fördern.
  • Öffentlichkeitsarbeit verstärken.

 

Ihr Ansprechpartner im VDI:
Dr. Achim P. Eggert VDI
VDI-Gesellschaft Materials Engineering
Telefon: +49 211 6214-351
Telefax: +49 211 6214-97351
E-Mail: eggert@vdi.de

 

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