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VDI-Gesellschaft Materials Engineering (VDI-GME)

21.08.2017
Gründruck erschienen
 

VDI 3822 Blatt 1.6 "Schadensanalyse – Flüssigmetallinduzierte Rissbildung"

Flüssigmetallinduzierte Rissbildung (Bild: VDI e.V.)

Flüssigmetallinduzierte Rissbildung (Bild: VDI e.V.)

Schadensfälle an Bauteilen und Halbzeugen verursachen im Allgemeinen wirtschaftliche Verluste durch Produktionsausfall, Folgeschäden sowie notwendige Reparaturmaßnahmen und können darüber hinaus durch Materialversagen Menschen gefährden.

 

Gezielte Maßnahmen zur Schadensabhilfe können nur dann eingeleitet werden, wenn die Schadensursachen und Fehlereinflüsse durch systematische Untersuchungen aufgeklärt werden. Darüber hinaus können die gewonnenen Erkenntnisse sofort in die Qualitätssicherung eingehen, der Schadensprävention dienen und neue Entwicklungen einleiten.

 

Die Richtlinie 1.5 der VDI 3822 ist überarbeitet worden. Es wertet systematisch Erfahrungen aus Schadensanalysen an metallischen Bauteilen aus, bei denen Rissbildungen durch Einwirkung von Flüssigmetallen aufgetreten sind. Es vereinheitlicht die Schadensanalysen und macht sie der Fachöffentlichkeit zugänglich. Es werden Begriffe definiert, Schadensarten einheitlich benannt und kennzeichnende Schadensbilder, Schadensbeschreibungen und Schadensmechanismen zum Vergleich mit dem zu untersuchenden Schadensfall zur Verfügung gestellt. Sie leitet zur systematischen Vorgehensweise bei der Schadensanalyse an und gewährleistet die Vergleichbarkeit der Ergebnisse verschiedener Untersuchungsstellen und schafft damit die Voraussetzungen zur nachvollziehbaren Dokumentation.

 

Die Richtlinie VDI 3822 Blatt 1.6 ist zusammen mit dem Grundlagenblatt VDI 3822 „Grundlagen und Durchführung einer Schadensanalyse“ zu verwenden.

 

Herausgeber der Richtlinie VDI 3822 Blatt 1.6 „Flüssigmetallinduzierte Rissbildung“ ist die VDI-Gesellschaft Materials Engineering. Die Richtlinie ist im August 2017 als Entwurf erschienen, umfasst 28 Seiten und kann zum Preis von 84,50 € beim Beuth Verlag bestellt werden. Möglichkeiten zur Mitgestaltung der Richtlinie durch Stellungnahmen bestehen durch Nutzung des elektronischen Einspruchsportals oder durch schriftliche Mitteilung an die herausgebende Gesellschaft (gme@vdi.de). Die Einspruchsfrist endet am 30.11.2017.

 

Ihr Ansprechpartner im VDI:
Dr.-Ing. Hans-Jürgen Schäfer VDI
VDI-Gesellschaft Materials Engineering
Telefon: +49 211 6214-254
Telefax: +49 211 6214-97254
E-Mail: schaefer@vdi.de

 

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