Wir verbinden Kompetenz
Verein Deutscher Ingenieure
 
Verein Deutscher Ingenieure > Technik > Fachthemen > Materials Engineering > Fachbereiche > Nanotechnik > Themen
Folgen:  FacebookTwitterGoogleXingLinkedInYoutube

VDI-Gesellschaft Materials Engineering (GME)
Fachbereich 2 "Nanotechnik"

FA 202 Keimreduzierung im klinischen Umfeld durch Nanotechnologie

Nanotechnologie (Bild: Thomas Ernsting/LAIF)
FA 202 Keimreduzierung im klinischen Umfeld durch Nanotechnologie

 

Ziele und Strategien  

Der Ausschuss will mit seinen Aktivitäten unter Einbeziehung modernster Nanotechnologien aktiv zu einer Strategieentwicklung zur Keimreduzierung beitragen und so unter anderem gezielt ein Problembewusstsein bei Entscheidungsträgern herbeizuführen und durch strategische Lösungsansätze aufzeigen.

 

Um die vielfältigen Wirkmechanismen und Einflussfaktoren zu erfassen und geeignete Strategien zur Reduzierung des Infektionsrisikos durch Keime abzuleiten, legt der Fachausschuss großen Wert auf eine interdisziplinäre Zusammensetzung. Daher engagieren sich Ingenieure, Mediziner, Physiker, Chemiker und Apotheker gemeinsam mit Vertretern von Krankenkassen und staatlichen Institutionen des Gesundheitswesens zur Lösung dieser Herausforderungen.

 

Aktivitäten 

Der neue Fachausschuss wird sich intensiv mit den folgenden Aspekten Infektionen befassen um daraus Empfehlungen für die beteiligten gesellschaftlichen Kreise und Entscheidungsträger zu entwickeln:

  • Bewertungsgrundlagen zur Keimreduzierung bündeln
  • Bewertungsstrategien zur Keimreduzierung bündeln und weiterentwickeln
  • Grundlage schaffen zu einer ergebnisoffenen Risiko-Nutzen-Bewertung
  • Nutzen- und Risikobewertung weiterentwickeln
  • Bestandaufnahme von Bewertungsmethoden
  • Übersicht zu existierenden wissenschaftlichen Studien
  • Zusammenstellung von Maßnahmen und Technologien zur Keimreduzierung
  • Aktuellen Stand / Überblick der Methodik zur Keimreduzierung zusammentragen
  • Strategien zur Keimreduzierung initiieren
  • Überblick zum Forschungsstand zur Keimreduzierung zusammentragen
  • Vergleich der Situation in unterschiedlichen europäischen Regionen / Ländern wie zum Beispiel Skandinavien / Deutschland.

 

Der VDI-Fachausschuss Keimreduzierung im klinischen Umfeld durch Nanotechnologie setzt sich gezielt für die Entwicklung und den Ausbau der Nanotechnologie ein. Er engagiert sich für die Überführung nanotechnologischer Forschungsergebnisse in die industrielle und gesundheitsmedizinische Praxis durch Wissenstransfer, Standards und Öffentlichkeitsarbeit.


Nanotechnologie - eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts

 

Die Oberfläche eines Nanopartikels ist äußerst klein, ergibt aber in der Summe mit Millionen anderer Nanopartikel eine riesige Oberfläche. Da eine größere Oberfläche auch mit einer größeren Anzahl an Oberflächenatomen einhergeht, sind Nanopartikel allein aus geometrischen Gründen reaktionsfreudiger als größere Partikel. Dennoch liegen Reaktionsgeschwindigkeiten unter denen von klassischen Lösungen, in denen die Stoffe molekulardispers oder gar als Ionen vorliegen.

 

Nanotechnologie ist eine der bedeutendsten Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Sie liefert wertvolle Ansätze zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen in den Bereichen Energie und Klima, Medizin, Ernährung und Ressourcenschonung. Im weitesten Sinne bezeichnet Nanotechnologie die Forschung und Anwendung aller Techniken, bei denen die Strukturen und Teilchen in Dimensionen von einigen Nanometern von Bedeutung sind. Das können neben nanoskaligen Strukturen auch dünne Schichten, Partikel oder Fasern sein, deren Durchmesser wenige Nanometer betragen. Im Unterschied zur Nanotechnologie versteht der VDI unter Nanotechnik die technische Umsetzung von Nanotechnologien in industrielle Produkte.

 

Definition der Nanotechnologie: 

Der VDI orientiert sich gemeinsam mit der Initiative Nano-in-Germany an folgendem seit Jahren in Deutschland gängigem Definitionsansatz, den auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung anwendet. Gemäß dieser Definition befasst sich die Nanotechnologie mit der kontrollierten Herstellung, Analyse und Nutzung von Materialien und Komponenten mit funktionsrelevanten Strukturgrößen zwischen ca. 1 und 100 Nanometer in mindestens einer Raumdimension. Dabei resultieren aus der strukturellen Nanoskaligkeit neue Funktionalitäten und Eigenschaften, die zur Verbesserung bestehender oder zur Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen beitragen können.