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Fachbereich 7: Anwendungsfelder der Automation

Fachauschuss 7.22 - Arbeitswelt Industrie 4.0

Initiiert von Herrn Professor Wilhelm Bauer (Fraunhofer IAO) hat sich am 31. Oktober 2014 ein neuer Fachausschuss zum Thema "Arbeitswelt Industrie 4.0" konstituiert.

Zielsetzung

Die Zukunft von Industrie 4.0 hängt neben technologischen Innovationen entscheidend von der Entwicklung passender und neuartiger Geschäftsmodelle sowie einer konsistenten Schaffung von Arbeitsumfeldern und stimmigen Aus- und Weiterbildungskonzepten ab.


Wie bei einer Evolution in der Natur beeinflussen sich die Erkenntnisse und Fortschritte aller drei Felder – Technologie, Businessmodell und Arbeitsumfeld – gegenseitig. Wissenschaftler wie Entscheider in Unternehmen müssen sich ihres enormen Einflusses und ihrer Verantwortung für unsere Zukunft bewusst werden.

 

Die gegenseitige Beeinflussung neuer Technologien, Geschäftsmodelle und zukünftiger Arbeitsumfelder ist eine der großen Fragestellungen, die wir in Deutschland beantworten müssen. Welche Formen der Arbeit sind durch Industrie 4.0 in der Fertigungs- und der Prozessindustrie zu erwarten? Wie viel Unterstützung kann Automation durch neuartige Assistenzsystemen in der Produktion bieten, um Arbeit zu erleichtern, Personen mit eingeschränkten Handlungsfähigkeiten zu integrieren sowie Schulungen an neuen Systemen zu unterstützen? Welche Geschäftsmodelle können durch die erweiterte Integration von Service in Produkten entstehen und welches sind die Smart Services der Zukunft? Welche Entscheidungsunterstützung können die Automationskonzepte und -systeme den Verantwortlichen in Unternehmen bieten und wer wird in Zukunft zu den Entscheidern gehören? Ist eine Verlagerung von Entscheidungsprozessen in produktionsnahe Bereiche zu erwarten und wer wird davon profitieren?

 

Immer dann, wenn Systeme komplex sind und in kürzester Zeit hohe Multitasking-Fähigkeiten verlangen, um Unfälle zu vermeiden, Fehlfunktionen auszuschließen und menschliches Fehlverhalten zu korrigieren ist, können automatisierte Systeme unterstützend eingreifen. Wie viel Kontrolle soll an welcher Stelle an Systeme übergeben werden? Welchen Einfluss werden Assistenzsysteme im Alltag spielen und wer wird persönlich und wer wirtschaftlich davon profitieren?

 

Wir werden viele Fragen klären müssen, um in Deutschland nicht nur technologisch Spitzenreiter zu bleiben, sondern Industrie 4.0 in unsere Gesellschaft zu integrieren und einen möglichst großen menschlichen wie wirtschaftlichen Benefit zu erreichen. Alle Interessensgruppen müssen gemeinsam daran arbeiten, die Möglichkeiten von Industrie 4.0 mit Blick auf die Organisation der Arbeit für KMU und Global Player, für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer zu erfassen und zu nutzen.

  

Ergebnis der Arbeit

VDI-Statusreport „Arbeitswelt Industrie 4.0“

Leitung des Fachausschusses

 

Vorsitzender:

Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer, Stuttgart