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Fachbereich 7: Anwendungsfelder der Automation

Fachauschuss 7.23 - Geschäftsmodelle mit Industrie 4.0

Am 26. September 2014 hat sich, initiiert von Herrn Professor Frank T. Piller (TIM, RWTH Aachen), ein neuer Fachausschuss zum Thema „Geschäftsmodelle mit Industrie 4.0“ konstituiert, um die Geschäftsmodellentwicklung für Industrie 4.0 voranzutreiben. 

Zielsetzung

Die Zukunft von Industrie 4.0 hängt neben technologischen Innovationen entscheidend von der Entwicklung passender und neuartiger Geschäftsmodelle sowie einer konsistenten Schaffung von Arbeitsumfeldern und stimmigen Aus- und Weiterbildungskonzepten ab.


Wie bei einer Evolution in der Natur beeinflussen sich die Erkenntnisse und Fortschritte aller drei Felder – Technologie, Businessmodell und Arbeitsumfeld – gegenseitig. Wissenschaftler wie Entscheider in Unternehmen müssen sich ihres enormen Einflusses und ihrer Verantwortung für unsere Zukunft bewusst werden.

 

Die gegenseitige Beeinflussung neuer Technologien, Geschäftsmodelle und zukünftiger Arbeitsumfelder ist eine der großen Fragestellungen, die wir in Deutschland beantworten müssen. Welche Formen der Arbeit sind durch Industrie 4.0 in der Fertigungs- und der Prozessindustrie zu erwarten? Wie viel Unterstützung kann Automation durch neuartige Assistenzsystemen in der Produktion bieten, um Arbeit zu erleichtern, Personen mit eingeschränkten Handlungsfähigkeiten zu integrieren sowie Schulungen an neuen Systemen zu unterstützen? Welche Geschäftsmodelle können durch die erweiterte Integration von Service in Produkten entstehen und welches sind die Smart Services der Zukunft? Welche Entscheidungsunterstützung können die Automationskonzepte und -systeme den Verantwortlichen in Unternehmen bieten und wer wird in Zukunft zu den Entscheidern gehören? Ist eine Verlagerung von Entscheidungsprozessen in produktionsnahe Bereiche zu erwarten und wer wird davon profitieren?

 

Immer dann, wenn Systeme komplex sind und in kürzester Zeit hohe Multitasking-Fähigkeiten verlangen, um Unfälle zu vermeiden, Fehlfunktionen auszuschließen und menschliches Fehlverhalten zu korrigieren ist, können automatisierte Systeme unterstützend eingreifen. Wie viel Kontrolle soll an welcher Stelle an Systeme übergeben werden? Welchen Einfluss werden Assistenzsysteme im Alltag spielen und wer wird persönlich und wer wirtschaftlich davon profitieren?

 

Wir werden viele Fragen klären müssen, um in Deutschland nicht nur technologisch Spitzenreiter zu bleiben, sondern Industrie 4.0 in unsere Gesellschaft zu integrieren und einen möglichst großen menschlichen wie wirtschaftlichen Benefit zu erreichen. Es gilt herauszufinden, welche Geschäftsmodelle sich für Unternehmen in Deutschland ableiten lassen und wie eine optimale Geschäftsmodellentwicklung für den Deutschen Mittelstand aussehen kann, um die globale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen.   

7.23 A: Geld verdienen in der Industrie 4.0 – Value Proposition und Smart Services

Ziel ist, den konkret zu erwartenden Mehrwert von Industrie 4.0 und entsprechender Technologien und Angebote abzubilden. Zentrale Frage ist, durch welche Technologien, Anwendungen und Dienstleistungen tatsächlich signifikante Mehrwerte generiert werden können und welche Rolle dabei neue Wege der Leistungsverrechnung (etwa Pay per X/Pay by X wie die Zahlung mit Daten usw.) spielen werden.

 

Die Konstituierende Sitzung findet am 04. April 2017 in Düsseldorf statt.

 

Bei Interesse an der Mitarbeit melden Sie sich bitte unter diesem Link an.

7.23 B: Wege in die Industrie 4.0 (Best Practice)

Ziel ist, durch die Abbildung von Best Practice und Worst Practice Beispielen aus unterschiedlichen Industrien Erfolgsmuster und entsprechende Handlungsempfehlungen abzuleiten, die Unternehmen (insb. KMU) den Einstieg in die Industrie 4.0 erleichtern. Ergebnis soll ein konkreter Handlungsleitfaden sein, der hilft, Einstiegsfehler zu vermeiden und die Teilnahme von Unternehmen an Industrie 4.0 zu fördern.

 

Die Konstituierende Sitzung findet am 29. März 2017 in Aachen statt.


Bei Interesse an der Mitarbeit melden Sie sich bitte unter diesem Link an.

Ergebnis der Arbeit

Der Statusreport "Digitale Chancen und Bedrohungen - Geschäftsmodelle für Industrie 4.0"  (1 MB) steht kostenfrei zum Download bereit.

Leitung des Fachausschusses

 

Vorsitzender:

Prof. Dr. Frank T. Piller, Aachen