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VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik

Automation 2025

Bedeutung und Entwicklung der Automation bis zum Jahr 2025

(Bild: VDI)

Bereits zum dritten Mal haben wir uns in der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik Gedanken über die Zukunft unseres Fachgebiets in 10 Jahren gemacht. Unsere drei zentralen Thesen für das Jahr 2025 lauten:

  1.  Automation 2025 ist der Schlüssel zu individualisierten Produkten und flexiblen Wertschöpfungsnetzwerken; dies fördert Wohlstand und Nachhaltigkeit
  2. Automation 2025 befähigt und erleichtert: Technik mit dem Menschen für den Menschen
  3. Automation 2025 verbindet Menschen und integriert Technologien durch die Vernetzung verschiedener Disziplinen zum Nutzen von Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft

Damit verbunden ist ein Anspruch, den wir als Automatisierer nun auch ausfüllen und mit Inhalten zum Nutzen aller Beteiligten gestalten müssen. Es geht in den nächsten Jahren um nichts Geringeres, als unter der Vokabel „Industrie 4.0“ zunehmend flexiblere Wertschöpfungsnetzwerke und neuartige Geschäftsmodelle zu realisieren: zum Nutzen von Kunden, Anwendern und Anbietern industrieller Produktion. Getrieben wird dies derzeit durch Internet- und Netzwerktechnologien als technologische „Enabler“. Wird damit die Automation gar überflüssig? Nein, im Gegenteil: Der Automation kommt als Bindeglied zwischen den Elementen der realen Welt und ihren virtuellen Abbildern in Simulation, Planung, Prozessführung, Regelung, Überwachung und Steuerung DIE Schlüsselrolle bei der erfolgreichen Realisierung und Gestaltung der Zukunft zu.

 

Es liegt in unseren Händen, die Automation so einzusetzen, dass sie uns Menschen tatsächlich nutzt – nicht nur bei Arbeitsabläufen in der Fabrikhalle oder bei lästigen Aufgaben des Alltags, sondern z.B. auch bei der Findung von Entscheidungen. Von entscheidender Wichtigkeit ist die systematische Weiterentwicklung von Automation in Theorie, Lehre und Praxis, um Menschen mit technischen Assistenzsystemen unterstützen zu können. Zukünftige Automation muss sicherstellen, dass ihre Nutzung ein positives Erlebnis auf der Grundlage von Vertrauen, Erfahrung, Befähigung und Verständnis ist.

 

Automation ist der Schlüssel zur Beherrschung komplexer Systeme. Die dafür notwendigen Experten müssen neben einer soliden fachlichen Ausbildung in zunehmendem Maße soziale Fähigkeiten mitbringen oder erwerben, um interdisziplinäre und interkulturelle Projektarbeit erfolgreich meistern zu können. Dies kann ich aus eigener, persönlicher und manchmal zugegebenermaßen recht schmerzhafter Erfahrung immer wieder nur betonen. Ohne diese Eigenschaften werden wir unsere Ideen international nicht realisieren, geschweige denn durchsetzen können. Gleiches gilt für den Rechtsraum, den wir zukünftig brauchen: Nationale Gesetzgebungen greifen zu kurz, um einer globalisierten Wirtschaft gerecht zu werden. Hier ist die Politik gefordert, rechtliche Rahmenbedingungen zu entwickeln und international abzustimmen. Wir aber sind es, die die Anforderungen der Automation in diesem Zusammenhang formulieren müssen.

 

„Es gibt viel zu tun, …“, so hieß es in der 80er Jahren in der Fernsehwerbung für Mineralölprodukte. Dies gilt heute umso mehr für uns als Automatisierer.

 

Lesen Sie unsere Publikation „Automation 2025 – Thesen und Handlungsfelder“, die wir zum Kongress AUTOMATION am 10.06.2015 in Baden-Baden veröffentlicht haben und lassen Sie uns Ihre Meinung wissen, vor allem aber: Gestalten Sie mit!

Thesenpapier "Automation 2025"

Thesenpapier "Automation 2020"

Ihre Ansprechpartnerin im VDI:

Dr. Dagmar Dirzus

VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik

Telefon: +49 211 6214-145

Telefax: +49 211 6214-97227

E-Mail: gma@vdi.de