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VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL)

CES-Förderpreis des VDI

Die VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik verleiht jährlich den durch die Carl-Eduard-Schulte GmbH, Velbert gestifteten CES-Förderpreis des VDI an Absolventen/innen Technischer Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland für ausgezeichnete und wegweisende Diplom- und Masterarbeiten auf dem Gebiet der Produktionstechnik.

Ausschreibung CES-Förderpreis

 

Hier finden Sie die Ausschreibung und alle Informationen zur Bewerbung.

Die eingereichten und den Kriterien der Vergaberichtlinien genügenden Arbeiten werden von der Geschäftsstelle der VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL) und dem Beirat der Carl-Eduard-Schulte-Stiftung, der gleichzeitig als Jury fungiert und über die Vergabe der Stiftungspreise und deren Höhe entscheidet, übergeben. Die Zusammensetzung und Aufgabe des Stiftungsbeirates sowie die Festlegung der Beschlussfähigkeit entsprechen den Satzungen der CARL-EDUARD-SCHULTE-Stiftung.

 

Liste der Preisträger 1991 bis heute

CES-Preisverleihung 2018 (Bild: VDI e.V.)
2018 zwei Preisträger ausgewählt

2018 zwei Preisträger ausgewählt

Der VEREIN DEUTSCHER INGENIEURE e.V. verleiht durch die VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL) den CES-FÖRDERPREIS DES VDI an Absolventen/innen Technischer Hochschulen, Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland für ausgezeichnete und wegweisende Diplom- oder Masterarbeiten auf dem Gebiet der Produktionstechnik. 

 

In 2018 hat die Jury aus den eingereichten Arbeiten den Preis an zwei herausragende Absolventen der beiden Hochschulen Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg und der Ruhr-Universität Bochum überreicht. Die Preis besteht aus einer Urkunde und einem Scheck über je 1.500 Euro.   

 

 

(Bild: Sascha Dominik Gick (M.Sc.))
Sascha Dominik Gick (M.Sc.)

Sascha Dominik Gick (M.Sc.)

Die Masterarbeit von Sascha Dominik Gick behandelt das Thema "Optimierung der Fertigungsprozesse im Schaumbereich der Kabelsatzfertigung in Hinblick auf eine Trennmittelreduktion". Die manuelle Herstellung komplexer Schaumteilstrukturen ist sehr arbeitsintensiv. Die Komplexität der zu fertigenden Produkte, sowie der intensive Einsatz von physischen Arbeitsschritten bedingt, dass zur leichteren Entformbarkeit der Schaumteile Trennmittel eingesetzt werden müssen. Oftmals basieren diese Trennmittelsysteme zur Optimierung der Trennwirkung auf umwelt- und gesundheitsgefährdenden Lösemitteln mit Silikonverbindungen. Infolge des hohen Anteils an manuellen Tätigkeiten besteht ein direkter Kontakt zwischen dem Operator und dem Gefahrenstoff.

 

Um diesem Gefährdungspotential entgegenzuwirken und gleichzeitig eine Steigerung der Prozessproduktivität zu erreichen, wurden im Rahmen dieser Arbeit drei verschiedenen Möglichkeiten untersucht. Neben einer Automatisierung des Beschichtungsprozesses mit kooperativ-arbeitenden Robotiksystemen wurde auch ein Light-Guide-System getestet, welches den Bediener beim Trennmittelauftrag unterstützen soll, um den Trennmittelverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren. Eine vollkommen neue Art der Schaumteilproduktion soll das Fertigungskonzept der PP-Inlays darstellen. Durch Kombination von Polypropylen-Kunststofffolien mit einem speziellen CFK-Heizungssystem soll ein völlig neuer Pfad komplexer PU-Schaumteile beschritten werden.

 

Betreuer der Abschlussarbeit war Prof. Dr.-Ing. Jörg Franke vom Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg. 

 

 

(Bild: Michael Krampe (M.Sc.))
Michael Krampe (M.Sc.)

Michael Krampe (M.Sc.) 

Gegenstand der Masterarbeit von Michael Krampe (M.Sc.) mit dem Thema "Recherche und Konzeption zum Montagearbeitsplatz der Zukunft" ist die Integration eines Assistenzroboters in einen Montagearbeitsplatz. Das Ziel der Arbeit ist es, den Werker mittels einer Teilebereitstellung durch den Roboter von den Logistiksystemen zu trennen und ihn dadurch zu entlasten. Der Roboter soll die erforderlichen Bauteile greifen und zum Werker transportieren, wodurch sich dieser in einer ergonomischeren Umgebung auf die wertschöpfende Montage konzentrieren kann. Der Roboter übernimmt somit keine Aufgaben, bei denen Flexibilität aufgrund unterschiedlicher Produktvarianten benötigt wird.

 

Eine besondere Herausforderung stellt die enge Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter dar, welche sich besonders bei der Teileübergabe zeigt. Trotz vieler Entwicklungen im Bereich der Mensch-Roboter-Kollaboration sind in der Industrie beide Partner aus Sicherheitsgründen meist physisch voneinander getrennt. Im Rahmen dieser Arbeit wird zunächst eine Recherche zum Stand der Technik sowohl auf der Anbieter- als auch der Kundenseite durchgeführt. Zusammen mit aktuellen Normen aus dem Bereich der Robotik wird im Anschluss eine Anforderungsliste für eine folgende Konzeption erstellt. Innerhalb der Konzeption werden verschiedene Montagearbeitsplatzlösungen erarbeitet, vorgestellt und diskutiert

 

Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr.-Ing. Bernd Kuhlenkötter, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Maschinenbau, Institute Product and Service Engineering, Lehrstuhl für Produktionssysteme.

 

 

Die Ausschreibungsphase für den CES-Förderpreis-Preis 2018 beginnt im Herbst 2018.