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VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL)
Fachbereich 1 "Produktionstechnik und Fertigungsverfahren"

Treffpunkt der Additive Manufacturing Experten (Bild: VDI)
Einleitung

Aus den Arbeitsgruppen zu verschiedenen Aspekten der additiven Fertigungsverfahren haben sich eigenständige Gremien entwickelt, die seit 2016 den Status regulärer Fachausschüsse im GPL-Fachbereich Produktionstechnik und Fertigungsverfahren haben. Derzeit engagieren sich 140 ehrenamtliche Mitglieder, die teilweise parallel in mehreren Fachausschüssen für Additive Manufacturing (AM) aktiv sind. Mit Experten der Hersteller additiver Fertigungsanlagen, industriellen Anwendern dieser Technik sowie Vertretern von Dienstleistern, Universitäten und Forschungseinrichtungen werden die additiven Fertigungsverfahren aus allen Blickwinkeln beleuchtet. Der Stand der Technik wird umfassend und unabhängig erfasst. Damit sind die VDI-Fachausschüsse der zentrale Treffpunkt der Experten für die additiven Fertigungsverfahren in Deutschland.

 
Zur besseren Übersicht über die vielfältigen Themen und Zielsetzungen aller Fachausschüsse, die sich im VDI mit den additiven Fertigungsverfahren beschäftigen, stellen wir alle AM Fachausschüsse hier zusammen vor.

FA105 - Fachausschuss Additive Manufacturing - Gesamtausschuss

Fachliche Schwerpunkte


Der Fachausschuss 105 Additive Manufacturing – Gesamtausschuss begann seine Arbeit noch unter dem Namen „Rapid Prototyping“ im Jahr 2003. Damit war er das erste Gremium weltweit, das sich mit den schichtweisen Aufbauverfahren beschäftigte. Mit der Richtlinie VDI 3404 (heute VDI 3405) folgte 2009 der erste technische Standard für diese noch junge Technologie. Mit der Konstituierung neuer Fachausschüsse, die Richtlinien zu Teilaspekten der additiven Fertigungsverfahren erarbeiten und in der Richtlinienreihe VDI 3405 veröffentlichen, sind die additiven Fertigungsverfahren in ihrer Vielfalt heute der Arbeitsschwerpunkt des FA 105.

 

Ziele

  • Betreuung und Aktualisierung des Hauptblatts der Richtlinienreihe VDI 3405 „Additive Fertigungsverfahren – Grundlagen, Begriffe, Verfahrensbeschreibungen
  • Beobachtung neuer Entwicklungen und Verfahren mit industrieller Relevanz innerhalb der additiven Fertigungsverfahren und Initiierung entsprechender Richtlinienaktivitäten
  • Darstellung der additiven Fertigungsverfahren in der (Fach-)Öffentlichkeit
  • Sicherung des Informationsaustauschs zwischen den einzelnen FA 105.X-Fachausschüsse und Koordinierung der jeweiligen Aktivitäten
  • Zusammenarbeit mit externen Verbänden und Organisationen wie dem DVS
  • Internationalisierung der erarbeiteten Richtlinien in Zusammenarbeit mit DIN
Gemeinschaftssitzung aller Additive-Manufacturing-Gremien im VDI (Bild: VDI)
Leitung des FA 105 Additive Manufacturing - Gesamtausschuss

 

Leitung des FA 105 Additive Manufacturing - Gesamtausschuss

 

Vorsitzender:

Prof. Dr.-Ing. habil. Gerd Witt

Lehrstuhl für Fertigungstechnik Universität Duisburg-Essen, Duisburg  

 

Stellvertreter:

Dr. Olaf Rehme

Siemens AG, Berlin


FA105.1 Additive Manufacturing - Kunststoffe

 

Fachliche Schwerpunkte

 

 

Der FA 105.1 „Additive Manufacturing – Kunststoffe“ beschäftigt sich mit Kunststoff verarbeitenden additiven Fertigungsverfahren, die jenseits des Prototypen- und Modellbaus relevant für die industrielle Produktion sind.

 

 

Ziele

  • Betreuung und Aktualisierung der Richtlinie VDI 3405 Blatt 1 Additive Fertigungsverfahren, Rapid Manufacturing - Laser-Sintern von Kunststoffbauteilen – Güteüberwachung
  • Fertigstellung der zweisprachigen Richtlinie VDI 3405 Blatt 1.1 Additive Fertigungsverfahren; Laser-Sintern von Kunststoffbauteilen; Materialqualifizierung auf Basis des veröffentlichten Richtlinienentwurfs
  • Veröffentlichung einer Richtlinie mit verfahrensübergreifend anwendbaren Güteklassen für additiv hergestellte Kunststoffbauteile (VDI 3405 Blatt 7)
  • Fertigstellung von VDI 3405 Blatt 4.1 zur Werkstoffextrusion (FLM/FDM)
  • Erstellung eines Work-Item-Proposals für ISO auf Basis von VDI 3405 Blatt 1, VDI 3405 Blatt 1.1 und VDI 3405 Blatt 7 zur Einreichung bei DIN


Leitung des Fachausschusses FA 105.1 Additive Manufacturing - Kunststoffe

 

Vorsitzender: 
Dr.-Ing. Andreas Wegner
AM Polymer Research UG, Duisburg
 
Stellvertreter:
Dipl.-Phys. Peter Keller
EOS GmbH, Krailing
 
M.Sc. Matthias Fischer
BASF 3D Printing Solutions GmbH, Heidelberg  


FA105.2 Additive Manufacturing - Metalle


Fachliche Schwerpunkte

 

Das Gremium beschäftigt sich mit dem Laser-Strahlschmelzen von Metallen. Dabei werden sowohl der Fertigungsprozess mit den erforderlichen Nachbearbeitungsschritten, die mechanischen Kenndaten der so hergestellten Bauteile und die Möglichkeit zur Charakterisierung geeigneter Pulver bearbeitet.

 

Ziele

  • Betreuung und Aktualisierung der Richtlinie VDI 3405 Blatt 2 Additive Fertigungsverfahren - Strahlschmelzen metallischer Bauteile - Qualifizierung, Qualitätssicherung und Nachbearbeitung 
  • Betreuung und Aktualisierung der Richtlinien VDI 3405 Blatt 2.1 und VDI 3405 Blatt 2.2 mit Materialkenndaten von AlSi10Mg bzw. der Nickellegierung Werkstoffnummer 2.4668
  • Fertigstellung von VDI 3405 Blatt 2.4 mit Materialkenndaten von Ti-6Al-4V
  • Veröffentlichung von VDI 3405 Blatt 2.3 zur Pulvercharakterisierung als zweisprachige Richtlinie

 

Leitung des Fachausschusses FA 105.2 Additive Manufacturing - Metalle

 

Vorsitzender:

Prof. Dr.-Ing. Jan T. Sehrt
Ruhr-Universität Bochum
 
Stellvertreter:
Dr.-Ing. Steffen Beyer
Ariane Group, Taufkirchen

 

 


FA105.3 Additive Manufacturing - Konstruktionsempfehlungen

 

Fachliche Schwerpunkte

 

Das Gremium beschäftigt sich mit Konstruktionsempfehlungen für industriell relevante additive Fertigungsverfahren.  Dabei werden Empfehlungen für die Auslegung von Bauteilen gegeben und Bauteilgeometrien beschrieben, die additiv besonders vorteilhaft realisiert werden können.

 

Ziele

  • Betreuung und Aktualisierung der Richtlinie VDI 3405 Blatt 3 Additive Fertigungsverfahren - Konstruktionsempfehlungen für die Bauteilfertigung mit Laser-Sintern und Laser-Strahlschmelzen
  • Veröffentlichung von VDI 3405 Blatt 3.5 mit Konstruktionsempfehlungen für das Elektronen-Strahlschmelzen (EBM) als zweisprachige Richtlinie
  • Fertigstellung von VDI 3405 Blatt 3.2 zur Spezifikation von Prüfkörpern zur quantitativen Bewertung der Fertigbarkeit typischer Geometrien
  • Fertigstellung von VDI 3405 Blatt 3.4 mit Gestaltungsempfehlungen für die Schmelzextrusionsverfahren (FDM/FLM)
  • Erarbeitung von Konstruktionsempfehlungen, die unabhängig von konkreten Fertigungsverfahren generell für additive Verfahren gelten (VDI 3405 Blatt 3.1)
  • Erarbeitung von Konstruktionsempfehlungen für Keramikbauteile in einem eigenständigen Richtlinienausschuss für 3405 Blatt 3.6
  • Konstituierung eines Richtlinienausschusses zur Erarbeitung von Gestaltungsempfehlungen für die Stereolithografieverfahren (VDI 3405 Blatt 3.3)

  

Leitung des Fachausschusses FA 105.3 Additive Manufacturing - Konstruktionsempfehlungen

 

Vorsitzender:
Dr.-Ing. Olaf Rehme
Siemens AG, Berlin 
 


FA105.4 Additive Manufacturing – Öffentlichkeitsarbeit

 

Die im FA 105.4 erarbeiteten Publikationen stehen auf www.vdi.de/HandlungsfelderAM zum kostenfreien Download bereit. Die „Handlungsfelder Additive Fertigungsverfahren“ von April 2016 zeigen anhand vieler Beispiele aus den wichtigsten Anwendungsfeldern, wofür die additiven Fertigungsverfahren erfolgreich eingesetzt werden können. Daraus wird eine Hilfestellung für die zentrale Frage vieler Noch-Nicht-Nutzer „Wofür kann ich die additiven Fertigungsverfahren in meinem Betrieb nutzen?“ abgeleitet. Dann werden Handlungsfelder dargelegt. Dabei spielen nicht nur technologische Weiterentwicklungen eine wichtige Rolle, sondern auch begleitende Themen wie Aus- und Fortbildung. Ein Überblick über verschiedene Verbandsaktivitäten rundet das fast 60 Seiten umfassende Werk ab.

 

Aktuell ruht die Arbeit dieses Gremiums.

 


FA105.5 Additive Manufacturing – Rechtliche Aspekte der additiven Fertigungsverfahren

 

Fachliche Schwerpunkte

 

2014 wurde mit dem VDI-Statusreport Additive Fertigungsverfahren (auch auf www.vdi.de/HandlungsfelderAM) eine Diskussion darüber begonnen, welche rechtlichen Fragen sich durch die weitgehende digitale Prozesskette und die zunehmende Einzelstückfertigung, die durch die additiven Fertigungsverfahren an Bedeutung gewinnt, ergeben. Auf Fachtagungen wurde die Diskussion fortgesetzt und der Handlungsbedarf immer deutlicher präzisiert (Thesen und Handlungsfelder: Rechtliche Aspekte der additiven Fertigungsverfahren auf www.vdi.de/HandlungsfelderAM).

 

Im 2016 konstituierten FA 105.5 wird in einem interdisziplinär mit Juristen und Technikern besetzten Gremium erarbeitet, wie sich Rechtsunsicherheiten durch präzise technische Vereinbarungen vermeiden lassen.

 

Ziele

  • Förderung des gegenseitigen Konzept- und Methodenverständnisses bei Juristen und Technikern
  • Identifikation von juristisch relevanten technischen Fragen
  • Beschreibung von technischen Konzepten und Vereinbarungen, mit denen sich Rechtsunsicherheiten vermeiden lassen
  • Beschreibung von physischen Verfahren zur Sicherung des geistigen Eigentums

 

Leitung des Fachausschusses FA 105.5 Additive Manufacturing – Rechtliche Aspekte der additiven Fertigungsverfahren

 

Vorsitzender:
Dipl.-Ing. Stefan Kleszczynski
Universität Duisburg-Essen, Duisburg

 

Stellvertreter:
RA. Marco Müller-ter Jung, LL.M.
DWF Germany Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Köln


FA105.6 Additive Manufacturing – Sicherheit beim Betrieb additiver Fertigungsanlagen

 

Fachliche Schwerpunkte

 

Beim Betrieb additiver Fertigungsanlagen gibt es derzeit kein einheitliches Vorgehen, um den sicheren Betrieb der Anlagen zu gewährleisten. Die Relevanz und Anwendbarkeit bestehender Vorschriften benachbarter Technologiefelder wie dem Schweißen, der Pulvermetallurgie und der Nanopartikel wird im Einzelfall bewertet. Es sollen relevante technische Regeln, Vorschriften und Gesetze zusammengestellt und Empfehlungen erarbeitet werden, wie diese bei den unterschiedlichen Schritten der additiven Fertigungsprozesse praktisch umgesetzt werden können. Das Gremium wird sich zunächst auf die pulverbettbasierten Fertigungsverfahren (Laser-Strahlschmelzen, Laser-Sintern, 3-D-Druck und EBM) konzentrieren.
 
Ziele 

  • Veröffentlichung von VDI 3405 Blatt 6.1 „VDI 3405 Blatt 6.1 Additive Fertigungsverfahren; Anwendersicherheit beim Betrieb der Fertigungsanlagen; Laser-Strahlschmelzen von Metallpulvern“ als Richtlinien-Entwurf
  • Erarbeitung von VDI 3405 Blatt 6.2 mit Hinweisen zur Anwendersicherheit beim Laser-Sintern von Kunststoffen in Analogie zur Struktur von VDI 3405 Blatt 6.1

 
Leitung des Fachausschusses FA 105.6 Additive Manufacturing – Sicherheit beim Betrieb additiver Fertigungsverfahren
 
Vorsitzender:
Dr.-Ing. Christian Seidel
Fraunhofer-Einrichtung für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV, Augsburg
 
Stellvertreter:
M.Sc. Stephan Janson
GE Additive Manufacturing

 

 


Richtlinienreihe VDI 3405 Additive Fertigungsverfahren