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VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences

20.06.2018
Rund die Hälfte aller Wildbienenarten auf roter Liste
 

Bundesumweltministerin Schulze übernimmt Wildbienenpatenschaft

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat Wildbienenpatenschaft übernommen (Bild: BMU / Felix Zahn )

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat Wildbienenpatenschaft übernommen (Bild: BMU / Felix Zahn )

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat am 02.05.2018 eine Wildbienenpatenschaft übernommen. Wie das Bundesumweltministerium in einer Pressemeldung bekannt gab, nahm die Ministerin ihre Urkunde im Wildbienenschaugarten in Berlin-Treptow von der Stiftung für Mensch und Umwelt in Empfang. Rund die Hälfte aller Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste. Ein gezielter Schutz von Wildbienen, ihrer Nahrungsgrundlagen und Lebensräume ist daher dringend nötig.

 

Schulze: "Wir erleben ein dramatisches Insektensterben, das die Natur insgesamt aus dem Gleichgewicht bringt. Es geht nicht nur um die Honigbiene, gefährdet sind vor allem Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Wir brauchen dringend schnell wirkende Maßnahmen, um das Insektensterben zu stoppen. Wir wollen darum schon bald Eckpunkte für ein Aktionsprogramm Insektenschutz im Kabinett beschließen. Ich hoffe auf viele Mitstreiter – in der Politik, aber auch in den Gärten und auf den Balkonen."

        
Wildbienen, zu denen auch die Hummeln gehören, sind besonders stark von der Zerstörung und Beeinträchtigung ihrer Lebensräume und Nahrungsgrundlagen betroffen. Ein Blick auf die Rote Liste zeigt: 53 Prozent der Wildbienenarten sind dort gelistet. Ein gezielter Schutz von Wildbienen, ihrer Nahrungsgrundlagen und vielfältigen Lebensräume ist daher dringend nötig. Mit einem größeren Blütenangebot allein, wie das für Honigbienen grundsätzlich nützlich sein kann, ist ein effektiver Wildbienenschutz kaum zu erreichen. Wildbienen haben zum Teil sehr spezifische Bedürfnisse an Nahrung und Lebensräume. Die Stiftung für Mensch und Umwelt ist Trägerin verschiedener lokaler und bundesweiter Projekte. Unter anderem unterstützen das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt das Projekt 'Treffpunkt Vielfalt'. Bei dem Naturschutzgroßprojekt werden die Grün- und Freiflächen in Wohnungsunternehmen von Siedlungen in vier Bundesländern einbezogen, die Flächen ökologisch gestaltet und damit die Artenvielfalt vor der Haustür gefördert. Es entstehen Orte der Naturerfahrung und Erholung für eine lebenswerte Wohnumgebung von Mensch und Insekt.

 

Quelle: BMU

    

BienABest

Wie die Stiftung für Mensch und Umwelt führt auch der VDI ein im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geördertes Projekt durch: BienABest

 

Die VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences (VDI-TLS) und ihr Fachbereich Biodiversität, GVO-Monitoring und Risikomanagement koordinieren im Bundesprogramm Biologische Vielfalt das wichtige Naturschutzprojekt BienABest. Das Verbundprojekt wird sechs Jahre lang im Bundesprogramm gefördert. Weitere Informationen: www.bienabest.de

 

Mit dem Verbundprojekt BienABest soll die Ökosystemleistung "Bestäubung durch Wildbienen" bundesweit gesichert und wieder gesteigert werden. Dazu werden Verfahren entwickelt und standardisiert, die im Anschluss an das Projekt auch als Basis für ein systematisches Monitoring genutzt werden können.


Verbundpartner ist die Universität Ulm. Das Verbundprojekt BienABest wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert. Weiterhin wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, BASF SE und dem Bee Care Center der Bayer AG finanziell unterstützt. 
   
Ihre Ansprechpartnerin im VDI:
Dr. Ljuba Woppowa
VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences (VDI-TLS)
Telefon: +49 211 6214-314
Telefax: +49 211 6214-97314
E-Mail: tls@vdi.de

 

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