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VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences

03.09.2015
Die neue VDI 4330 Blatt 11 zeigt, wie es geht
 

Proteine gentechnisch veränderter Pflanzen aufspüren - aber wie?

VDI 4330 Blatt 11: Nachweis von Bt-Proteinen aus gentechnisch veränderten Pflanzen. (Bild: Thomas Ernsting / LAIF)

VDI 4330 Blatt 11: Nachweis von Bt-Proteinen aus gentechnisch veränderten Pflanzen. (Bild: Thomas Ernsting / LAIF)

Gentechnisch veränderte Pflanzen können Bt-Proteine produzieren und dadurch einen Schutz vor Fraßschädlingen entwickeln. Mit dem neu überarbeiteten aktuelle Weißdruck der Richtlinie VDI 4330 Blatt 11 ist ein standardisierter Nachweis von Bt-Proteinen aus Boden- und Planzenproben möglich. Die Richtlinie kann im Monitoring des Anbaus gentechnisch veränderter Organismen (GVO) eingesetzt werden, das von der Europäischen Union verbindlich vorgeschriebenen ist.

 

Mit der europäischen Richtlinie über die absichtliche Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in die Umwelt (2001/18/EG) und der Entscheidung des Rates vom 03. Oktober 2002 über Leitlinien zur Ergänzung des Anhangs VII dieser Richtlinie wird ein Monitoring zur Überwachung von Anbau und Verbreitung von GVO zwingend vorgeschrieben. Eine Vergleichbarkeit der Erhebungen kann jedoch nur dann gewährleistet werden, wenn hierbei validierte und standardisierte Prüfverfahren Einsatz finden. Im Rahmen der Richtlinienserie VDI 4330 ff. werden daher methodenspezifische Richtlinienblätter für einen Einsatz im GVO-Monitoring veröffentlicht.

    

Der im September 2015 neu erschienene Weißdruck der Richtlinie VDI 4330 Blatt 11 "Monitoring der Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) - Immunchemischer Nachweis von insektiziden Bt-Proteinen gentechnisch veränderter Kulturpflanzen aus Bodenproben und Pflanzenmaterial aus Ernterückständen" wurde aktualisiert und entspricht dem neuesten Stand der Technik. Die Spezifität der Verfahren für die Bt-Proteine richtet sich nach der Spezifität der verwendeten immunchemischen Agenzien (Antikörper). Immunreaktive Abbauprodukte werden unter Umständen miterfasst, was eine direkte Feststellung der biologischen, z. B. insektiziden Aktivität solcher Proteine nicht erlaubt. Abhängig von der Spezifität des jeweiligen immunchemischen Nachweises können a priori Kreuzreaktionen mit natürlichen Bt-Proteinen, wie sie von in Böden vorkommenden Bacillus-thuringiensis-Stämmen gebildet werden könnten, nicht ausgeschlossen werden.

   

Herausgeber der Richtlinie VDI 4330 Blatt 11 ist der Fachbereich "Biodiversität, GVO-Monitoring und Risikomanagement" der VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences (VDI-TLS). Die Richtlinie kann als Weißdruck in deutsch/englischer Fassung beim Beuth Verlag (E-Mail: info@beuth.de, Telefon: +49 30 2601-2260) bestellt werden. Weitere Informationen finden Sie unter auf unserer VDI-Richtlinienseite und beim  Beuth-Verlag in Berlin.

  

Ihr Ansprechpartner im VDI:
Dr. Martin Follmann

Fachbereich Biodiversität, GVO-Monitoring

und Risikomanagement
Telefon: +49 211 62 14-320

Telefax: +49 211 62 14-177

E-Mail: biodiversitaet@vdi.de

 

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