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VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences

05.01.2018
VDI 4333 Blatt 1 Juli 2014 erschienen
 

Standardisierte Erfassung von Amphibien

Neue VDI-Richtlinie zur standardisierten Erfassung von Amphibien erscheint im Juli 2014 (Bild: Grasfrösche, Foto: © Andreas Meyer)

Neue VDI-Richtlinie zur standardisierten Erfassung von Amphibien erscheint im Juli 2014 (Bild: Grasfrösche, Foto: © Andreas Meyer)

Die europäische Richtlinie über die absichtliche Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in die Umwelt (2001/18/EG) fordert das Monitoring möglicher Umweltwirkungen. Der VDI ist im staatsentlastenden Auftrag damit befasst, für das Monitoring geeignete Verfahren zu entwickeln und in einer eigenen Richtlinienreihe zu beschreiben. Aus dieser Reihe erscheint im Juli der Weißdruck zur VDI 4333 – Standardisierte Erfassung von Amphibien. Für den Weißdruck wurden die im Entwurf vorgeschlagenen Methoden in einem Freilandversuch getestet und optimiert.

 

Das Monitoring von Amphibien zielt darauf ab, potenziell negative Einflüsse von GVO bzw. dem GVO-Anbausystem auf die Umwelt nachzuweisen. Die neue Richtlinie VDI 4333 "Monitoring der Wirkungen des Anbaus von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) - Standardisierte Erfassung von Amphibien" beschreibt das zu untersuchende Artenspektrum sowie die im Gelände artspezifisch anzuwendenden Erfassungsmethoden und die erforderlichen Erfassungszeiträume und -zeitpunkte. Für den Weißdruck wurden die im Entwurf vorgeschlagenen Methoden in einem Freilandversuch getestet und optimiert.

 
Die Richtlinie VDI 4333 gilt für das Monitoring der Umweltwirkungen von genveränderten Organismen (GVO) entsprechend den Maßgaben der EU-Richtlinie 2001/18/EG und der Ratsentscheidung 2002/811/EG.


Die neue Richtlinie legt die Auswahlkriterien der im Mittelpunkt des Amphibien-Monitorings stehenden Laichgewässer fest. Die Standardisierung der Erfassungsmethoden gewährleistet Reproduzierbarkeit und Vergleichbarkeit der aufgenommenen Daten. Es werden Vorgaben zum Untersuchungsdesign und -umfang sowie zur Auswertung gemacht. Die Richtlinie beschreibt im Einzelnen Methoden, über die potenziellen Auswirkungen des Anbaus von genveränderten Pflanzen (GVP) auf Individuen und Populationen festgestellt werden können. Die Anwendung der Richtlinie soll sicherstellen, dass über eine repräsentative Beprobung regionale und überregionale Effekte erfasst werden. Durch die vorgegebene Methodik ist gewährleistet, dass die Ergebnisse dieser Studien später im Sinne einer Meta-Analyse zusammengefasst und für weitergehende Analysen zu GVO-Effekten verwendet werden können.

 
Die Richtlinie VDI 4333 umfasst 56 Seiten und ist als Weißdruck beim Beuth-Verlag in Berlin (Telefon +49 30 2601-2260) zu einem Preis von 123,30 EUR in deutscher und englischer Fassung zu beziehen. Herausgeber der Richtlinie VDI 4333 ist die VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences. Weitere Informationen finden Sie auf der Richtlinienseite und beim Beuth-Verlag Berlin.

  

Ihr Ansprechpartner im VDI-Fachbereich

Biodiversität, GVO-Monitoring und Risikomanagement:

Dr. Martin Follmann

Telefon: +49 211 6214-266

Telefax: +49 211 6214-97266

E-Mail: biodiversitaet@vdi.de

 

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