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VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences

05.01.2018
Richtlinie VDI 4332 Blatt 1
 

Standardisierte Erfassung von Wildbienen

Richtlinie VDI 4332 Blatt 1 zum Monitoring von Wildbienen, hier: Gewöhnliche Blauschillersandbiene (Bild: © H. R. Schwenninger)

Richtlinie VDI 4332 Blatt 1 zum Monitoring von Wildbienen, hier: Gewöhnliche Blauschillersandbiene (Bild: © H. R. Schwenninger)

Das beschriebene Monitoring von Wildbienen zielt darauf ab, mögliche Einflüsse von GVO bzw. dem GVO-Anbausystem auf die Umwelt zu detektieren. Die Richtlinie beschreibt die im Gelände anzuwendenden Erfassungsmethoden und die erforderlichen Erfassungszeiträume und -zeitpunkte. Die VDI-Richtlinie ist als Weißdruck (endgültige Fassung) im März 2016 erschienen.

 

Die VDI-Richtlinie VDI 4332 Blatt 1 "Monitoring der Wirkungen des Anbaus gentechnisch veränderter Organismen (GVO) - Standardisierte Erfassung von Wildbienen" soll beim Monitoring der Umweltwirkungen von gentechnisch veränderten Organismen entsprechend den Maßgaben der EU-Richtlinie 2001/18/EG und die Vorgaben der Ratsentscheidung 2002/811/EG erfüllend zur Erfassung der Wildbienenfauna eingesetzt werden. Hauptziel ist die Beobachtung möglicher Veränderungen von Wildbienengesellschaften über einen längeren Zeitraum. Die Richtlinie legt methodische Standards bezüglich der Erhebung fest.

 

Wildbienen gelten als "keystone species", da sie wichtige Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen sind und damit einen wesentlichen Einfluss auf natürliche und anthropogen geprägte Ökosysteme haben.

 

Die Richtlinie behandelt Wildbienen in ihrer Gesamtheit. Sie beschreibt die erforderlichen Erfassungszeiträume und die im Gelände anzuwendenden Erfassungsmethoden und berücksichtigt dabei die speziellen Anforderungen an die unterschiedliche Erfassung der Bienen-Imagines. Es werden Empfehlungen zu Flächenauswahl und -design sowie zur Ermittlung der statistischen Power (Teststärke) gegeben. Die Anwendung der Richtlinie soll sicherstellen, dass über eine repräsentative Untersuchung regionale und überregionale Effekte in verschiedenen relevanten Lebensräumen erfasst werden.

 

Wildbienen sind aufgrund ihrer Lebensraumansprüche und des guten Kenntnisstands ihrer Biologie hervorragend für Studien zum Biodiversitäts-Monitoring in Offenlandökosystemen geeignet.

        

Herausgeber der Richtlinie VDI 4332 Blatt 1 "Monitoring der Wirkungen des Anbaus gentechnisch veränderter Organismen (GVO) - Standardisierte Erfassung von Wildbienen"die VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences (VDI-TLS). Die Richtlinie ist im März 2016 als Weißdruck erschienen und ersetzt den Entwurf von Februar 2015. Sie kann zum Preis von EUR 102,70 beim Beuth Verlag in Berlin unter +49 30 2601-2260 bestellt werden. Onlinebestellungen sind unter www.beuth.de möglich.

     

Ihr Ansprechpartner im VDI:
Dr. Uwe Delfs

VDI-Fachbereich Biodiversität,

GVO-Monitoring und Risikomanagement

Telefon: +49 211 6214-266

Telefax: +49 211 6214-97521

E-Mail: biodiversitaet@vdi.de

 

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