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VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences

VDI-Fachbereich Biodiversität, GVO-Monitoring und Risikomanagement

Richtlinienreihe VDI 4330 Beobachtungen ökologischer Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen

VDI 4330 Blatt 1 "Beobachtungen ökologischer Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen - Gentechnisch veränderte Pflanzen - Grundlagen und Strategien"


Die Richtlinie VDI 4330 Blatt 1 gilt für die Beobachtung ökologischer Wirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) und befasst sich nicht mit möglichen Wirkungen von GVP auf die menschliche Gesundheit. Sie gibt Kriterien für Planung und Durchführung der Beobachtung von ökologischen Wirkungen an die Hand und bildet den Rahmen für technische Anleitungen. Die Richtlinie beschreibt aus fachlicher Sicht Schutzgüter, Schutzziele und Prüfpunkte, die bei einer Beobachtung möglicher ökologischer Wirkungen von GVP zu berücksichtigen sind. Außerdem werden Kriterien für die Auswahl von Methoden und Beobachtungsflächen formuliert und Anforderungen an die Qualitätssicherung und Datenhaltung gestellt.

 

 

VDI 4330 Blatt 3 "Monitoring der Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) - Pollenmonitoring - Technische Pollensammlung mit Pollenmassenfilter (PMF) und Sigma-2-Sammler"


Diese Richtlinie beschreibt ein Verfahren, mit dem Pollen mit dem Depositionssammler Sigma-2 zusammen mit dem PMF gesammelt werden können. An den Proben soll der Polleneintrag nach Art und Anzahl sowie der Anteil an transgenen Pollen bestimmt werden. Der Sigma-2-Sammler dient hierbei der standardisierten Probenahme zur direkten mikroskopischen Pollenanalyse. Mit dem PMF erhält man ausreichende Pollenmengen für eine molekularbiologische Diagnostik. Notwendige Grundlagen zum Verständnis dieser Richtlinie sind in VDI 4330 Blatt 1 und Blatt 2 dargelegt. Die Sammlung von Pollen mit technischen Sammlern für das GVO-Monitoring ist in unmittelbarem Zusammenhang mit der biologischen Honigsammlung durch die Honigbiene zu sehen (VDI 4330 Blatt 4). Der Einsatz der technischen Passivsammler und der biologischen, aktiven Sammlerin Honigbiene ergänzen sich in vielfältiger und positiver Weise für das Pollenmonitoring von GVO. Während die technischen Sammler Ergebnisse zum Polleneintrag am Standort liefern, zeigen die Bienen eine raumübergreifende Sammelaktivität, die einen Querschnitt über die im Raum etablierten, blühenden Pflanzen ergibt. Mit beiden Sammelverfahren wird ein breites Pollenartenspektrum erfasst, wobei sich die Verfahren über die Vegetationszeit ergänzen. Für Rückschlüsse auf eine Herkunft von GVO sind gegebenenfalls weitere, hier nicht behandelte Verfahren und Informationen erforderlich.

 

Die Technische Spezifikation CEN/TS 16817-1 (DIN SPEC 33971) beschreibt ein Verfahren zur Verwendung der Passivsammler Sigma-2 und PMF zur Sammlung von luftgetragenen Pollen auf Basis der Richtlinie VDI 4330 Blatt 3 "Monitoring der Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) - Pollenmonitoring - Technische Pollensammlung mit Pollenmassenfilter (PMF) und Sigma-2-Sammler".

  


VDI 4330 Blatt 4 "Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) - Pollenmonitoring - Biologische Pollensammlung mit Bienenvölkern" 


Diese Richtlinie beschreibt ein Verfahren, mit dem Pollen, insbesondere auch Pollen von gentechnisch veränderten Organismen, mittels Bienenvölkern gesammelt werden können. Die aktiven Sammelbienen sammeln den Pollen, tragen ihn in das Bienenvolk und speichern ihn dort in Pollenzellen (Bienenbrot). Weiterhin tragen Sammelbienen Nektar und Honigtau ein. Letztgenannte Sammelgüter enthalten Pollen, der aus den Antheren der Blüte in den Nektartropfen gefallen ist oder Pollen, der durch den Wind verbreitet im Nektar anderer Blüten bzw. auf klebrigem Honigtau an Pflanzen haften bleibt. Im Bienenvolk werden Nektar und Honigtau durch die Bienen zu Honig konvertiert und gelagert. Honig und Bienenbrot können als Proben für die anschließenden Pollenanalysen genutzt werden, da es möglich ist, ausreichende Pollenmengen für eine molekularbiologische Diagnostik anzureichern. Notwendige Grundlagen zum Verständnis dieser Richtlinie sind in den Richtlinien VDI 4330 Blatt 1 und VDI 4330 Blatt 2 dargelegt. Die Sammlung von Pollen in Honig und Bienenbrot ist in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der technischen Sammlung für das GVO-Monitoring zu sehen (VDI 4330 Blatt 3).


Die Technische Spezifikation CEN/TS 16817-2 (DIN SPEC 33972) legt ein Verfahren fest, mit dem Pollen - insbesondere Pollen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) - mittels Bienenvölkern gesammelt werden können und basiert auf der Richtlinie VDI 4330 Blatt 4 "Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) - Pollenmonitoring - Biologische Pollensammlung mit Bienenvölkern" 

 


VDI 4330 Blatt 5 "Monitoring der Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) - Leitfaden zur Entnahme und Aufarbeitung von Pflanzenproben für die molekularbiologische Analytik"

 

Die Richtlinie beschreibt und standardisiert die Probenahme von Pflanzenproben im Freiland sowie die Extraktion der DNA (Deoxyribonucleic Acid) aus diesen Proben für weiterführende molekularbiologische Untersuchungen wie der Polymerasekettenreaktion (PCR). Ziel ist der Nachweis der Anwesenheit oder Abwesenheit von GVO. Die Richtlinie gibt genaue Anweisungen für die Entnahme von Pflanzenmaterial und den weiteren Umgang mit den Proben bis hin zur Lagerung im Labor. Für eine standardisierte Nukleinsäureextraktion wird das Verfahren CTAB und die Extraktion mittels Siliciumdioxid beschrieben. Die Richtlinie ist geeignet für den Einsatz im GVO-Monitoring und für verschiedene Fragestellungen.

 


VDI 4330 Blatt 7 "Monitoring der Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) - Qualitative Verfahren zum Nachweis gentechnisch modifizierter Nukleinsäuren in der Umwelt"

 

Das beschriebene Verfahren eignet sich u.a. zur Untersuchung von DNA aus Pflanzenmaterialien, Böden und Komposten. Das Dokument kann aber auch zur Untersuchung von DNA weiterer Matrices wie Futter- und Lebensmittel angewendet werden. Dies setzt jedoch geeignete Verfahren der DNA-Extraktion voraus.

 

Schlagwörter: 
Analyse, Analyseverfahren, Anforderung, Begriffe, chemische Analyse, Definition, DNA, Genprodukt, Gentechnologie, genverändert, Kettenreaktion, Kontamination, Laboratorium, Laborausstattung, Laborprüfung, Laboruntersuchung, mehrsprachig, Mikrobiologie, mikrobiologische Analyse, Mikroorganismen, Nachweis, Nukleinsäure, Organismen, PCR, Pflanze, Polymerase, Prüfung, Prüfverfahren, Qualitätssicherung, Screening-Verfahren, Untersuchung, Untersuchungsverfahren
 

 

VDI 4330 Blatt 9 "Monitoring der Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) - Erfassung der Diversität von Farn- und Blütenpflanzen - Vegetationsaufnahmen"

 

Das Dokument hat das Ziel, die Durchführung vegetationskundlicher Aufnahmen von Farn- und Blütenpflanzen zu beschreiben. Mit der Standardisierung der Vorgehensweise soll eine hohe Reproduzierbarkeit der Ergebnisse erreicht und die Vergleichbarkeit der erhobenen Daten gewährleistet werden. Die Richtlinie soll insbesondere im Rahmen eines Monitoring der Umweltwirkungen gentechnisch veränderter Organismen angewendet werden. Sie geht über die Anforderungen der DIN 19686 hinaus.


Schlagwörter: Analyse, Anbaufläche, Aufnahme, Auswirkung, Begriffe, Beobachtung, Datenverwaltung, Definition, Dokumentation, Erdboden, Fläche, Forstwirtschaft, Freiland, Gefährdung, Gefahr, Genetik, genverändert, GVO, Informationssystem, Kultur (Biologie), Luft, Luftreinhaltung, mehrsprachig, Ökologie, Organismen, Pflanze, Pflanzenökologie, Prüfung, Prüfverfahren, Qualitätssicherung, Schutzziel, Umwelteinfluss, Umwelteinwirkung, Umweltgefährdung, Umweltschutz, Umweltverträglichkeit, Untersuchung, Untersuchungsmethode, Vegetation, Wechselwirkung

 


VDI 4330 Blatt 10 "Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) - Floristische Kartierung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP), ihren Kreuzungspartnern und Kreuzungsprodukten"

 

Die Richtlinie beschreibt die standardisierte Vorgehensweise bei floristischen Kartierungen im Rahmen des Monitorings der Umweltwirkungen von GVP. In der Richtlinie werden Vorgaben zur Wahl des Zeitpunkts und der Zeitskala der floristischen Kartierung sowie zur Auswahl und Umgrenzung des Untersuchungsgebietes gemacht. Die Datenerhebung mithilfe von Kartierungsbögen, die Auswertung und Dokumentation werden ausführlich beschrieben. Des Weiteren sind die in Deutschland vorkommenden bekannten Kreuzungspartner von Raps und Weizen beispielhaft in Listen aufgeführt.

  

Die Richtlinie ist noch in Bearbeitung und erscheint voraussichtlich im Juli 2018.

 


VDI 4330 Blatt 11 "Monitoring der Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) - Immunchemischer Nachweis von insektiziden Bt-Proteinen gentechnisch veränderter Kulturpflanzen aus Bodenproben und Pflanzenmaterial aus Ernterückständen"

 

Mit der europäischen Richtlinie über die absichtliche Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in die Umwelt (2001/18/EG) und der Entscheidung des Rates vom 03. Oktober 2002 über Leitlinien zur Ergänzung des Anhangs VII dieser Richtlinie wird ein Monitoring zur Überwachung von Anbau und Verbreitung von GVO zwingend vorgeschrieben. Eine Vergleichbarkeit der Erhebungen kann jedoch nur dann gewährleistet werden, wenn hierbei validierte und standardisierte Prüfverfahren Einsatz finden. Die Richtlinie beschreibt das grundsätzliche Vorgehen bei und die nötigen Anforderungen an Methoden zur Extraktion und zur qualitativen und quantitativen Bestimmung mit immun-chemischen Verfahren zum Nachweis von Bt-Proteinen aus Resten gentechnisch veränderter Pflanzen, wie sie nach Feldernten aufgefunden werden, und Bodenproben, die mit solchen Pflanzen in Kontakt gekommen sind.

 

 

VDI 4330 Blatt 13 "Monitoring der Wirkung gentechnisch veränderter Organismen (GVO); Standardisierte Erfassung von Schmetterlingen (Lepidoptera); Transektmethode, Lichtfang und Larvalerfassung"

 
Mit der europäischen Richtlinie über die absichtliche Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) in die Umwelt (2001/18/EG) wird ein Monitoring vorgeschrieben, um mögliche Umweltwirkungen feststellen zu können.

 

In der Richtlinie werden standardisierte Monitoring-Verfahren zur Erfassung von Schmetterlingen (Lepidoptera) nach dem Stand der Wissenschaft und Technik beschrieben. Die Richtlinie legt methodische Standards bezüglich der Erhebung des Arteninventars sowie der Individuen-Abundanzen von Schmetterlings-Imagines und Raupen fest.
 
Die Richtlinie ist noch in Bearbeitung und erscheint voraussichtlich im Oktober 2019.

Liste der veröffentlichten Richtlinien zum GVO-Monitoring - Zum Öffnen der Details bitte anklicken

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