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VDI-Gesellschaft Technologies of Life Sciences

VDI-Fachbereich Biodiversität, GVO-Monitoring und Risikomanagement

VDI 4340 Blatt 1 "Biodiversität - Standardisierte bestandsschonende Erfassung von Wildbienen"

Die Richtlinie VDI 4340 "Biodiversität - Standardisierte bestandsschonende Erfassung von Wildbienen" ist in Bearbeitung und noch nicht erschienen.

Möglicher Erscheinungstermin: 2020-05

 

Thema:

Die Richtlinie VDI 4340 Blatt 1 wird im Rahmen des Verbundprojekts "Standardisierte Erfassung von Wildbienen zur Evaluierung des Bestäuberpotenzials in der Agrarlandschaft" (BienABest) erstellt. Ziel der Richtlinie ist es, Standards für die Erfassung der Wildbienendiversität festzuschreiben, um zukünftig genauere Aussagen über Veränderungen der Populationsdichten und Artzusammensetzung treffen zu können. Als Basis dienen Teile der Richtlinie VDI 4332 Blatt 1 „Monitoring der Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) – Standardisierte Erfassung von Wildbienen“. Hauptaugenmerk liegt auf der tötungsfreien und damit bestandsschonenden Felderfassung für ein Biodiversitätsmonitoring.

    
Mit Hilfe der Richtlinie können Wildbienenbestände einheitlich erfasst und die Ergebnisse verglichen werden. Auf diese Weise ist es möglich, Bestandtrends von Wildbienen zu analysieren und Aussagen über den Gefährdungsstatus bestimmter Arten zu treffen. Zusätzlich kann der Einfluss von wildbienenunterstützenden Maßnahmen, wie die Einrichtung von Wildbienenweiden und Nistgelegenheiten, überprüft werden. Ebenfalls können beispielsweise Aussagen über einwandernde Wildbienenarten aus dem südlichen Europa und Grundlagen für eine Analyse gefährdeter Wildbienenarten zur Aktualisierung der Roten Liste der wirbellosen Tiere getroffen werden. Die Wildbienendaten werden mithilfe einer geeigneten Datenstruktur aufgenommen. Die standardisierte Erfassung von Wildbienen soll mithilfe einer geeigneten Datenbankstruktur dokumentiert und für statistische Auswertungen verfügbar gemacht werden.

    
Das Projekt BienABest, in fachlicher Begleitung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), wird aus Mitteln des Bundesprogramms Biologische Vielfalt des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert. Weiterhin wird das Projekt finanziell unterstützt vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, BASF SE und dem Bee Care Center der Bayer AG.

 

Mögliche interessierte Kreise:
Umweltministerium und Landwirtschaftsministerium des Bundes und Ministerien der Länder, Naturschutzbehörden, Saatguthersteller, Hersteller von Pflanzenschutzmitteln, freiberufliche Ökologiebüros. Die Richtlinie leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie Deutschlands.