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VDI-Fachbereich Biodiversität, GVO-Monitoring und Risikomanagement

DIN CEN/TS 16817 Teil 1 und Teil 2

DIN CEN/TS 16817-1 und 16817-2: Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) – Pollenmonitoring - Teil 1: Technische Pollensammlung mit Pollenmassenfilter (PMF) und Sigma-2-Sammler – Teil 2: Biologische Pollensammlung mit Bienenvölkern (Bild: F. Hofmann, W. von der Ohe)
Zwei internationale technische Spezifikationen auf Basis von VDI-Richtlinien

Zwei internationale technische Spezifikationen auf Basis von VDI-Richtlinien

DIN CEN/TS 16817-1
DIN SPEC 3971

Außenluft - Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) - Pollenmonitoring -

Teil 1: Technische Pollensammlung mit Pollenmassenfilter (PMF) und Sigma-2-Sammler
 

Die Technische Spezifikation CEN/TS 16817-1 (DIN SPEC 33971) beschreibt ein Verfahren zur Verwendung der Passivsammler Sigma-2 und PMF zur Sammlung von luftgetragenen Pollen auf Basis der Richtlinie VDI 4330 Blatt 3 "Monitoring der Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) - Pollenmonitoring - Technische Pollensammlung mit Pollenmassenfilter (PMF) und Sigma-2-Sammler".

  

Beide Sammler sind auf die Sammlung grober Aerosolpartikel ausgelegt. Gesammelte Proben werden zur Analyse des Polleneintrags hinsichtlich Pollenart, Pollenmenge und dem Eintrag von transgenen Pollen verwendet. Der Sigma-2-Sammler dient hierbei der standardisierten Probenahme zur direkten mikroskopischen Pollenanalyse und der quantitativen Bestimmung des in der Luft vor Ort vorhandenen Polleneintrags. Durch den PMF können ausreichende Pollenmengen für zusätzliche molekularbiologische Diagnostiken zum GVO-Nachweis erhalten werden.

    
Wesentliche Grundlagen zur Durchführung des GVO-Monitorings werden in Richtlinie VDI 4330 Blatt 1 vermittelt, basierend auf einer integrierten Beurteilung von zeitlichen und räumlichen Variationen des GVO-Anbaus (GVO-Quellen), der Umweltexposition sowie biologischen/ökologischen Wirkungen. Im Idealfall sollte die Pollensammlung mit technischen Sammlern für das GVO-Monitoring in Kombination mit der biologischen Pollensammlung durch Bienen vorgenommen werden (CEN/TS 16817-2).

  

Herausgeber der Technischen Spezifikation CEN/TS 16817-1 „Außenluft - Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) - Pollenmonitoring - Teil 1: Technische Pollensammlung mit Pollenmassenfilter (PMF) und Sigma-2-Sammler“ ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN (KRdL). Die TS ist im Januar als deutsche Fassung der CEN/TS 16817-1:2015 erschienen und kann ab sofort zum Preis von EUR 106,60 beim Beuth Verlag in Berlin unter +49 30 2601-2260 bestellt werden. Online-Bestellungen sind unter www.beuth.de möglich.

   

DIN CEN/TS 16817-2
DIN SPEC 33972
Außenluft - Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) - Pollenmonitoring -

Teil 2: Biologische Pollensammlung mit Bienenvölkern; Deutsche Fassung CEN/TS 16817-2:2015

 

Die Technische Spezifikation CEN/TS 16817-2 (DIN SPEC 33972) legt ein Verfahren fest, mit dem Pollen - insbesondere Pollen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) - mittels Bienenvölkern gesammelt werden können und basiert auf der Richtlinie VDI 4330 Blatt 4 "Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) - Pollenmonitoring - Biologische Pollensammlung mit Bienenvölkern" 

 

Bienenvölker, insbesondere die sammelnden Flugbienen, durchstreifen aktiv ein Gebiet und sind daher flächenbezogene Sammler. Sammelbienen befestigen die gesammelten Pollen auf der Außenseite ihrer Hinterbeine (Pollenladung). Im Inneren des Bienenstocks werden diese Pollenladungen in Wabenzellen in der Nähe des Brutnestes verbracht (Bienenbrot). Außerdem tragen Sammelbienen Nektar und Honigtau ein. Der Nektar enthält Pollen, der aus den Antheren der Blüte in den Nektartropfen gefallen ist, oder Pollen, der durch den Wind verbreitet im Nektar anderer Blüten bzw. auf klebrigem Honigtau an Pflanzen haften bleibt. Im Bienenstock werden Nektar und Honigtau zu Honig konvertiert und gelagert.

 

Honig, Pollenladung und Bienenbrot können als Probenmatrices für die anschließende Pollenanalyse genutzt werden, da es möglich ist, ausreichende Pollenmengen für eine molekularbiologische Diagnostik zu konzentrieren. Die mikroskopische Analyse dient der Identifizierung der verschiedenen Pollenarten sowie zur quantitativen Bestimmung der Exposition gegenüber den betrachteten Zielpollenarten. Die GVO-Exposition wird durch molekularbiologische Verfahren ermittelt: Zur Analyse der Pollen-DNA werden quantitative PCR-Verfahren eingesetzt, die in dieser Technischen Spezifikation (CEN/TS 16817-2) beschrieben werden. Die wesentlichen Grundlagen für das Verständnis dieser Technischen Spezifikation sind in der Richtlinie VDI 4330 Blatt 1 dargestellt. Für das GVO-Monitoring muss die Sammlung von Pollen in den Probenmatrices Honig, Pollenladung und Bienenbrot in Verknüpfung mit der technischen Pollensammlung betrachtet werden (CEN/TS 16817-1).

 

Herausgeber der Technischen Spezifikation CEN/TS 16817-2 „Außenluft - Monitoring der Wirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) - Pollenmonitoring - Teil 2: Biologische Pollensammlung mit Bienenvölkern“ ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN (KRdL). Die TS ist im Januar als deutsche Fassung der CEN/TS 16817-1:2015 erschienen und kann ab sofort zum Preis von EUR 84,80 beim Beuth Verlag in Berlin unter +49 30 2601-2260 bestellt werden. Onlinebestellungen sind unter www.beuth.de möglich.

  

Ihre Ansprechpartnerin im VDI:
Dipl.-Geogr. Catharina Kucejko
Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN (KRdL)
Telefon: +49 211 6214-134
Telefax: +49 211 6214-157
E-Mail: kucejko@vdi.de

  

Relevante Links:
http://www.vdi.de/krdl
http://www.beuth.de
http://www.vdi.de/4330-1