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VDI-Fachbereich

Fertigungs­messtechnik

Bild: VDI/Thomas Ernsting

VDI/VDE-Fachbereich Fertigungsmesstechnik

Ob ein Produkt den Vorgaben der Konstruktion entspricht, deckt die Fertigungsmesstechnik auf. Im VDI-Fachbereich Fertigungsmesstechnik werden wesentliche Messverfahren für die Produktions- und Fertigungstechnik abgebildet.

Die Fertigungsmesstechnik ist elementarer Bestandteil jedes Fertigungsprozesses. Nur geeignete Messtechnik sowie standardisierte Messverfahren geben Aufschluss darüber, ob ein Produkt den Vorgaben aus der Konstruktion entsprechend hergestellt ist. Je frühzeitiger Abweichungen von den Produktvorgaben festgestellt werden, desto rechtzeitiger kann man in den Produktionsprozess eingreifen. Das verhindert am Ende oft teure Fehlproduktionen. Das zeigt: Fertigungsprozesse sollten direkt mit dem Einsatz geeigneter Messtechnik verknüpft sein.

VDI-Fachbereich Fertigungsmesstechnik bildet wesentliche Verfahren ab

Die Anforderungen an moderne Produkte im Konsumgüterbereich genauso wie in der Industrie steigen stetig. Daraus ergeben sich beständig steigende Anforderungen an die Fertigung hinsichtlich Präzision, Durchsatz und Qualität bei möglichst geringen Fertigungskosten. Dieser Spagat lässt sich nur mit optimal gesteuerten Fertigungsprozessen unter Einsatz genauer und vergleichbarer Messtechnik erreichen.

Im VDI-Fachbereich Fertigungsmesstechnik werden wesentliche Messverfahren für die Fertigungs- und Produktionstechnik abgebildet. Die Ausschüsse erarbeiten VDI/VDE-Richtlinien zu einzelnen Messverfahren. Dabei liegt ein wesentlicher Schwerpunkt in Verfahren zur Rückführung der Messungen und zur Ermittlung der beigeordneten Messunsicherheit. Ziel der Arbeiten ist es, die Vergleichbarkeit von Messungen mit unterschiedlichen Messgeräten oder -verfahren sicherzustellen.

Die Ausschüsse verfassen VDI/VDE-Richtlinien, die unterschiedliche Messverfahren praxisnah beschreiben und damit für Praktiker*innen Handlungsanweisungen liefern – sei es für Messung oder Überwachung der eingesetzten Messgeräte. Anwender*innen erhalten Hinweise zur Auswahl von Messverfahren in Bezug auf seine Messaufgaben.

Zentrale Themen des VDI-Fachbereichs:

  • Kalibrieren und Überwachung
  • Prüfmittelüberwachung und Prüfmittelmanagement
  • Form-, Kontur- und Oberflächenmesstechnik
  • Härteprüfung
  • Koordinatenmesstechnik und Computertomographie
  • Optische 3-D-Messtechnik
  • Metrologie in der Mikro- und Nanotechnik
  • Verzahnungsmesstechnik
  • Mess- und Prüfverfahren in der Schraubtechnik
  • Charakterisieren und Messen von Schneidkanten

VDI/VDE-Richtlinien aus dem Fachbereich Fertigungsmesstechnik

Unsere Fachausschüsse

Gremium Beschreibung Vorsitz Stellvertretung Mitglieder
VDI/VDE-GMA FA 3.11 Prüfmittelüberwachung

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.11 Prüfmittelüberwachung befasst sich mit der Erstellung von Prüfanweisungen zur Prüfmittelüberwachung. Damit wird eine Basis geschaffen, mit der neue und gebrauchte Messmittel beurteilt werden können. Der Fokus liegt auf dimensionellen Größen.

Mit den Richtlinien, die sich aus der Fachausschussarbeit ergeben, werden die notwendigen Mindestumfänge beim Kalibrieren von Messmitteln festgelegt. Es ergeben sich klare Handlungsanweisungen, die direkt praktisch umgesetzt werden können. Somit wird die Zusammenarbeit von Herstellern, Anwendern und Dienstleistern erleichtert.
 
Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Fachausschuss 'Länge des Deutschen Kalibrierdienstes (DKD)'. Außerdem werden die Vorgaben aus der internationalen Normung berücksichtigt. Damit sind die Richtlinien eine Grundlage für eine Akkreditierung und Zertifizierung.

Der Fachausschuss tagt in der Regel dreimal pro Jahr, über jeweils zwei Tage. Ergänzt werden diese Sitzungen durch Kleingruppen, die sich bestimmten Themengebieten widmen. Zurzeit werden ein Großteil des umfangreichen Richtlinienwerks geprüft und bedarfsweise überarbeitet. Insbesondere praxisnahe Beispiele für Messunsicherheitsbilanzen stehen dabei im Vordergrund.
 
Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien ist der Fachausschuss dankbar.

Dipl.-Ing. Michael Schaller Dipl.-Wirt.Ing. Joachim Dengel Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 3.12 Kalibrieren von Messmitteln für elektrische Größen

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.12 Kalibrieren von Messmitteln für elektrische Größen ist das einzige Gremium in Deutschland, das allgemeine Kalibriervorschriften für elektrische Messmittel erstellt. Es werden Themen wie Konformitätsbewertung, sowie Richtigkeit und Vergleichbarkeit von Messergebnissen im Rahmen der Messunsicherheit behandelt.
 
Die Arbeitsergebnisse des Fachausschusses ermöglichen es den Herstellern, Anwendern und Dienstleistern von elektrischen Messmitteln die Kalibrierungen selbst durchzuführen oder die Leistung von akkreditierten Laboratorien beurteilen zu können. Die Wirtschaftlichkeit wird dabei genauso beachtet, wie die Nutzung hinreichend aussagefähiger Methoden. Mit diesem Beitrag zur Vergleichbarkeit der Messergebnisse trägt der Fachausschuss zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bei.
 
Der Fachausschuss tagt in der Regel zweimal pro Jahr, über jeweils zwei Tage. Ergänzt werden diese Sitzungen durch Kleingruppen, die sich bestimmten Themengebieten widmen. Zurzeit werden neben einigen turnusgemäßen Überprüfungen von bestehenden Richtlinien auch immer wieder neue Themen behandelt.
Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien ist der Fachausschuss dankbar.

Dipl.-Ing. Kurt Koch Dipl.-Ing. Joachim Schubert Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 3.13 Messräume

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.13 Messräume befasst sich mit Fragen wie Messräume zu gestalten und auszurüsten sind. Dabei werden Güteklassen festgelegt, mit denen sich eine bessere Vergleichbarkeit von Messergebnissen erzielen lässt. Der Schwerpunkt liegt bisher auf der Längenmesstechnik, weitere Messgrößen werden aber nicht ausgeschlossen.

Die Umgebungsbedingungen begrenzen die erreichbaren Messunsicherheiten. Werden die definierten Umgebungsbedingungen eingehalten, verbessert diese die Vergleichbarkeit. Schon ab der Planungsphase ist es wichtig, dass der zukünftige Betreiber, der Planer und die beteiligten Hersteller ein gemeinsames Verständnis darüber haben, was der Messraum in Zukunft leisten muss.

Der Fachausschuss 3.13 liefert als einziges Gremium in Deutschland Antworten auf die Fragen, die sich bei der Planung über die Errichtung bis hin zum Betrieb ergeben.

Mit drei Sitzungen im Jahr, widmet sich der Fachausschuss intensiv der Frage, wie die Planungsschritte systematisiert werden können. Alle wichtigen Punkte sollen frühzeitig behandelt werden, so dass der Messraum bedarfsgerecht gestaltet wird.

Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien ist der Fachausschuss dankbar. Besonders Erfahrungen von Messraumbetreibern sind gefragt.

Dipl.-Ing. (FH) Steffen Röhm Dipl.-Ing. (FH) Jens Windirsch Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 3.14 IT Schnittstelle im Prüfmittelmanagement

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.14 IT-Schnittstelle im Prüfmittelmanagement schafft die Voraussetzungen für den Datenaustausch im Prüfmittelmanagement, insbesondere bei der Kalibrierung. Es wird festgelegt, welche Daten und Informationen zu einem Prüfmittel gehören, um einen automatisierten Datenaustausch zwischen unterschiedlichsten Systemen von Prüfmitteldatenbanken zu gewährleisten.

Im Qualitätsmanagement und in der Prüfmittelüberwachung auf der einen Seite, sowie bei Kalibrierlaboren auf der anderen Seite, ist die Sicherung aller relevanten Kalibrier- und Prüfmitteldaten sehr wichtig. Ein effizienter und papierloser Datenaustausch bei internen und externen Kalibrierungen spart Zeit und Kosten. Nicht zuletzt die Aktivitäten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, hinsichtlich eines digitalen Kalibrierscheins, zeigen wie wichtig dieses Thema ist.
Das Calibration-Data-Exchange-Format (CDE-Format) des Fachausschusses 3.14 stellt genau den systemübergreifenden Ansatz dar, der in der Digitalisierung des Prüfmittelmanagements benötigt wird.

Mit zwei bis drei Sitzungen pro Jahr wird das CDE-Format fortlaufend weiterentwickelt. Aktueller Schwerpunkt der Arbeit ist die Entwicklung eines Prüfmittelkatalogs, der es ermöglicht ein Prüfmittel eindeutig zu identifizieren.
Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zum CDE-Format nimmt der Fachausschuss gern entgegen.

Dipl.-Phys. Torsten Ring Dr. Roland Klinke Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 3.21 Formmesstechnik

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.21 Formmesstechnik interpretiert vorhandene und neue Normen für die Formmesstechnik für industrielle Anwender. Außerdem werden Verifikationsspezifikationen auf Grundlage der geometrischen Produktspezifikationen (GPS) erstellt.
Der Fachausschuss sorgt mit seinen Arbeitsergebnissen für die Vergleichbarkeit von Messergebnissen, unabhängig von Hersteller oder Geräteklasse. Er bietet praxisnahe Hinweise zur Umsetzung internationaler Normen. Davon profitieren sowohl Hersteller und Anwender, als auch Prozess- und Prüfplaner gleichermaßen. Es gilt: Wer ein Maß messen will, muss die Form kennen.

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.21 ist ein Gemeinschaftsausschuss mit dem DIN NA 152-03.02.13 UA Formprüfung. Somit ist das Gremium direkt in die internationale Normungsarbeit der ISO involviert. Außerdem organisiert der Fachausschuss gemeinsam mit dem VDI Wissensforum die Fachtagung 'Form- und Kontur'.
 
In zwei Sitzungen pro Jahr werden sowohl neue Forschungsansätze thematisiert, als auch über die aktuellen Entwicklungen in der Formmessung national wie international diskutiert. Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien ist der Fachausschuss dankbar. Insbesondere Anwender von Formmessgeräten sind aufgerufen, ihre Erfahrung und Einschätzungen einzubringen.

Dr. rer. nat. Otto Jusko Dipl.-Ing. Maik Meyer Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 3.23 Härteprüfung

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.23 Härteprüfung befasst sich mit den Verfahren und Maschinen zur Härteprüfung von Metallen und Kunststoffen. Es werden die wesentlichen Informationen und Anwendungshinweise zusammengestellt. Insbesondere die Frage nach der Eignung der Maschinen und Verfahren wird intensiv behandelt.
 
In der Härteprüfung gibt es einige nicht genormte Prüfverfahren. Der Fachausschuss pflegt Richtlinien, die auch diese Verfahren berücksichtigen. Es werden die Vor- und Nachteile der Verfahren zusammengefasst und eine bessere Vergleichbarkeit von Ergebnissen verschiedener Materialprüflabore erzielt. Gerade in der Qualitätssicherung und in der Warenannahme ist es wichtig, sich für geeignete Verfahren und Maschinen zu entscheiden.
 
Bisher gibt es noch keine Handlungsgrundlage für einen Eignungsnachweis von Härteprüfmaschinen (siehe auch Stellungnahme Eignungsnachweis bei der Härteprüfung). In einer eigens gegründeten Arbeitsgruppe, wird daher intensiv an einem geeigneten Verfahren gearbeitet. Daneben finden pro Jahr ein bis zwei gemeinsame Sitzungen mit dem DIN NA 062-01-41 AA statt. Diese gemeinsamen Sitzungen dienen dem Austausch und der gemeinsamen Koordination der Standardisierung.

Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien ist der Fachausschuss dankbar.

Dr. rer. nat. Eduard Schenuit Dipl.-Maschbau.-Ing. Dieter Schwenk Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 3.24 Kontur- und Rauheitsmesstechnik mittels Tastschnittverfahren

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.24 Kontur- und Rauheitsmesstechnik mittels Tastschnittverfahren erstellt entsprechende Richtlinien für das taktile Messen von Oberflächen. Es werden normative Vorgaben für die Praxis adaptiert und neue Standards erstellt.
 
Ziel des Fachausschusses ist es, mit seinen Arbeiten einen praktischen Nutzen für die Messtechnik zu erwirken, wie zum Beispiel Hinweise zur Umsetzung von normativen Vorgaben oder die Vereinfachung von Prüfzeichnungen. Insgesamt trägt das zur besseren Vergleichbarkeit von Messergebnissen bei und hilft den Anwendern von Oberflächen und/oder Konturmessgeräten. Gleichzeitig können Kalibrierlabore, sowie Hersteller der genannten Geräte die Ergebnisse nutzen.
 
Der Fachausschuss 3.24 gilt als Vorreiter in den Bereichen Konturmessung und kombinierter Rauheits- und Konturmessung. Bei der Erarbeitung der Richtlinien wird streng darauf geachtet, dass diese trotz steigender technischer Komplexität verständlich bleiben, sowie Grundlagen geschaffen werden. Dazu trifft sich das Gremium zweimal im Jahr.
 
Die Richtlinien sollen auch zukünftig verständlich bleiben und ihren praxisnahen Bezug behalten. Deshalb ist der Fachausschuss immer auf der Suche nach Anwendern der oben genannten Geräte, die bereit sind, ihre Erfahrungen einzubringen.

Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien ist der Fachausschuss dankbar.

Dipl.-Ing. Maik Meyer Heinz-Joachim Kedziora Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 3.31 / DIN NA 152-03-02-12 GUA Koordinatenmesstechnik

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.31 Koordinatenmesstechnik entwickelt Verfahren, um Koordinatenmessgeräten zu prüfen und um Kenngrößen, Messunsicherheit und Prüfprozesseignung zu ermitteln. Es werden die aktuellen Fragen auf dem Gebiet adressiert.

Der Fachausschuss ist das Bindeglied zur internationalen Normung im Bereich Koordinatenmessgeräte (KMG). Deshalb ist der Fachausschuss ein Gemeinschaftsausschuss mit dem DIN NA 152-03-02-12 UA. Somit gelingt es den Zielgruppen nicht nur praxisnahe Richtlinien mit den entwickelten Verfahren zu erstellen, sondern diese Verfahren auch in die internationale Normung mit einzubringen. Außerdem werden bedarfsgerechte Anwendungsleitfäden für die gültigen ISO-Normen erstellt.
 
Die Zielgruppen sind:
- Hersteller und Anwender von Koordinatenmesssystemen
- Kalibrierlabore
- Forschung, Wissenschaft und Lehre


Der Fachausschuss tagt in der Regel zwei Mal pro Jahr für jeweils zwei Tage. Ein Tag ist dabei immer für die Angelegenheiten mit Bezug auf ISO-Aktivitäten reserviert. Am zweiten Tag werden aktuell hauptsächlich die Themen:
- KMG mit Lasertracker
- Zwischenprüfung von KMG
- Messen von Mikroteilen
behandelt.

Außerdem erfolgt immer eine Rückmeldung von den Aktivitäten anderer VDI-Fachausschüsse, die sich in einem ähnlichen Umfeld bewegen.

Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien ist der Fachausschuss dankbar.

Dr. Ulrich Neuschaefer-Rube Andre Martin Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 3.32 Optische 3-D-Messtechnik

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.32 Optische 3-D-Messtechnik befasst sich mit der Annahme und Bestätigungsprüfung, sowie der Prüfprozesseignung von entsprechenden Messsystemen. Dabei werden punktförmig und flächenhaft antastende Systeme berücksichtigt.
 
Bei berührungslos arbeitenden, optischen Messsystemen können die bestehenden Richtlinien der Koordinatenmesstechnik zur Abnahme und Bestätigungsprüfung nicht angewendet werden. Daher arbeitet dieser Fachausschuss an geeigneten Richtlinien, für heutige und zukünftige optische 3-D-Messsysteme. Diese Richtlinien beinhalten klare Handlungsanweisungen und berücksichtigen die Besonderheiten, photogrammetrischer und flächenhaft antastender Systeme. Dabei werden auch immer die internationalen Normungsaktivitäten in der ISO TC 213 WG 10 berücksichtigt.

Die Zielgruppen sind daher
- Hersteller und Anwender von optischen 3-D-Messystemen
- Forschung und Wissenschaft.
Der Fachausschuss tagt in der Regel drei Mal pro Jahr. Aktuell liegt der Fokus auf dem Thema Prüfprozesseignung. Hierzu ist man im engen Austausch mit dem VDI/VDE-GMA FA 3.31. Es gibt bereits erste Ideen für die Erstellung eines Anwendungsleitfaden zur ISO 10360-13, sobald diese veröffentlicht wird.

Das Gremium sucht neue Mitarbeiter, vor allem aus dem Kreis der Anwender der Messsysteme.

Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien ist der Fachausschuss dankbar.

Dr.-Ing. Marcus Petz Dr. rer. nat. Daniel Heißelmann Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 3.33 Computertomographie in der dimensionellen Messtechnik

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.33 „Computertomografie in der dimensionellen Messtechnik“ beschreibt die Methoden, mit denen industrielle CT-Anlagen spezifiziert und rückführbar geprüft werden. Es wird erarbeitet und beschrieben, wie die Messunsicherheit zu bestimmen ist und die Einsatzfelder der industrieller CT spezifiziert.
 
Der Fachausschuss 3.33 ist das erste Gremium, dass sich mit der Thematik der dimensionellen Messtechnik mit CT beschäftigt. Die Technologie ermöglicht die schnelle Erstbemusterung und Serienüberwachung, gesichert durch die vollständige Erfassung der gesamten Werkstückoberfläche, durch die schnelle Messung einer Vielzahl von Messpunkten. Auch innenliegende und verdeckte Merkmale können zerstörungsfrei gemessen werden. Die Ergebnisse der Arbeiten werden in Richtlinien veröffentlicht. Diese geben eine Übersicht über die Eignung und Eigenschaften von CTs für dimensionelle Messaufgaben.

Es sind die einzigen Regeln, die die Besonderheiten bei der Bestimmung der Messunsicherheit für dimensionelle Messungen mit CT beschreiben. Sie bieten dem Anwender eine gemeinsame Vorgehensweise bei der Prüfung und Messunsicherheitsbestimmung. Außerdem werden die Anwender in die Lage versetzt, die Systeme besser beurteilen zu können.
 
Die Zielgruppe ist:
- Hersteller und Anwender industrieller Computertomografie-Anlagen
- Forschung und Entwicklung
Der Fachausschuss tagt in der Regel zwei Mal pro Jahr. Aktuell begleitet der Fachausschuss ein WIPANO Förderprojekt zur Simulation geometrischer Messungen und beschäftigt sich mit dem Thema 'Strukturauflösung'. Neben der eigenen inhaltlichen Arbeit wird auch immer die internationale Standardisierung thematisiert. Mitglieder der Fachausschusses sind beispielswiese in ISO-Gremien aktiv, spiegeln die dortigen Diskussionen im Fachausschuss und gestalten die Normungsarbeit mit.

Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien und sonstigen Aktivitäten ist der Fachausschuss dankbar.

Dr.-Ing. Ingomar Schmidt Dr. Markus Bartscher Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 3.41 Oberflächen-Messtechnik im Mikro- und Nanometerbereich

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.41 „Oberflächenmesstechnik im Mikro- und Nanometerbereich“ erarbeitet die Richtlinien anhand derer optische Messgeräte und Rastersondenmikroskope kalibriert werden können. Außerdem werden Hinweise zur korrekten Anwendung dieser Geräte erstellt. Der Fokus liegt auf dimensioneller Mikro- und Nanotechnik (flächenhafte Rauheit und Mikroform).

Nur wenn die Messmittel korrekt angewendet werden, sind die Messergebnisse vergleichbar. Dies gilt insbesondere dann, wenn optische und taktile Verfahren, sowie Ergebnisse der AFM verglichen werden. Dies wird mit den technischen Regeln des Fachausschusses und auch den vorgeschlagenen und erprobten Prüfkörpern und Normalen bezweckt.
 
Der Fachausschuss ist dabei das weltweit erste Standardisierungsgremium, das sich mit der Thematik der AFM Rauheit befasst. Ziel ist es, die optischen Systeme für die Rauheitsmessung zu etablieren. Dafür werden die abstrakt gehaltenen geräteübergreifenden Vorgaben der internationalen Normung praxisnah umgesetzt. Daher werden auch die Arbeiten anderer (internationaler) Organisationen und Gremien verfolgt.

Von den Arbeiten profitieren:
- Hersteller von optischer Messtechnik, insbesondere konfokale, Interferenz- und Rastersonden-Mikroskope
- Anwender der optischen Messtechnik und der Rastersondenmikroskope
- Kalibrierlabore für o.g. optische Messtechnik
- Forschung und Wissenschaft

Es finden zwei Sitzungen des gesamten Fachausschusses pro Jahr statt. Zusätzlich werden kleinere Arbeitsgruppensitzungen durchgeführt, bei denen einzelne Themenschwerpunkte behandelt werden. Aktuell werden die Themen 'Kalibrieren von konfokalen Mikroskopen für die Formmessung' und 'Verfahren zur Rauheitsmessung mit Rastersondenmikroskopen' diskutiert.

Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien und sonstigen Aktivitäten ist der Fachausschuss dankbar.

Dipl.-Phys. Thorsten Dziomba Dipl.-Phys. Ricarda Kafka Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 3.61 Verzahnungsmesstechnik

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.61 „Verzahnungsmesstechnik“ befasst sich mit Messungen an Zahnrädern und der Beurteilung der Qualität von Verzahnungen. Dazu wird ein umfassendes technisches Regelwerk erarbeitet und aktualisiert. Dazu gehört auch die Erarbeitung eines Datenaustauschformates, mit der die Digitalisierung unterstützt wird, sowie der Wissenstransfer im Rahmen der Fachtagung 'Verzahnungsmesstechnik'.

Die Nähe zur Praxis und die Anwendbarkeit in der Industrie, stehen bei allen Arbeiten des Ausschusses im Fokus. Die Richtlinien ergänzen daher und darüber hinaus an vielen Stellen die DIN oder ISO Normen. Deshalb werden die Aktivitäten der anderen Regelsetzer beobachtet. Ziel ist es, die Mess- und Auswertungsverfahren zu vereinheitlichen. Zusätzlich wird ein allgemein nutzbares Datenformat für den Austausch von Verzahnungsdaten (GDE) fortlaufend weiterentwickelt.

Von den Arbeiten profitieren in erster Linie die Hersteller und Anwender von:
- Zahnrädern/Getrieben
- Verzahnungsmaschinen
- Messgeräten
- Verzahnungswerkzeugen
- Verzahnungssoftware

Außerdem sind die Arbeiten für die Qualitätssicherung, Kalibrierlabore und Labordienstleister relevant.
Der Fachausschuss unterhält in der Regel zwei Sitzungen pro Jahr. Diese werden durch kleinere Arbeitsgruppensitzungen ergänzt. Aktuelle Themen sind unter anderem:
- Hirth-Verzahnungen
- GDE-Format
- Teilungs- und Rundlaufprüfungen

Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien und sonstigen Aktivitäten ist der Fachausschuss dankbar.

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Peter Dipl.-Math. Heinz Röhr Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 3.63 Mess- und Prüfverfahren für die Schraubtechnik

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.63 „Mess- und Prüfverfahren für die Schraubtechnik“ behandelt das Thema Schraubmontage umfassend. Somit schafft der Fachausschuss eine einheitliche, überbetriebliche Basis für das Herstellen einer Schraubverbindung, die Überwachung der Betriebsmittel und die Qualifikation der Mitarbeiter.

Über fast alle Branchen hinweg gehören Verschraubungen zu den wichtigsten Fügeverfahren. Der Fachausschuss gibt Hilfestellung zur richtigen Auswahl und Nutzung von Schraub-, Mess- und Prüfsystemen. Dabei werden Methoden zur rückführbaren Prüfung und Kalibrierung, inklusive der Bestimmung der Messunsicherheit für Drehmoment und Drehwinkel beschrieben. Auch die grundsätzlichen Einsatzfelder der Sensoren mit denen Drehmoment und Drehwinkel erfasst werden, werden spezifiziert. Darüber hinaus befasst sich der Ausschuss mit dem Nachweis der Fähigkeiten von Werkzeugen, Messmitteln und Prozessen und hat Mindestqualifikationen für Personen im schraubtechnischen Umfeld festgelegt.
 
Von den Arbeiten den Fachausschusses profitieren:
- Ersteller von sicherheits- und funktionsrelevanter Schraubverbindungen
- Konstrukteure, Fertigungsplanung
- Qualitätssicherungsstellen
- Hersteller und Anwender von Schraubsystemen und Systemen zur Analyse von Schraubfällen
- Dienstleister und Servicewerkstätten
- Kalibrierlabore
- Gutachter und Auditoren

Der Fachausschuss trifft sich in der Regel zwei Mal pro Jahr. Untergeordnet gibt es eine ganze Reihe von Arbeitsgruppen, die die verschiedenen Themen in Eigenregie bearbeiten. Bei den Sitzungen des Fachausschusses werden die Ergebnisse und die weitere Ausrichtung der Arbeitsgruppen gemeinsam diskutiert.

Aktuell wird an folgenden Themen gearbeitet:
- Anforderungen an Schraubsysteme /-werkzeuge
- Typfreigabe und Maschinenfähigkeit
- Messgerätefähigkeit
- Drehwinkelkalibrierung
- Qualifiziertes Personal

Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien und sonstigen Aktivitäten ist der Fachausschuss dankbar.

Dipl.-Ing. (FH) Niels Rabbe Dipl.-Wirt.Ing.(FH) Markus Fischer Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 3.64 Charakterisieren und Messen von Schneidkanten

Der VDI/VDE-GMA Fachausschuss 3.64 „Charakterisieren und Messen von Schneidkanten“ definiert die Parameter, die die Funktionseigenschaften von nicht eingesetzten Schneidkanten abbilden. Zusätzlich wird die Vorgehensweise zur Messung und Bewertung der Schneidkanten festgelegt.
 
Vergleichbare Messungen und Kalibrierungen sind nur möglich, wenn einheitliche Parameter und Verfahren existieren. Diese werden vom Fachausschuss in Form von Richtlinien erarbeitet. Durch die Bereitstellung von geeigneten Modellen und Vorgehensweisen zur Bestimmung und Bewertung relevanter Einflussgrößen, wird außerdem die Ermittlung der zugehörigen Messunsicherheit unterstützt. Dazu gehört auch die Definition von geeigneten Rahmenbedingungen. Probleme im Zusammenhang mit der Bewertung von Schneidkanten sollen aufgedeckt und daraus gegebenenfalls Forschungsaktivitäten angeregt werden.

Von den Arbeiten profitieren:
- Hersteller von Schneidwerkzeugen und Werkzeugbeschichtungen
- Anwender der Werkzeuge: Produktionstechnik und Forschung
- Messgerätehersteller
- Forschungseinrichtungen

Der Fachausschuss trifft sich zweimal jährlich und führt zusätzliche Websitzungen zu Fokusthemen durch. Aktuell beschäftigt sich der Ausschuss mit den Themen Auswertealgorithmen, Grundlagen der Messdatenerfassung und Zeichnungseintragungen.
Insbesondere Anwender von Schneidkanten sind aufgerufen sich an den Arbeiten zu beteiligen.

Für Hinweise, Kritiken und Ergänzungen zu den Richtlinien und sonstigen Aktivitäten ist der Fachausschuss dankbar.

Dipl.-Ing. Simon Roßkamp Dipl.-Ing. Franz Helmli Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
Sascha Dessel, M.Sc.
Ihr Ansprechpartner

Sascha Dessel, M.Sc.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter