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VDI-Fachbereich

Industrielle Informations­technik

Bild: VDI/Thomas Ernsting

VDI/VDE-Fachbereich Industrielle Informationstechnik

Industrielle Software, industrielle Kommunikation und Mensch-Maschine-Systeme sind die Schwerpunktthemen des VDI-Fachbereichs Industrielle Informationstechnik.

Industrielle Software und industrielle Kommunikation sind für den Einsatz in industriellen Umgebungen gemacht. Damit unterscheiden sie sich aufgrund der speziellen Anforderungen deutlich von Softwarelösungen, die in Büros oder als reine Kommunikationskomponenten genutzt werden. Als Teile der automatisierungstechnischen Infrastruktur sind sie zwar wenig spektakulär, finden sich dafür aber in allen Ebenen der Automatisierungspyramide wieder. Damit sind sie ein elementarer Bestandteil. In vielen Fällen übernehmen sie einfache und vielfältige Aufgaben, zum Beispiel Konfigurieren und Parametrieren.

Diskussionsplattform für Anwender und Anbieter

Der VDI-Fachbereich Industrielle Informationstechnik gehört zur VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik. Die Fachausschüsse in diesem VDI-Fachbereich haben es sich zum Ziel gesetzt, den Austausch von Anwender*innen und Anbieter*innen industrieller Software und Kommunikation zu fördern. Den funktionalen Anforderungen der Anwender*innen werden die Funktionalitäten der bereitgestellten Technologien der Anbieter*innen gegenübergestellt und kritisch diskutiert. Dafür bieten die Fachausschüsse die passende Plattform.

Der VDI-Fachbereich Industrielle Informationstechnik bearbeitet folgende zentrale Themen:

  • Embedded Software
  • Echtzeitsysteme
  • Computational Intelligence
  • Nutzergerechte Gestaltung von Prozessleitsystemen
  • Agentensysteme
  • Middleware in der Automatisierungstechnik
  • Funkgestützte Kommunikation
  • Security
  • XML in der Automation
  • Nutzergerechte Gestaltung von Maschinenbediensystemen

VDI/VDE-Richtlinien aus dem Fachbereich Industrielle Informationstechnik

Unsere Fachausschüsse

Gremium Beschreibung Vorsitz Stellvertretung Mitglieder
VDI/VDE-GMA FA 5.11 Embedded Software

Der Fachausschuss behandelt alle Aspekte von eingebetteter, echtzeitfähiger objekt-orientierter Software in allen Bereichen der Automatisierung. Zentrale Aspekte sind Zuverlässigkeit , Safety und Security.
Der Fachausschuss führt seine Arbeiten in direkter Kooperation mit der Fachgruppe Ada "Zuverlässige Software-Systeme" der Gesellschaft für Informatik (GI) durch. Durch die Verbindung mit der Fachgruppe Ada ist der Fachausschuss in der GI sowohl mit dem Fachbereich Software als auch mit dem Fachbereich Sicherheit verbunden. Ziele sind gemeinsame Veranstaltungen (Workshops , Tagungen, Publikationen). Analysiert und vermittelt werden relevanten Normen (z. B. IEC 61508, 26262) und Technologien (MultiCore, Virtualisierung).

Dr.-Ing. Hubert B. Keller - Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 5.12 Echtzeitsysteme

Der FA eine gemeinsame Gliederung von GI, ITG und VDI/VDE-GMA.
Thematisch behandelt der Fachausschuss im Echtzeitbetrieb arbeitende, häufig sicherheitsgerichtete eingebettete Rechensysteme und vertritt die Echtzeitprogrammiersprachfamilie PEARL im Normenausschuss Informationstechnik und Anwendungen. Er versteht sich als Ansprechpartner für cyber-physikalische und eingebettete Systeme sowie deren IKT-Sicherheit. Anliegen sind Nachwuchsförderung und Technologieerhalt. Die Zielgruppe arbeitet im Bereich Internet der Dinge, Echtzeit-, sicherheitsgerichtete eingebettete Rechen- und cyber-physikalische Systeme sowie deren IKT-Sicherheit.

Prof. Dr.-Ing. Herwig Unger - Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 5.14 Computational Intelligence

Der Fachausschuss bietet ein Forum zur Diskussion neuer methodischer Ansätze und industrieller Anwendungen auf dem Gebiet der Computational Intelligence. Er entstand 2005 aus den bisherigen Fachausschüssen Neuronale Netze und Evolutionäre Algorithmen (FA 5.21) sowie Fuzzy Control (FA 5.22). Besondere Schwerpunkte sind automatisierungstechnische Anwendungen, z.B. in der Verfahrenstechnik, der Energietechnik, der Automobiltechnik, der Robotik und der Medizintechnik; aber auch Lösungen aus anderen Anwendungsgebieten sind jederzeit von Interesse. Die Ergebnisse werden auf jährlich stattfindenden Workshops präsentiert und in einer offenen Atmosphäre intensiv diskutiert. Dabei ist es gute Tradition, auch neue methodische Ansätze und Ideen bereits in einem frühen Entwicklungsstadium vorzustellen, in dem sie noch nicht vollständig ausgereift sind.

Horst Schulte Frank Hoffmann Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 5.15 Agentensysteme in der Automatisierungstechnik

Schwerpunkt ist die Entwicklung agentenbasierter Applikationen in der Automatisierungstechnik. Im Fachausschuss beteiligen sich die Mitglieder aus deutschen Universitäten, Fraunhofer Instituten sowie Hersteller und Anwender von Automatisierungssystemen an der Entwicklung neuartiger Ansätze, Anwendungen und Methoden von Agentensystemen in der Automatisierungstechnik.
Erste Aktivitäten des Fachausschusses bestanden darin, eine „Landkarte“ über die Einsatzmöglichkeiten von Agenten in der Automatisierungstechnik und die zugehörigen Potentiale zu erstellen. Darüber hinaus wurde eine Begriffsdefinition vorgenommen, um eine einheitliche Sprachregelung für Agentensysteme zu erreichen. Leitfäden zur Erarbeitung von Agentensystemen für die verschiedenen Anwendungsbereiche der Automatisierungstechnik wurden erstellt und Anwendungspotentiale erarbeitet. Die Ergebnisse der Arbeiten wurden und werden in der Richtlinienreihe VDI/VDE 2653 sowie in gemeinsamen Publikationen veröffentlicht und auf verschiedenen nationalen sowie internationalen Konferenzen und Workshops präsentiert. Der Fachausschuss bietet somit eine Forschungs-, Gedanken- und Erfahrungsaustauschplattform.
Die derzeitigen Themen des Fachausschusses werden von den Untergruppen Industrie 4.0, Lernfähigkeit sowie Energie und Smart Grids bearbeitet.
Organisation

Prof. Dr.-Ing. Birgit Vogel-Heuser Prof. Dr.-Ing. Arndt Lüder Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 5.16 Zukünftige Architekturen der Automation

Der Fachausschuss „Zukünftige Architekturen in der Automation“ hat sich zusammen mit der NAMUR und dem ZVEI mit der Erstellung einer Richtlinie der Aufgabe angenommen, die Spezifikation von Modulschnittstellen, zur Verwendung in modularen Anlagen, zu definieren und syntaktisch, semantisch und pragmatisch zu beschreiben.
Modulare Anlagen werden in der Fertigungs- und Verfahrenstechnik vermehrt eingesetzt. Das Ziel hierbei ist die Planungszeit neuer Anlagen deutlich zu verkürzen und Umbauarbeiten an Anlagen zeitlich zu verkürzen. Hierdurch reduziert sich die Stillstandzeit bzw. die Time-to-Market wird bei Neuanlagen deutlich verkürzt. Da die Domänen „Fertigungstechnik“ und „Verfahrenstechnik“ hierbei sehr unterschiedliche Anforderungen an die Modularität stellen, wird vornehmlich die Verfahrenstechnik betrachtet.
Beschrieben wird das Engineering der Automatisierungstechnik modularer Anlagen, wobei sowohl das Modulengineering als auch das Anlagenengineering der Automatisierungstechnik betrachtet wird.
Zur Beschreibung der Modultypen wird das Module Type Package (MTP) verwendet, das die Schnittstellen und Funktionen der Automatisierungstechnik von Modulen definiert und beschreibt und letztlich die Integration von Modulen in eine Prozessführungsebene (PFE) ermöglicht.

Prof. Dr.-Ing. Leon Urbas Dr.-Ing. Henning Mersch Nicht alle Mitglieder haben einer Anzeige im Internet zugestimmt
VDI/VDE-GMA FA 5.21 Funkgestützte Kommunikation

Der Fachausschusses will funkgestützte Kommunikation zum festen Bestandteil industrieller Automatisierungslösungen machen. Die Vorteile, wie Mobilität und Flexibilität sollen auch in automatisierungstechnischen Lösungen genutzt werden. Dazu wird eine quasi-transparente Funkschnittstelle als Ersatz für den drahtgebundenen PhysicalLayer gängiger Kommunikationssysteme definiert. Kontakte zu wichtigen Interessenvertretungen der Automatisierungsindustrie (z.B. Feldbus-Nutzergruppen) werden gepflegt und unterhalten. Betrachtet werden sowohl Bedingungen als auch Vorschriften für den Einsatz von Funklösungen in typischen industriellen Umgebungen, insbesondere im "Ex"-Bereich und die Zuverlässigkeit und Sicherheit funkbasierter Lösungen und ihrer Akzeptanz in der industriellen Anwendung. Diskussionsforen auf wichtigen Messen und Veranstaltung von Fachtagungen zur Präsentation der Darstellung des derzeitigen Entwicklungsstandes runden das Bild ab.

Dr.-Ing. Lutz Rauchhaupt - Dipl.-Ing. Wolfgang Feucht
Dipl.-Ing. Rudolf Hauke
Dipl.-Ing. Thomas Heyn
Dipl.-Ing. Thomas Neugebauer
Dr.-Ing. Thomas Schäfer
Dipl.-Ing. Thomas Schildknecht
Dr.-Ing. Lisa Underberg
Dipl.-Ing. Jürgen Weczerek
Dr. rer. nat. Christoph Weiler
M.Sc. Sarah Willmann
und weitere Experten
VDI/VDE-GMA FA 5.22 Security

Security in automatisierten Anlagen ist elementarer Bestandteil zur Sicherstellung von Verfügbarkeit und Authentizität. Der Ersatz der früher proprietären Systeme durch Standardkomponenten der IT (Hardware, Betriebssystem, Netzwerk) führt zunehmend dazu, dass das Automatisierungssystem potenziell den gleichen Gefahren durch Viren, Würmer, Trojaner und unbedachte Nutzer ausgesetzt ist wie jeder Büro-PC. Anbieter und Betreiber automatisierter Produktionsanlagen müssen gewährleisten, dass diese Anlagen „sicher“ sind. Dabei ist ein Vorgehen nach dem Motto „viel hilft viel“ in der Regel nicht zielführend – vielmehr ist ein systematischer, auf das tatsächliche Gefährdungspotenzial abgestimmter Ansatz erforderlich. Die auf einer Risikoanalyse basierende, „richtige“ Mischung aus organisatorischen und technischen Maß-nahmen entfaltet dann eine angemessene Wirkung, wenn das Vorgehen als „dynamischer Prozess“ verstanden und gelebt wird. Eine zielgerichtete Vorgehensweise muss auf formulierten – in der Regel funktionalen – Anwenderanforderungen beruhen. Für neue Produkte und Systeme muss die Berücksichtigung der Security-Aspekte bereits in der Entwurfsphase beginnen.

Dipl.-Ing. Heiko Adamczyk Dr. Pierre Kobes Kent Andersson
Robert Binder
Marco Fischer
M.Sc. Sarah Fluchs
Michael Kuschmitz
Olaf Mischkovsky
Prof. Dr.-Ing. Henning Trsek
Dipl.-Wirt. Inform. Steffen Zimmermann
und weitere Experten
Dr. Heinz Bedenbender
Ihr Ansprechpartner

Dr. Heinz Bedenbender