Wir verbinden Kompetenz
Verein Deutscher Ingenieure
 
Verein Deutscher Ingenieure > Über uns > VDI vor Ort > Bezirksvereine > Arbeitskreise
Folgen:  FacebookTwitterInstagramXingLinkedInYoutube

Bremer Bezirksverein

Frauen im Ingenieurberuf

Der Bereich "Frauen im Ingenieurberuf" vertritt im größten technisch-naturwissenschaftlichen Verein Europas die Interessen von Ingenieurinnen und Studentinnen der Ingenieurwissenschaften.
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Belange der Ingenieurinnen in der Öffentlichkeit und im Berufsleben stärker zu vertreten und den Ingenieurberuf für Frauen attraktiver zu machen.
Sie haben den direkten Kontakt zu Ingenieurinnen und Studentinnen der Ingenieurwissenschaften auf regionaler Ebene. Wir bieten Informationsveranstaltungen, Broschüren, Tagungen und Kongresse, sowie regionale und bundesweite Treffen.
Weiterführende Informationen erhalten Sie unter fib@bv-bremen.vdi.de

 

"Jung und alt - wir Ingenieurinnen unterstützen uns gegenseitig in allen Lebenssituationen und entwickeln uns mit Kreativität und Enthusiasmus gemeinsam weiter. Wir profitieren von den Erfahrungen der anderen, indem wir uns fachlich und persönlich austauschen. Schaut doch mal rein...."

 

 

AK-Leiterin:

 

Dipl. Ing. (FH) Kathrin Witte

Tel.: 01520-9040496

E-Mail: Kathrinwitte99@gmail.com

Veranstaltungen des Arbeitskreises

Derzeit liegen keine Veranstaltungen vor!

Betriebsbesichtigung bei OHB Systems AG am 17. August 2017

„Gibt es Leben auf dem Mars?“ - Vielleicht bekommen wir schon im Jahr 2020 eine Antwort auf diese Frage - dann startet die nächste Exomars-Expedition der ESA. Einen wichtigen Beitrag hierzu leisten die beiden Bremer Raumfahrtingenieurinnen Anna Metz und Ariane Wyen von OHB Systems AG in Bremen - denn hier wird die Sonde gebaut, die in drei Jahren ein Fahrzeug - ausgestattet mit jeder Menge Messtechnik - zur Oberfläche des Mars bringen wird.
„Acht Monate dauert die Reise zum Mars“ erklärte Anna Metz den 20 interessierten Ingenieurinnen beim AK FIB in den Räumen der OHB Systems AG. Nur alle zwei Jahre gibt es ein Zeitfenster, in dem eine Expedition zum Mars gestartet werden kann - denn nur, wenn sich Erde und Mars an einem ganz bestimmten Punkt in ihrer Umlaufbahn um die Sonne befinden, ist ein Start möglich.Ariane Wyen ist als Strukturanalytikerin dafür zuständig, dass die hochsensiblen Instrumente für die unterschiedlichen Sonden und Satelliten auch sicher an ihrem Ziel ankommen. „Während des Starts sind die Systeme hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Das testen wir unter anderem in Rütteltests, bei denen die tonnenschweren Einheiten mit bis zu 100 Hertz durchgerüttelt werden.“ Extreme Temperaturschwankungen im All werden durch Thermalsysteme kompensiert und die von Ariane designten Strukturen müssen Kräfte von bis zu 13G aushalten. „Das Gewicht der Struktur spielt eine entscheidende Rolle - da feilschen wir schonmal um Millimeter“.„Satelliten zum Anfassen“ - damit wir uns ein Bild von den verarbeiteten Materialien machen können, haben uns Ariane und Anna Bauteile mitgebracht - federleicht und gleichzeitig form- und druckstabil dank der speziellen Sandwichtechnik. Aber natürlich blieb es nicht bei handlichen Bauteilen - im anschließenden Rundgang zur Besucherplattform konnten die im Bau befindlichen Satelliten in Echtgröße bestaunt werden. Zusammengebaut - oder besser integriert - werden die Systeme in Reinräumen, um Kontaminationen zu vermeiden. Nach dem Rundgang wurde genetzwerkt und auch Karrierethemen kamen nicht zu kurz. Über 100 Stellen hat OHB derzeit zu vergeben. Leena Busche - zuständig für Personal und Kommunikation - verwies auf das  angenehme und internationale Arbeitsklima. "Wir sind nicht nur ein familiengeführtes Unternehmen, sondern  - gerade weil viele Kollegen aus dem Ausland kommen und keine Angehörigen hier vor Ort haben - sind wir schon irgendwie auch eine richtige Familie. Und mit einer Frauenquote von fast 20% müssen wir uns in unserer Branche auch nicht verstecken.“ Das finden wir auch - und wer weiß, vielleicht trägt unsere Veranstaltung ja dazu bei, die Frauenquote noch weiter zu steigern.
Bericht: Dipl.-Ing (FH) Kathrin Witte

Impulsvortrag: „Starke Stimme und Stil am Flipchart“, 09.02.2017

Interessant sind die Treffen des AK „Frauen im Ingenieurberuf“ immer; besonders gespannt waren wir dieses mal auf den neuen Veranstaltungsraum des VDI im BITZ, der mit diesem Abend einweiht wurde. So konnten unsere Referentinnen Ute Bries und Natalie A. Peters genau dieses Thema aufgreifen - Spannung.
Ute Bries (Voicing - Stimm- und Sprechtraining) zeigte viel über Körper-, Atem- und Stimmspannung und deren Wechselwirkungen. Die Teilnehmerinnen wurden selbst aktiv und machten „Bodybuilding für die Artikulation“. Bei Sprechübungen mit einem Korken im Mund – und einer Menge Spaß – fanden sie heraus, wie sich die eigene Artikulation positiv verändert, wenn man nur richtig trainiert.
Natalie A. Peter (Stil auf ganzer Linie - Illustration & Flipcharttraining) bewies eindrucksvoll, wie eine Darstellung am Flipchart zu einem wahren Kunstwerk werden kann. Offensichtlich steckt in jeder Ingenieurin auch eine Künstlerin - gelang es doch allen in den praktischen Übungen mit nur wenigen Kniffen und Tricks klar strukturierte, gut leserliche und visuell ansprechende Flipchart-Layouts zu kreieren, die - wie könnte es anders sein - das Zuschauen spannend machen.
Die Quintessenz des Abends lautet: „Fülle den Raum mit Deiner Stimme und gib Deiner Schrift mehr Raum – weil: die Themen es wert sind, Du es wert bist und Deine TeilnehmerInnen es wert sind.“
Ganz sicher haben alle Damen nützliches Handwerkszeug mitgenommen für zukünftige eigene Präsentationen mit einer gespannten Zuhörerschaft.
Genauso wichtig wie die Inspiration durch neue Softskills, ist der Austausch der Teilnehmerinnen untereinander. Anregende Gespräche aus den Bereichen Bionik, Luft- und Raumfahrtechnik und zukunftsfähige Energiesysteme rundeten den Abend ab und am Rande entwickelten sich gleich einige tolle Ideen für zukünftige Veranstaltungen des AK FIB. Nur soviel - es bleibt spannend!
Bericht: Dipl.-Ing. FH Kathrin Witte