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STV Swiss Engineering

STV Swiss Engineering
Der Verband aller Ingenieure und Architekten
Weinbergstraße 41
8006 Zürich
Switzerland

Tel.: +41 (1) 44 26 83-7 11
Fax: +41 (1) 44 26 83-7 00
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Internet: www.swissengineering.ch

 

Der VDI hat mit dem STV ein Visiting-Membership- und ein Doppelmitgliedschaftsabkommen abgeschlossen. Die Unterzeichnung des Doppelmitgliedschaftsvertrags fand Anfang September 2006 in Zürich statt

VDI und STV

VDI und STV unterzeichnen Doppelmitgliedschaftsabkommen

   

 

Am 7. September 2006 unterzeichneten VDI und Swiss Engineering STV in Zürich ein Doppelmitgliedschaftsabkommen. VDI-Direktor Willi Fuchs und Mauro Pellegrini, Zentralpräsident Swiss Engineering STV, werteten den Vertrag als einen großen strategischen Wurf für eine gemeinsame Zukunft der beiden wissenschaftlich-technischen Vereine. Schon im Frühjahr 2004 hatten VDI und STV auf der Hannover Messe ein Kooperationsabkommen abgeschlossen.

VDI-Direktor Willi Fuchs war Anfang September eigens nach Zürich gekommen, um vertraglich zu besiegeln, was sich in den letzten zwei Jahren bewährt hat: die enge Kooperation mit der Schweiz. STV Zentralpräsident Mauro Pellegrini und der VDI-Direktor waren sich einig: „Strategisch ist die Unterzeichnung für uns sehr wichtig und beide Verbände werden davon profitieren“, unterstrich Pellegrini die Bedeutung des Doppelmitgliedschaftsabkommens.

Die Liste der Doppelmitgliedschaftsabkommen des VDI mit ausländischen Vereinen und Verbänden ist beachtlich: Mit den USA, Frankreich, Indien und Norwegen bestehen bereits solche Abkommen. Mit der Swiss Engineering STV ist ein weiterer Partner hinzugekommen, der in der Schweiz das macht, was der VDI hierzulande tut: Als Sprecher der Technik vertritt Swiss Engineering den Berufsstand der Ingenieure und Ingenieurinnen in der Schweiz und in Europa.

VDI und STV verfolgen die gleiche Zielsetzung

Als im April 2004 auf der Hannover Messe ein Kooperationsabkommen zwischen beiden Ländern unterzeichnet wurde, begann der gemeinsame Weg mit dem Ziel, den wissenschaftlich-technischen Austausch zu fördern und die Zusammenarbeit beider Organisationen zu intensivieren und auszudehnen.
Seitdem kooperieren vor allem die beiden südlichsten VDI-Bezirksvereine – der Bodensee-BV und der BV Schwarzwald – eng mit dem Schweizer Ingenieurverband. Denn die geographische Lage - der Bodensee ist kaum mehr als 50 km von Zürich entfernt - ermöglicht gemeinsame Veranstaltungen mit Sektionen der STV, etwa Betriebs- und Messebesichtigungen.

Stärkung des europäischen Technik- und Wirtschaftsstandortes

Als die beiden Repräsentanten Anfang September während des Recruiting Tages der VDI Nachrichten in Zürich das Doppelmitgliedschaftsabkommen unterzeichneten, stand vor allem eines im Vordergrund: die Stärkung des europäischen Technik- und Wirtschaftsstandortes. Beide Länder brauchen hoch qualifizierte Ingenieure, um Innovationen im eigenen Land umzusetzen und damit wettbewerbsfähig zu bleiben.
Fachkräfte fehlen jedoch vor allem in Deutschland. Kein Wunder also, dass das Vortragsforum, das der Vertragsunterzeichnung voranging, die Frage nach den Gefahren und Chancen des Ingenieurmangels aufwarf. Die Antworten lieferten gleichsam Fuchs und Renato Merz, Human Resource Manager, ABB Zentraleuropa und Personalchef ABB Schweiz.

Ja, Gefahren birgt der eklatante Fachkräftemangel zweifelsohne, denn allein in Deutschland können derzeit 20.000 Stellen nicht besetzt werden. „Der Bedarf an Fachkräften ist in den letzten zwölf Monaten um 30% gestiegen“, verdeutlichte Fuchs die prekäre Situation. Fehlen Ingenieure, wandern zwangsläufig früher oder später Technologien ab, so die logische Folge. Auch können Innovationen nicht mehr umgesetzt werden, warnte Fuchs.

In der Schweiz ist die Lage weniger dramatisch: Derzeit wird bis zum Jahr 2014 eine Steigerungsrate von 17 Prozent an diplomierten Ingenieuren und Ingenieurinnen prognostiziert. Aber auch hier werden die Menschen immer älter und immer weniger junge kommen nach: „Heute sind 26 Prozent unter 20, im Jahr 2014 werden es jedoch nur noch rund 20 Prozent sein“, sagte Renato Merz.

„Deswegen müssen beide Länder – Deutschland als auch die Schweiz – heute die Weichen mit Wirtschaft und Politik stellen“, appellierte der VDI-Direktor. Anders gesagt: Die vorhandenen Chancen müssen genutzt werden.

Förderung des technisch-wissenschaftlichen Nachwuchses

Im Hochschulwesen sei es der Bologna-Prozess, der nach unseren strengen Vorgaben vorangebracht werden müsse, so Fuchs. In Forschung und Entwicklung seien es die neuen Technologien, die exzellente Perspektiven bieten. Das alles ist jedoch nicht zu realisieren, wenn der Nachwuchs fehlt: Deswegen liegt in der Nachwuchsförderung vermutlich die größte Chance. Unisono plädierten Fuchs und Merz dafür, dass bereits in der Schule technische und wirtschaftliche Grundlagen vermittelt werden müssten. Darüber hinaus ist es Anliegen von VDI und STV, das allgemeine Technikverständnis zu fördern und Technikbegeisterung – gerade auch bei Frauen – zu wecken.