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Landesverband Niedersachsen

13.12.2017

Gymnasiasten vom MDG Nienburg schicken Sonde ins Weltall

(Bild: MDG)

(Bild: MDG)

(Bild: MDG)

(Bild: MDG)

Mit einem Countdown kündigten die rund 1.200 Anwesenden das Ereignis an: Schüler des Marion-Dönhoff-Gymnasiums Nienburg (MDG) haben am 8. Dezember eine Sonde ins All geschickt. Ziel war es, neben dem Bau und Flug der Sonde, Daten und Fotos beim Flug in die Stratosphäre zu sammeln und auszuwerten.

 

32 Schüler und Schülerinnen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren, waren an dem Projekt beteiligt, das nicht nur den Bau der Sonde, sondern auch die Vermarktung und reibungslose Umsetzung des Projektes beinhaltete. Es wurden mehrere Gruppen gebildet: Sondenbau, Technik/Einladung, Marketing, Catering, Moderation, Sicherheit und Wetterbeobachtung. 

  

Vor dem Start erfolgten die finalen Checks an der Sonde. Rund 35 Kilometer hoch sollte der Wetterballon mit dem Messgerät steigen – bis in die Stratosphäre. Mit an Bord waren auch drei Kameras und der erste Nienburger Astronaut: Teddybär „Berry“.

  

„3, 2, 1 - Start“ – Nachdem die Teammitglieder und Besucher runtergezählt hatten, ging es los. Nach dem Kommando stieg der Wetterballon rasant hoch und zog das selbstgebaute Gerät mit in die Höhe. Die jeweiligen Klassensprecher der anwesenden Schulklassen hielten Schilder hoch und bildeten so die Buchstaben MDG. Nun hieß es abwarten, wo die Sonde landen würde. 

  

Mit dem gelungenen Start endete der Weltraumtag des MDG noch nicht. Schüler und Gäste waren im Anschluss noch zu einer Expertenrunde eingeladen. Nach der Begrüßung ging es im Forum des Gymnasiums mit der Expertenrunde los, bei der rund 125 Gäste – auch aus anderen Schulen – anwesend waren.

  

Dr. Micha Gryschka von der Leibniz Universität in Hannover verdeutlichte den theoretischen Ansatz des Projektes. Dabei traf der Dozent der Meteorologie am Freitagmittag auch eine Vorhersage mit Bezug auf die aktuelle Wetterlage: „Nach meinen Berechnungen sollte die Sonde in der Nähe von Ludwigslust landen. Als nächstes gab es einen Projektmanagement-Vortrag von Dr. Uwe Groth, Unternehmensberater und Vorsitzender des VDI BV Hannover e.V. Er lobte die Schüler immer wieder, denn um so ein großes Projekt auf die Beine zu stellen, bedarf es einer ganzen Menge Organisation: „Ihr habt das so gut gemacht, ich würde euch direkt einstellen.“. 

  

Thomas Reiter berichtete den Schülerinnen und Schülern von seinem Werdegang, der europäischen Weltraumorganisation (ESA) und seinen zwei Raumflügen. Sein erster Raumflug war dann im Jahr 1995 zur Raumstation Mir. Im Juli 2006 startete Reiter seine Expedition zur ISS, wo er ein halbes Jahr arbeitete.

Per GPS meldete abschließend die zur Erde zurückgekehrte Sonde - diese war tatsächlich nicht weit vom bereits prognostizierten Landeort Ludwigslust gelandet. Das Signal kam aus der Nähe des niedersächsischen Ortes Trebel. Die Hoffnung war groß, dass die von ihnen selbst zusammengebaute Sonde am Ende viele Daten – Luftdruck und Temperatur und Fotos beim Flug in die Stratosphäre sammeln würde. 

  

Weitere Informationen: www.jet-online.net  

 

  

 

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