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Warum setzen wir uns als Ingenieurinnen und Ingenieure für eine zirkuläre Wertschöpfung ein? Wie engagieren wir uns und was machen wir?

Warum?

WIR sind überzeugt, einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort OWL mit circular economy weiterzuentwickeln.

Wir erschließen zusätzliche Qualitätspotenziale für Produkte und Dienstleistungen, in dem wir über die Effizienz hinaus positive Effekte für Mensch und Natur und Wirtschaft erzielen.  

Effektive Qualität bedeutet für die …

Menschen: ein gesundes Lebens- und Arbeitsumfeld mit gesunden Produkten, soziale, globale Gerechtigkeit (Faire Lohngefüge), Bildung: Verantwortung und Kompetenz für das Handeln in den planetaren Grenzen.

Natur: eine positive CO₂ Bilanz (mehr CO₂ binden als ausstoßen), Verbesserung der Wasserqualität (das genutzte Wasser der Betriebe hat Trinkwasserqualität), Naturschutz durch Ressourcenerhalt und Artenvielfalt, Vermeidung von Müll

Wirtschaft: den Erhalt von einmal eingesetzten Rohstoffen, Unabhängigkeit von den schwankenden Rohstoffpreisen, Nutzung verschiedener Lieferketten, stärkere Kundenbindung und Optimierungspotenziale der Produkte durch serviceorientierte Geschäftsmodelle

Wie?

WIR stellen die Prozesse des Wegwerfens produzierter Güter in Frage und setzen auf eine circular economy.

Wir als Ingenieurinnen und Ingenieure gestalten unsere hochwertigen Produkte so, dass die einzelnen Komponenten ersetzbar und instandsetzbar sind.

Nach dem Ende einer Nutzung kann das Produkt für einen neuen Prozess umgerüstet und weiterverwendet werden. Wenn die weitere Nutzung nicht mehr wirtschaftlich ist, kann das Produkt sortenrein zerlegt und die einzelnen Stoffe dem Produktzyklus wieder zugeführt werden – Wir können das machen!  

Was?

WIR entwickeln Handlungskorridore in Produktion, Handel und Anwendung

...sodass sich die Circular economy durchsetzt und weiterentwickelt.

Dazu unterstützen wir Menschen in Unternehmen, Kommunen, Institutionen und Hochschulen mit professioneller Vernetzung, um Know How zu generieren und zu transferieren. Aus den Impulsen der Akteure entwickeln wir Erkenntnisse in gemeinschaftlichen Fachforen, Learning Groups, Fachvorträge, Hackathons, Betriebsführungen, Workshops.

Vision und Mission unserer Mitglieder, Partnerinnen und Partner

Als einer der weltweit führenden Automobilzulieferer engagiert sich ZF bereits seit mehreren Jahrzehnten im Bereich Remanufacturing. Am Standort Bielefeld beschäftigen sich über 200 Mitarbeiter mit der Aufarbeitung von Antriebstrangkomponenten wie Kupplungen, Drehmomentwandler und Ausrücksystemen. Eine zirkuläre Wertschöpfung kann nur dann erfolgreich betrieben werden, wenn ein funktionierendes Rückführsystem für Altteile etabliert ist. Schon bei der Entwicklung eines Produktes wird bei ZF an die Wiederverwendung gedacht. Design for Remanufacturing ist eine wichtige Grundlage für eine zirkuläre Wertschöpfung nach dem Cradle to Cradle Prinzip und damit für einen Produktkreislauf mit Zukunft.

Der VDI OWL ist für uns ein innovativer Impulsgeber im Bereich der zirkulären Wertschöpfung. Wir Ingenieure haben die Aufgabe, zusammen mit dem VDI OWL als starken Partner und als Netzwerkplattform, das Thema Zirkuläre Wertschöpfung weiter voranzutreiben.

Jörg Witthöft, Standortleiter; Gerd Bobermin, Meister Wandlerfertigung & Kleinserie; Thorsten Krug, Leiter Prozessmanagement, ZF Freidrichshafen AG

Meine Motivation für die Gründung eines Unternehmens zur Verlängerung des Lebenszyklus von Materialien beruht auf einer Reihe von Erfahrungen und persönlichen Erlebnissen. Da ich gerne in Länder reise, in welchen deutlich geringere Lebensstandards gelten als in Deutschland, wurde mir immer wieder deutlich vor Augen geführt, in welchem Überfluss wir hier leben. Leider gehören zu unserer Konsumgesellschaft auch eine Menge Abfälle, die unter dem schönen Namen Recycling entsorgt und schließlich weiterverarbeitet werden. Die Umweltauswirkungen der Recyclingprozesse werden dabei gerne außer Acht gelassen.

Unser Paderborner Start-Up ReUse and Trade soll genau hier ansetzen und Unternehmen die Möglichkeit bieten, Materialien noch einmal zu handeln, die zu schade zum Wegwerfen sind. Durch die Wiederverwendung von Materialien anstelle einer Entsorgung oder eines Recyclings werden deren Lebenszyklen verlängert. Vermeintliche Abfälle bleiben somit werthaltige Materialien, die unmittelbar wiederverwendet werden können. Zudem ist der Verkauf deutlich lukrativer für Unternehmen als der herkömmliche Entsorgungsweg.

Katharina Dombrowski, Geschäftsführung, ReUse and Trade GmbH 

 

Die Ressourcen der Erde sind endlich - dieses sollte sich in unserem Handeln widerspiegeln.
Ein Weg ist der des Verzichtes oder wir verändern unsere Wirtschaftsweise vollkommen.
Die Prinzipien des zirkulären Wirtschaftens hat einen umfassenden Blick auf den Lebenszyklus eines Produktes/Dienstleistung. Diese sind die Möglichkeit, viele Themen wie Klimawandel, endliche Ressourcen sowie soziale Themen mit einem umfassenden Blick zu erfassen und Lösungen zu erarbeiten.

Heike Wulf, Leiterin des Netzwerkes "Frauen im Ingeniuerberuf", VDI OWL

Das zirkuläre Wirtschaften im Sinne einer Circular Economy schaut vom Produkt ausgehend auf den Nutzungskreislauf. Dabei gilt es, sowohl Rohstoffe als auch Produkte so lange wie möglich in der technischen Nutzung und somit im Wirtschaftsprozess zu halten. Um die Kreislaufführung von Ressourcen zu verbessern, gilt es nachhaltige Geschäftsmodelle, Verfahren, Prozesse und Produkte zu entwickeln. Die Effizienz-Agentur NRW unterstützt produzierende Unternehmen in Nordrhein-Westfalen auf diesem Weg mit ihrem Beratungsangebot im Themenfeld Ressourceneffizienz.

Dr. Peter Jahns, Leiter der Effizienz-Agentur NRW

 

Um ressourcenschonender zu wirtschaften, müssen wir zukünftig mehr in ganzheitlichen Kreisläufen denken. Die Prinzipien des zirkulären Wirtschaftens ermöglichen uns einen umfassenden Blick auf den Lebenszykus eines Produktes und befähigen uns, zukünftig sowohl Rohstoffe als auch Produkte so lange wie möglich in der technischen Nutzung und somit im Wirtschaftsprozess zu halten – zum Nutzen unserer Wirtschaft, Gesellschaft und der Umwelt.

Die Ressourcen der Erde sind endlich – diese Erkenntnis sollte sich auch in unserem Handeln widerspiegeln.

Heike Wulf, Beraterin bei der Effizienz Agentur NRW, Büro Bielefeld

Wir reisen auf einem großen Raumschiff durch das Weltall. Wenn ich nachts in den Sternenhimmel schaue, wird mir wieder bewusst, wie klein und unbedeutend ich in dem großen Ganzen bin und wie viele Rätsel es noch zu lösen und Geheimnisse zu entdecken gibt. Aber auch was für ein glücklicher Zufall es ist, dass ich gerade jetzt auf diesem wunderschönen Raumschiff Erde unterwegs sein darf. Mit meinem Handeln kann ich dazu beitragen, dass es hier auch schön bleibt. Mit jeder Tomate aus der Region, die ich ohne Verpackung kaufe, mit jedem Erwerb eines fair hergestellten Kleidungsstücks, mit jeder Reparatur meiner Geräte, mit jedem Gespräch über zirkuläre Wertschöpfung, … bin ich ein kleines Zahnrädchen, was sich in die richtige Richtung dreht und es uns Menschen hoffentlich noch lange ermöglicht mit dem Raumschiff Erde das Universum zu erkunden.

Fabian Schoden Vorstand VDI OWL/Social Media

Ostwestfalen-Lippe ist Netzwerkregion! In Branchen- und Innovationsnetzwerken zeigen Wirtschaft und Wissenschaft seit 20 Jahren, dass sie gemeinsam viel erreichen können, wenn alle über die eigenen Grenzen hinaus denken. Damit hat OWL ideale Voraussetzungen, das Thema zirkuläre Wertschöpfung voranzutreiben. Denn für die „Circular Economy“ stellt die Zusammenarbeit der Akteure eine Herausforderung dar: Es handelt sich um ein für alle Beteiligten gewinnbringendes Kooperationssystem, indem die Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammenkommen. Aus der Perspektive eines Ingenieurs halte ich es für wesentlich, dass die Ingenieur*innen aus den Unternehmen für das Denken in Kreisläufen gewonnen werden. Der VDI Ostwestfalen-Lippe ist als erfolgreiches Ingenieurnetzwerk mit über 3.000 Mitgliedern (150.000 bundesweit) und verschiedenen Disziplinen Impulsgeber für Innovationen zur Umsetzung einer „Circular Economy“. Die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld vernetzt und informiert die Wirtschaft. Wie die IHK zu den Unternehmen hat der VDI den kurzen Draht zu den Ingenieuren.

Uwe Lück, Referatsleiter, Technologie und Innovation, Hochschulbeauftragter, Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld und Mitglied im VDI OWL e.V.

 

NRW-Fördermittel für den VDI OWL und seine Netzwerkpartner

Sie sichern den nächsten Schritt der „Zirkulären Wertschöpfung“ für die Region Ostwestfalen-Lippe

Wachsende Abfallberge, Ressourcenverschwendung, knappe Bauschuttdeponieräume, teure seltene Erden, die nach der Nutzung zu 99 Prozent verloren gehen – das wollen sich Ingenieurinnen und Ingenieure in Unternehmen im Bereich Maschinenbau, Energietechnik, Bauwirtschaft, Lebensmittel oder Gesundheitswirtschaft nicht länger erlauben. Ein zukunftsfester Produktions- und Wirtschaftsstandort ohne Schrott und Abfall ist ihre Vision für Ostwestfalen-Lippe (OWL). Das wird jetzt mit Landesmitteln gefördert.

Die vom VDI OWL und seinen Partnern angestoßene Initiative für zirkuläre Wertschöpfung wird nun für drei Jahre vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl vom Regierungsbezirk Detmold übergab jetzt dem Projektkonsortium „CirQuality OWL“ den Zuwendungsbescheid über knapp 1,2 Millionen Euro. Vorausgegangen war ein positiver Juryentscheid für die Ostwestfalen im Landeswettbewerb um die besten Konzepte aus NRW-Regionen. Thomann-Stahl betonte: „Je souveräner die heimischen Unternehmen ihre Leistungen vom Ressourcenverbrauch abkoppeln, desto größer wird ihr langfristiger Vorteil im nationalen und internationalen Wettbewerb sein.“

Friederike David, VDI OWL GeschäftsstelleVDI OWL/Katrin Biller

Friederike David, VDI OWL Geschäftsstelle

Hauptamtlich für "CirQualityOWL"
Klaus Meyer, 1.stellv. Vorsitzender VDI OWLBild: VDI OWL/Nitschke-Fotografen

Klaus Meyer, 1.stellv. Vorsitzender VDI OWL

Ansprechpartner im Ehrenamt
Prof. Dr.-Ing. Eva Schwenzfeier-HellkampVDI OWL/Nitschke Fotographen

Prof. Dr.-Ing. Eva Schwenzfeier-Hellkamp

Ansprechpartnerin im Ehrenamt