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Zirkuläre Wertschöpfung

Bild: Adobe-Stock_willyam

Viele Konsument*innen legen Wert auf nachhaltige Verpackungen bei Take-Away-Food.

Kooperationsveranstaltung rund um das Thema: Mehrweg-Lösungen

Ab dem 01.01.2023 sind viele Gastronomiebetriebe verpflichtet eine Mehrweglösung in ihrer Gastronomie anzubieten. Auf dieser Veranstaltung wurden kreative Lösungen und aktuelle Entwicklungen vorgestellt. Teilnehmer*innen konnten sich rund um das Thema Mehrweglösungen in der Gastronomie informieren.

Es wurden Fragen beantwortet wie:

  • Was bedeutet die Novellierung des Verpackungsgesetzes für meinen Betrieb?
  • Welche Mehrweglösungen gibt es?
  • Aus welchem Material bestehen die Gefäße? Welche Vorteile stecken hinter dem Design?
  • Welche Praxiserfahrungen haben andere Gastronom*innen bereits gesammelt?
  • Wie schule ich meine Mitarbeiter*innen? Worauf muss ich in Hinblick auf Hygiene achten?
  • Was kann ich als Konsument*in tun? Kann ich auch mein eigenes Gefäß mitbringen?

Neben kurzen Impulsvorträgen zum Thema gab es diverse Aktions- und Informationsstände und die Möglichkeit, die kulinarische Vielfalt in Mehrweg, die der Harms Markt bietet, auszuprobieren!

"Wir ändern den Kurs | OWL.zirkulär.zukunftsfähig - auf dem Weg zur Modellregion

Mehr als 100 Interessierte auf der Gemeinschaftsveranstaltung mit der ZF Friedrichshafen AG, der Stadt Bielefeld und dem VDI e.V.

Vor Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen, Kommunen, Verbänden und Institutionen sprachen Prof. Michael Braungart, der Erfinder des Ansatzes Cradle to Cradle; Alexander Nagel, Anwendungstechniker bei der Tana Chemie GmbH und Jörg Witthöft, Standortleiter der ZF Friedrichshafen AG, Werk Bielefeld aus unterschiedlichen Perspektiven über zirkuläre Wertschöpfung und denWeg in eine Circular Economy.

Klimakrise, Rohstoffmangel und Umweltverschmutzung seien lösbar durch Qualität statt Quantität, die lebenslange Nutzung recycelbarer Materialien, ineinandergreifende Kreisläufe zur Wiederverwertung aller Wertstoffe und Produktteile, erklärte Prof. Michael Braungart, der Erfinder des Ansatzes Cradle to Cradle (englisch für „Von der Wiege zur Wiege“). Leider seien Nachhaltigkeit, Klimaneutralität, Fußabdruckminimierung oft nur leere Schlagworte. Die Zielsetzung müsse lauten: Nützliches tun für Mensch, Flora und Fauna. Erstrebenswert sei nicht ein neutraler, sondern ein positiver Fußabdruck.

So könne man beispielsweise Gebäude bauen, deren Oberflächen Feinstaub binden, wie das begrünte Rathaus Venlo. „In einer Stadt wie Bielefeld verliert jeder Mensch rund 4,5 Lebensjahre durch Feinstäube“, so seine Aussage, „weniger schlecht ist nicht gleich gut“. Design und Qualität könnten so verbessert werden, dass positive, nachhaltigkeitsbezogene Wirkungen eines Produkts und damit verknüpfter Geschäftsaktivitäten entstünden, sowohl für die Gesellschaft als auch für die Umwelt.

In dieser Hinsicht gehört die ZF Friedrichshafen AG, Hauptsponsor der Veranstaltung, zu den Vorreitern in der Region. Bereits 1963 begann im Werk Bielefeld die Aufarbeitung von Lkw-Kupplungsdruckplatten und Kupplungsscheiben. Längst werde in der gesamten Unternehmensgruppe serienmäßig und wirtschaftlich eine funktionierende Kreislaufwirtschaft betrieben, so Veranstaltungsinitiator Jörg Witthöft, Leiter des Standorts Bielefeld der ZF. „Das Werk Bielefeld verarbeitet jährlich rund 10.000 Tonnen Altteile“, so Witthöft, „das entspricht ungefähr dem Gewicht des Eifelturms.“ Das Ende der 1990er Jahre entwickelte Cradle to Cradle-Prinzip werde bei ZF als Innovationstreiber, als Teil der Unternehmenskultur gesehen. Ein Großteil der Produkte – darunter auch ein erstes mit elektronischen Bauteilen – sei heute Cradle to Cradle zertifiziert.

„Nicht nur reden, sondern einfach machen“

Die Zirkuläre Wertschöpfung rechnet sich bei ZF ökologisch wie betriebswirtschaftlich. Das zeigt das Beispiel Kupplungs-Druckplatten: Eine 98prozentige Aufarbeitungsquote sorge im Vergleich zur Neuproduktion für 70 bis 90 Prozent Materialeinsparung, rund 90 Prozent Energieeinsparung und rund 80 Prozent CO2-Einsparungen, erklärte Witthöft. Seine Empfehlung an Unternehmen: „In punkto Kreislaufwirtschaft nicht nur reden, sondern einfach machen, umsetzen.“

Ebenfalls beispielhaft in ihrer Branche nimmt sich die Werner & Mertz Group aus, die statt auf CO2-Kompensierung schon seit vielen Jahren auf die Reduzierung und Vermeidung von Abfällen und Emissionen setzt. „Nachhaltigkeit von Anfang an“, so das Motto von Alexander Nagel, der als Anwendungstechniker bei Tana-Chemie Unternehmen in punkto Hygiene und Reinigung berät und wie sie ihre Umweltbilanz durch den Einsatz Cradle to Cradle zertifizierter Produkte verbessern können. Die Werner & Mertz Group hat sowohl eine professionelle Sparte für gewerbliche und kommunale Abnehmer (Tana-Chemie) als auch eine Sparte für Endverbraucher (Frosch-Produkte). Alle Produkte in beiden Sparten sind Cradle to Cradle zertifiziert.

Nagel stellte den Wertschöpfungsansatz hinter der Tana-Produktlinie vor. Diese besteht aus nachwachsenden Rohstoffen (pflanzlichen Tensiden) und firmeneigenem Brunnenwasser, abgefüllt in Flaschen aus Recycling-Kunststoff. Die Produktion erfolge auf der Basis erneuerbarer Energien. „Bäumchen pflanzen und CO2-Zertifikate bringen keine grundsätzlichen Veränderungen, man belügt die Verbraucher, die Politik und sich selbst, so unsere anfänglichen Überlegungen“, berichtete Nagel, „zunächst waren Investitionen notwendig, seither sparen wir Rohstoffe und Kosten. Heute sind alle Produkte auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und inzwischen werden wir nachgeahmt“. Insgesamt würden allein bei den Behältern gegenüber einer herkömmlichen Produktion an die 2.800.000 Kilogramm CO2, rund 880.000 Kilogramm Rohöl und 396.000 Kilogramm Kunststoff eingespart.

 

Regionale Akteure stellen zirkuläre Ansätze vor

Diese Kriterien des „Vermeidens und Reduzierens“ waren ausschlaggebend für die Reinigungsmittelwahl der Stadt Bielefeld. Seit Jahren werden alle städtischen Gebäude und Einrichtungen mit den Tana-Produkten gereinigt. Die Stadt Bielefeld punktet zudem mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie, mit dem Ökoprofit-Förderprogramm für Unternehmen zur Ressourcenreduzierung und Abfallvermeidung oder dem Beratungsleitfaden „Gewerbe und Bauen“ mit Cradle to Cradle-Ansatz (seit 2013). Oberbürgermeister Pit Clausen sah weitere Ansätze: „Als Stadt sind wir gefordert, dem Gedanken noch mehr Rechnung zu tragen, wie über das Baurecht. Wir haben zum Beispiel beschlossen, keinen eingeschossigen Einzelhandel mehr zuzulassen, sondern auf Mehrgeschossigkeit und weitere Nachhaltigkeitskriterien im Bau zu setzen.“

Moderatorin Friederike David, Geschäftsstellenleiterin des VDI OWL, begrüßte auch VDI-Direktor Ralf Appel und betonte: „In Bielefeld und OWL haben bereits viele Verantwortliche, Geschäftsführungs- und Vorstandsmitglieder sowie Führungskräfte, den Kurs geändert, auch dank der von Ingenieurinnen und Ingenieuren erarbeiteten Lösungen.“ Vor dem Hintergrund der Klimakrise hätten sie zirkuläres Wirtschaften als Qualitäts- und Innovationstreiber erkannt, der in dreifacher Hinsicht profitabel sei: wirtschaftlich, sozial und ökologisch.

Weitere Botschafter für Zirkuläre Wertschöpfung gab es im Historischen Saal an den mehr als einem Dutzend begleitenden Ausstellungsständen. Darunter waren auch die Bielefelder Vogel GmbH für Papierverarbeitung und -veredelung mit ihrer Produktion umweltfreundlicher Lebensmittelverpackungen; die IP Adelt GmbH, Bielefeld mit nachhaltigen Werbe- und Präsentationsmitteln wie Produktordnern; der Bielefelder Fachgroßhändler Julius Brune GmbH & Co. KG, spezialisiert auf nachhaltige Hygiene- und Reinigungsprodukte; die ReUse and Trade GmbH, die eine gewerbliche Materialbörse von Paderborn aus betreibt; die von Scientists for Future ab 2023 geplante mobiel-Klimabahn mit Informationen und Handlungsanregungen; recyclingfähige Wineo-Bio-Fußböden aus nachhaltigen Rohstoffen, produziert in Lippe; das Projekt Re-Build-OWL für zirkuläres Bauen (Lippe Zirkulär) sowie die VDI Kampagne sail.Ing OWL auf Kurs 1,5 Grad (siehe Kasten).

 

Biologische und technologische Kreisläufe ergänzen sich

Professor Braungart regte zudem Geschäftsmodelle an, die anstelle von Maschinen und Produkten Nutzungen und Dienstleistungen mit genau definierten Nutzungszeiten verkauften – wie 3000mal Wäsche waschen, 15 Jahre Küchen- oder Fußbodenbenutzung, Verlängerungsoption bei Bedarf. Auf diese Weise hätten die Hersteller eine Rückgabegarantie, könnten in punkto Materialbeschaffung langfristig planen und die separierten Wertstoffe nach Rücklieferung immer wieder einsetzen. Dafür sei eine umfassende Digitalisierung Voraussetzung. Warum nicht Fenster zu Fenstern oder Autos zu Autos recyceln, so seine rhetorische Frage. Von der Wiege in die Wiege: Biologische Nährstoffe zirkulieren in biologischen Kreisläufen, technische Wertstoffe in technischen Kreislaufen.

Sensibilisieren, unterstützen und vernetzen, Zirkuläre Wertschöpfung in der Wirtschaftsregion OWL weiterverbreiten, das war Sinn und Zweck der Gemeinschaftsveranstaltung in der Ravensberger Spinnerei. Die rund 140 Gäste tauschten sich aus, nahmen viele Anregungen und neue Kontakte mit. Und die motivierenden Worte Professor Braungarts: „Ein Produkt, das Abfall wird, hat einen Qualitätsmangel. Wir brauchen Innovationen, Qualität und Schönheit als Basis. Wir brauchen Dinge für Wirtschaft und Gesellschaft, die Mensch und Umwelt guttun.“ OWL ist auf einem guten Weg, zirkulär und zukunftsfähig – vielleicht sogar zur Modellregion für eine Circular Economy, mit einer Wertschöpfung aus stetigen Kreisläufen...

 

Text: Martina Bauer, freie Journalistin

Regionale Akteur:innen stellen ihre zirkulären Ansätze vor

Diese Teilnehmer:innen der Austellung haben den Kurs geändert!

  • IP Adelt GmbH, Bielefeld
  • GLASS GmbH & Co. KG, Paderborn
  • FH Bielefeld/ Ites: Institut für technische Energiesysteme
  • Julius Brune GmbH & Co. KG /Tana Chemie GmbH
  • ReUse and Trade GmbH, gewerbliche Materialbörse, Paderborn
  • Projekt Re-Build-OWL für zirkuläres Bauen (Lippe Zirkulär), OWL
  • "sail.ing OWL Kurs auf 1,5 Grad", Kampagne des VDI OWL
  • Scientists for Future, geplante mobiel-Klimabahn mit Informationen und Handlungsanregungen ab 2023, Bielefeld
  • Vogel GmbH, Papierverarbeitung und -veredelung, Bielefeld
  • Wild Plastic GmbH, Hamburg
  • Windmöller GmbH mit recyclingfähige Wineo-Bio-Fußböden aus nachhaltigen Rohstoffen, Augustdorf
  • ZF Friedrichshafen AG, Standort Bielefeld

Weitere Best Practice Unternehmen aus der Region OWL finden Sie hier: CirQuality OWL

Weitere Veröffentlichungen zur Veranstaltung "Wir ändern den Kurs" | OWL.zirkulär.zukuftsfähig

Zirkuläre Wertschöpfung - Vision und Mission

Circular Economy – Produkte endlos denken

Viele Produkte werden mit hohem Einsatz von exzellenter Ingenieurkunst hergestellt, um nach Benutzung am Ende auf dem Müll zu landen. Wiederverwertung ist die Ausnahme, bei seltenen Erden z.B. liegt die Rückgewinnung weit unter 1%! In der Circular Economy, der zirkulären Wertschöpfung, geht es darum, Produkte von der ersten Idee an so zu entwickeln, dass alle Komponenten nach ihrem Gebrauch werthaltig (!) in einen neuen Wertschöpfungsprozess eingehen können und kein Restmüll entsteht.

Aktuell verschärfen die zunehmenden Verbundwerkstoffe, die Durchdringung mit Mikroelektronik (IoT) oder ausgeschöpfte Deponiemöglichkeiten gerade die Herausforderungen. Große Chancen also für neu gedachte Technik, die ihre Leistungsfähigkeit nach Nutzen und nicht nach Materialeinsatz und Tonnage definiert.

Circular Economy bedient die aktuellen 17 UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und die Europäische Union hat einen umfassenden Aktionsplan dazu erstellt, der alle zukünftigen EU-Programme prägen wird. Mit gutem Grund: Internationale Standorte mit hoher Produktionskompetenz bereiten sich bereits aktiv auf Circular Economy vor, um die Wachstumsbedarfe in den Wirtschaftssystemen, den Märkten der Welt mit seinen sieben – bald zehn – Milliarden Menschen dann tatsächlich nachhaltig und robust bedienen zu können.

Eine Zukunftsaufgabe für alle Ingenieurdisziplinen, die der VDI mit diesem Fokusthema und der aktiven Kompetenz seiner Mitglieder angeht.

Zirkuläre Wertschöpfung, Nachhaltigkeit und mehr: das Projekt CirQuality OWL

Ein Podcast von und mit Social Media Schnack

 

Bei Social Media Schnack - im Gespräch mit Thorsten Ising und Frank Michna - haben wir unsere Initiative CirQuality OWLvorgestellt: Wie es dazu kam, welche Impulse und Dynamiken es vorher gab, welche Ziele wir (erreicht) haben, was wir machen, wer beteiligt ist, mit wem wir kooperieren, wohin es gehen soll und wie die nächsten Schritte sind.

Hier geht es direkt zum Podcast!

Herzliche Grüße

Almut Rademacher/owl maschinenbau, Ulrike Künnemann/InnoZent OWL und Friederike David/VDI Verein Deutscher Ingenieure Ostwestfalen-Lippe.

Politik trifft auf ostwestfälische Wirtschaft

CirQuality OWL lud am 23. November 2021 zum virtuellen Hintergrundgespräch ein

Am 23.11.2021 waren Landtags- und Bundestagsabgeordnete aus Ostwestfalen-Lippe im Rahmen der Initiative CirQuality OWL eingeladen, einen Einblick in konkrete Circular Economy Ansätze in Unternehmen zu gewinnen. Drei regionale Unternehmen stellten vor, wie sie sich engagiert und sehr erfolgreich auf den Weg gemacht haben, um Stoffströme und Produkte in Kreisläufe zu bringen. Das Gespräch war der Auftakt für einen Dialog zwischen Wirtschaft und Politik, der die Schaffung von transformativen Allianzen unterstützen soll.

Die drei regionalen Unternehmen waren:

  • Weidmueller Interface GmbH & Co. KG, Detmold, Mark Edler, Vice President Global Environment, Health, Safety und Dr. Eberhard Niggemann, Leiter der Weidmüller Akademie,
  • Windmöller GmbH, Detmold, Annika Windmöller,Leitung Unternehmenskommunikation undDr. Thomas Hohberg, Vertriebsleiter OEM / Bodensysteme,
  • ZF Friedrichshafen AG, Standort Bielefeld, Jörg Witthöft, Senior Manager,

Mit vielfältigen, inspirierenden Konzepten und Lösungen haben sie die Runde beeindruckt und aufgezeigt, wie sie mit ihren Ansätzen für eine Circular Economy zu den Vorreitern in der Region zählen.

Produkt- und Stoffkreisläufe nach Circular Economy Ansätzen zu gestalten, ist  in der Praxis noch kein Selbstläufer und stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Besonders schwierig ist z.B. die Kreislaufführung von langlebigen Produkten, da nicht absehbar ist, ob erlaubte Inhaltsstoffe von heute nicht als Schadstoffe in 10-30 Jahren eingestuft werden. Weiterhin gibt es viele gesetzliche Regelungen, die Kreisläufe aktuell eher behindern und ausbremsen als fördern, z.B. unzureichende Müllvermeidungsstrategien, die immer noch zu einem hohen Verlust von Wertstoffen führen oder fehlende Anreizsysteme zur Erstellung von CO2 reduzierten Produkten.

Folgende Wünsche wurden an die Politik formuliert:

  • Die Rahmenbedingungen und Gesetze für eine Circular Economy sollten praxisnah gestaltet werden. Nachhaltigkeitsaktivitäten sollten gefördert und unterstützt werden anstatt sie zu behindern.
  • Dafür sind weltweite bzw. mindestens EU einheitliche Regeln und Gesetze erforderlich.
  • Als Bewertungs- und Entscheidungskriterien sollten wissenschaftliche Fakten wie Ökobilanzen oder EPDs (Environmental Product Declaration) als Grundlage genommen werden. Die Festlegung von Recyclingquoten ist kein zwingend sinnvoller Maßstab.
  • Die Herstellung von CO2 reduzierten Produkten sollte gefördert werden, ebenso die Aufarbeitung von Produkten (versus Neuprodukte) sowie die Schaffung von Wertstoffen.
  • Gleichzeitig sollte es Auflagen zur Verhinderung von Abfällen und Vorgaben zur Reduzierung der produktspezifischen CO2 Bilanz geben.
  • Die Transparenz bezüglich einer Klimaneutralität sollte erhöht werden. Aktuell werden Produkte und Dienstleistungen als klimaneutral beworben, die durch CO2-Kompensationsmaßnahmen (Green Buying) klimaneutral „gerechnet“ wurden. Zukünftig sollten Kompensationen transparent und separat ausgewiesen werden. Dies ist notwendig, um tatsächliche Verbesserungen in Prozessen, Geschäftsmodellen usw. klarer sichtbar und somit attraktiver zu machen.
  • Die Übergänge vom Abfall- zum Produktrecht (REACH, ROHS usw.) sollten überarbeitet und praxisnäher gestaltet werden.
  • Sortier- und Recyclingtechnologien sollten weiterentwickelt werden.
  • Mit ihrem Beschaffungsvolumen von 300 - 500 Milliarden Euro kann die öffentliche Hand in Deutschland auf der Nachfragerseite eine sehr große Lenkungswirkung hin zu kreislauffähigen Produkten und Materialien erzielen.

Dieser Dialog zwischen Politik und ostwestfälischer Wirtschaft hat seinen Anfang gemacht und soll weitergeführt werden, denn uns interessiert:

  • wie Vertreter:innen der Politik im Rahmen Ihrer politischen Funktionen den Prozess zu einer Circular Economy in OWL unterstützen können;
  • wie Allianzen zwischen Politik & Wirtschaft aussehen können, um die drängenden ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern.

 

Teilnehmende aus der Politik

  • Wibke Brems, MdL, GRÜNE, Gütersloh
  • Karin Bültmann, GRÜNE, Wirtschaft und Landesentwicklung, Düsseldorf
  • Georg Fortmeier, MdL, SPD, Gütersloh-Bielefeld
  • Christina Kampmann, MdL, SPD, Bielefeld
  • Patrick Bockwinkel, wissenschaftl. Mitarbeiter von Ellen Stock, MdL, SPD, Lippe
  • Bernhard Hoppe-Biermeyer, MdL, CDU, Paderborn
  • André Kuper, MdL, CDU, Gütersloh
  • Bianca Winkelmann, MdL, CDU, Minden-Lübbecke
  • Kerstin Vieregge, MdB, CDU, Lippe
  • Marc Lürbke, MdL, FDP, Paderborn

Teilnehmende aus Ministerium und Zivilgesellschaft

  • Reinhold Rünker, Abteilung III – Wirtschaftspolitik, Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
  • Dr. Ole Wintermann, Agenda Nachhaltige Transformation, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh

Den ausführlichen Bericht mit der Vorstellung der drei Unternehmen und dem Statement von Reinhold Rünker, Abteilung III – Wirtschaftspolitik des Wirtschaftsministeriums NRW (MWIDE) finden Sie auf unserer Website der Initiative Cirquality OWL oder hier als Download: Politik trifft auf ostwestfälische Wirtschaft.

Kooperationen

Die Konsortiums-Partner - neben dem VDI OWL - sind:

Kooperationspartner von CirQuality OWL sind:

VDI NRW