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Online-Veranstaltung

„Climate Justice or Riot!?" – Über das Spannungsverhältnis von Klimaethik und Demokratie

Beschreibung

Der menschengemachte Klimawandel ist die wohl größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Negative Folgen der globalen Erwärmung sind bereits heute sicht- und spürbar. Und die Möglichkeit sich selbst verstärkender Rückkopplungsprozesse, hat einige Forschende dazu bewogen, die Klimakrise als existenzielles Risiko einzustufen – ein Ereignis, welches das menschliche Leben auf Erden auszulöschen oder drastisch zu reduzieren imstande ist.

Die politischen Maßnahmen zum Klimaschutz sind nach Auffassung vieler Bürger allerdings bei Weitem nicht ausreichend. Einige Klimaaktivisten, Stichwort "Extinction Rebellion" oder "Letzte Generation", haben deshalb das erklärte Ziel, Maßnahmen gegen die Klimakrise durch Akte zivilen Ungehorsams zu erzwingen. Bewusste Verstöße gegen rechtliche Normen werden als moralisch erlaubtes, vielleicht sogar gebotenes, Mittel zur Bekämpfung bestehenden Unrechts wahrgenommen. Aber welche Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele sind tatsächlich legitim?
Gemeinsam mit den Teilnehmenden möchten wir* das Spannungsverhältnis zwischen Klimaethik und Demokratie näher beleuchten.

Mehr zu*
Dr. Inga Bones ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am KIT und arbeitet derzeit an Themen sowie an der Schnittstelle zwischen der metaphilosophischen Debatte um Conceptual Engineering und den deskriptiven und normativen Debatten um schädliche Sprache, insbesondere Hassrede und Beleidigungen. Sie interessiert die Frage, wie genau wir den Begriff "Hassrede" verstehen sollten und ob Reklamation oder Wiederaneignung plausibel als eine Form von Conceptual Engineering angesehen wird. Neben ihre wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie aktives Mitglied der Denkfabrik Forum für Streitkultur.

Dr. Elisabeth Does ist bei der KIT-Akademie für die verantwortungsvolle Forschung, Lehre und Innovation (ARRTI) zuständig. Sie arbeitet an einer Reihe von inter- und transdisziplinären Themen zur Rolle der Wissenschaft in Zeiten des technologischen und gesellschaftlichen Wandels. Dazu gehören die Implementierung von Ethikbildung in ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studiengängen sowie die Entwicklung innovativer Formate für einen fruchtbareren Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. In Lehre und Forschung lässt sie sich von einem breiten Spektrum theoretischer und empirischer Perspektiven aus verschiedenen Disziplinen inspirieren, darunter Ökonomie, Soziologie und politische Theorie. Für sie ist die übergreifende Perspektive, diese unterschiedlichen Ansätze zu integrieren, der philosophische Pragmatismus.

Der Vortrag findet online über Microsoft-Teams statt. Wir bitten um Anmeldung siehe unter.

Datenschutzhinweis: vdi-karlsruhe.de/datenschutz_veranstaltungen.pdf

 

Auf einen Blick

Datum
25.10.2022
Uhrzeit
18:00 - 19:30 Uhr
Organisation
Karlsruher Bezirksverein
Ansprechperson
Benedikt Geib und Gunter Boßler
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