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Online-Veranstaltung

Der Gasbehälter als Bautypus

Beschreibung

Reihe Bautechnikgeschichte

 


Der Gasbehälter als Bautypus


Der Gasbehälter ist ein technisches Bauwerk, das im 19. und frühen 20. Jahrhundert zur Speicherung von lokal produziertem Steinkohlengas für die Stadtbeleuchtung diente. Letztere wurde 1813 bei der Westminster Bridge in London feierlich inauguriert. Nachdem der Gasbehälter zunächst als neue, aufragende Industriearchitektur die Stadtbilder prägte und sich zum Symbol für die aufstrebende Gasindustrie erhob, setzte mit dem Aufkommen des Erdgases in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts deren Niedergang ein.

Der Gasbehälter blickt auf eine weitreichende Baukonstruktions- und Technikgeschichte zurück: Ausgehend vom Glocken- bzw. Teleskopgasbehälter, der in England debütierte und eine Vielzahl von Entwicklungsstufen und –formen besaß, bis hin zur deutschen Erfindung des Scheibengasbehälters, der 1915 den Wendepunkt im Gasbehälterbau darstellte und dem Gasbehälter ein uniformes Erscheinungsbild verlieh. Dieser 100-jährige Optimierungsprozess ist zurückzuführen auf die stets steigende Gasnachfrage, ebenso wie die Empirie der Gasingenieure und die jeweils gegenwärtige Bautechnik bzw. die Baustoffe. Somit stellt der Gasbehälter ein bedeutendes Zeugnis der Ingenieurbaukunst dieser Zeit dar.


Eine gemeinsame Veranstaltung der Arbeitskreise Technikgeschichte und Bautechnik

Referenten

Dr.-Ing. Barbara Berger, Architektin

Auf einen Blick

Datum
14.01.2021
Uhrzeit
17:30 - 19:30 Uhr
Organisator
Bezirksverein Berlin-Brandenburg e.V.
AK Technikgeschichte
Ansprechpartner
Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karl-Eugen Kurrer
Ort
Online
10117 Berlin
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