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Online-Veranstaltung

Open Hardware als Chance für die nachhaltige Entwicklung innovativer Produkte am Beispiel des Pocket Science Lab Taschenlabors

Beschreibung

Das Pocket Science Lab Taschenlabor (PSLab) ist ein Muti-Instrumenten-Messgerät, dass als kleine mächtige Erweiterung an das Smartphone oder PC angeschlossen werden kann. Es fügt dem Telefon oder PC zusätzliche Sensorfunktionen hinzu und ermöglicht außerdem die Verbindung mit Hunderten weiterer Sensoren. Einfach zwei Drähte an die entsprechenden Pins des Taschenlabors anschließen oder einen Sensor einstecken und schon kann man mit der Messung beginnen.

Das PSLab kann als Oszillograph, Multimeter, Logikanalysator, Temperatursensor, Gasometer, Spektrometer, Gyroskop, Accelerometer, Kompass uvm. verwendet werden. Die dazugehörenden Open-Source-Apps, die frei zur Verfügung gestellt werden, nehmen die Daten auf und zeigen sie an. Alle Sensoren die auf dem Industriestandandard I²C basieren, sind kompatibel.

Entwickler können dem Gerät sogar neue Funktionen hinzufügen, indem Sie Funktionalitäten in der Firmware implementieren oder den Schaltplan der Open Hardware selbst ändern. Auch eigene Applikationen oder die Integration in eigene Anwendungen sind möglich.

In der Industrie kann das PSLab als standardisierte IoT-Plattform genutzt werden. Es senkt Kosten, da Unternehmen nicht viele verschiedene Hardware-Plattformen vorhalten müssen, sondern sämtliche Sensordaten nun mit einer offenen IoT-Plattform erfassen können. Das PSLab ist dabei nutzbar als Standardplatine für Produkte mit vielen Sensoren. Anwendungsbeispiele sind Windparks, Solarfelder, Bodenwertmessungen, Luftqualitätsmessungen in Schulen, die Sensorüberwachung von Prozessen in Krankenhäusern, Reifeprozesse in der Landwirtschaft usw... Da Firmware und zahlreiche Module bereits zur Verfügung stehen, verkürzt die Plattform die Entwicklungszeit von IoT-Produkten um ein Vielfaches und macht Produktentwicklungsprozesse nachhaltig.



Durch die Offenheit der Baupläne ist zudem die Möglichkeit gegeben das Produkt nach der Lebenszeit automatisiert auseinanderzubauen und Komponenten und Rohstoffe wiederzuverwerten.
Die Veranstaltung findet in BBB unter folgendem Link statt:video.eventyay.com/b/mar-u21-enr-iqr
Referenten:Mario Behling, CEO OPNTECMario Behling ist Geschäftsführer von OPNTEC. Er hat 15 Jahre Erfahrung in der Leitung internationaler Entwicklungsteams in Europa und Asien. Mit Unterstützung des Horizont 2020-Programms der EU arbeitet seine Firma an nachhaltigen Open Hardware-Lösungen wie dem Pocket Science Lab Taschenlabor. 2009 gründete er die FOSSASIA-Organisation, die jährlich unter dem gleichen Namen einen der größten Open-Source-Entwicklerevents in Asien veranstaltet und mit Projekten auf Github unter den Top 12 gelistet ist. Mario ist ein Fan Lateinamerikanischer Musik. Er entwarf und baute ein siebenstöckiges Öko-Hotel in Vietnam und installierte Mesh-Netzwerke in Schulen in Afghanistan.


Dr. Daniel Wessolek, Interaktionsgestalter Prototypes for Europe e.V.

Dr. Daniel Wessolek ist freiberuflicher Unternehmensberater und Prozessbegleiter für forschungsintensive Design- und Technologieentwicklungen. Im Rahmen des EU Forschungsprojektes OPENNEXT unterstützt er Open Source Hardware Entwicklungen, unter anderem das Pocket Science Lab. Open Source Hardware entsteht idealerweise auf Basis von FLOSS (Free/Libre Open Source Software). Zuvor hat er am Zukunftsmuseum Futurium das integrierte Fab Lab mit aufgebaut, war Post-Doc an der Singapur University of Technology and Design (SUTD) und hat weltweit an verschiedenen Universitäten studiert und geforscht. Zu nennen wären hier die HfK Bremen, Concordia University, Montréal, Tongji University, Shanghai, Bauhaus Universität Weimar, SUNY Buffalo, MIT Media Lab und die Kunstuni Linz.
Weitere Infos:

Website: pslab.io

Twitter: twitter.com/pslabio


Vortragende

Mario Behling, Dr. Daniel Wessolek

Auf einen Blick

Datum
16.06.2021
Uhrzeit
18:00 - 19:30 Uhr
Organisation
Bezirksverein Berlin-Brandenburg e.V.
AK Produktionstechnik
Ansprechperson
Prof. Szabolcs Szatmári