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25.01.2017
Produktionsstandort Deutschland
 

Produktivitätssteigerung von acht Milliarden Euro in der Industrie möglich

Produktionsstandort Deutschland: Digitale Technologien erhöhen die industrielle Produktion um rund acht Milliarden Euro (Bild: Thomas Ernsting / LAIF)

Produktionsstandort Deutschland: Digitale Technologien erhöhen die industrielle Produktion um rund acht Milliarden Euro (Bild: Thomas Ernsting / LAIF)

Digitale Technologien sind aus der industriellen Produktion nicht mehr wegzudenken. Doch deutsche Unternehmen nutzen sie noch zu vorsichtig. Dabei wirken sie sich in der Produktion positiv aus. Dies geht aus der aktuellen Erhebung „Modernisierung der Produktion“ hervor, die das Fraunhofer Institut für System und Innovationsforschung (ISI) gemeinsam mit der Hochschule Karlsruhe im Auftrag des VDI ausgewertet hat.

 

„Digitalisierung erhöht die Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung am Produktionsstandort Deutschland“, fasst VDI-Präsident Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer die Ergebnisse der Umfrage zusammen. „Wenn alle Industrieunternehmen in Deutschland mindestens eine Digitalisierungstechnologie einsetzen, würden wir Produktivitätssteigerungen in Höhe von etwa 7,9 Milliarden Euro erzielen“, erklärt Ungeheuer. Die Hochrechnungen zeigen, dass sich die Nutzung digitaler Technologien in der Produktion im Rahmen von Industrie 4.0 positiv auswirkt. Ungeheuer fordert daher insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) auf, mehr und schneller in die Digitalisierung zu investieren. Das sichere die Wettbewerbsfähigkeit. „Nur so halten wir auch künftig Produktion und Arbeitsplätze in Deutschland“, betont der VDI-Präsident.


Die Studie zeigt: alle Industrieunternehmen – große wie kleine – profitieren enorm von Digitalisierungstechnologien. Dabei nutzen größere Unternehmen digitale Technologien bis zu drei Mal mehr als KMU. Setzen Unternehmen die Technologien ein, bedeutet es für sie immer auch einen erheblichen Investitionsaufwand. „Für KMU könnte ein fokussiertes Vorgehen bei der Technologieeinführung angebracht sein, um sich anfänglich nicht zu übernehmen“, empfiehlt Prof. Dr. Steffen Kinkel, Hochschule Karlsruhe. Der Datenaustausch mit Kunden und Lieferanten ist bei den KMU noch vergleichsweise schwach ausgeprägt. Gerade hier liegen Potenziale verborgen, die durch Industrie 4.0 gehoben werden können.

 

An der laut Kinkel größten Studie im deutschen verarbeitenden Gewerbe haben sich 1282 in Deutschland ansässige Betriebe unterschiedlicher Größenklassen beteiligt. Die Ergebnisse sind daher sehr aussagefähig. Die Teilnehmer haben angegeben, welche Digitaltechnologien sie nutzen Die Studie wurde in drei Technologiefelder kategorisiert: Digitale Managementsysteme, Drahtlose Mensch-Maschine-Kommunikation und Vernetzte Systeme.


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