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17.12.2015
Konkrete Perspektiven für KWK bis 2025
 

VDI: Neues Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ist wichtiges Signal für Energiewende

VDI sieht neues Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz als wichtiges Signal für Energiewende
 (Bild: Caterpillar Energy Solutions)

VDI sieht neues Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz als wichtiges Signal für Energiewende (Bild: Caterpillar Energy Solutions)

Am morgigen Freitag wird der Bundesrat die Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG 2016) aller Voraussicht nach passieren lassen. Der Bundestag hatte das Gesetz bereits Anfang Dezember in 2. und 3. Lesung beschlossen. Somit kann das KWKG im Januar in Kraft treten. Mit dem Beschluss des Bundesrats endet der einjährige Diskussionsprozess, an dem sich der VDI intensiv beteiligt hat.

 

Prof. Harald Bradke, Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt: „Der VDI hat sich in den vergangenen Monaten gegenüber dem Bundeswirtschafts-ministerium und den Parlamentariern immer für Investitionssicherheit und Planbarkeit ausgesprochen. Das Inkrafttreten des KWK-Gesetzes zum Jahreswechsel ist daher ein wichtiges Signal für die Energiewende.“

Der VDI begrüßt, dass das Ausbauziel an konkreten Mengen der Nettostromerzeugung aus KWK-Anlagen festgemacht wird. Die jetzt vorgesehenen absoluten Werte (110 TWh bis 2020 und 120 TWh bis 2025) stellen zwar eine Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Gesetzentwurf dar, bleiben jedoch hinter der Forderung des VDI von 25 Prozent an der gesamten Nettostromerzeugung bis 2020 zurück, die einer Nettostromerzeugung von etwa 150 TWh entsprächen.

Auch die Anhebung der Vollbenutzungsstunden für Betreiber von KWK-Anlagen unter 50 kW von 45.000 auf 60.000 Stunden/a ist aus Sicht des VDI zu begrüßen. Die verlängerte Förderdauer erhält die Marktchancen für kleine KWK-Anlagen.

Neben der Besserstellung von Energiedienstleistern und Contractoren wurde mit der Verlängerung des Förderrahmens von 2020 auf 2022 eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ursprünglichen Gesetzentwurf der Bundesregierung erreicht.


Ihr Ansprechpartner im VDI:
Christian Krause
Telefon: +49 30 2759 5713
Fax: +49 30 2759 5710
E-Mail: krause_c@vdi.de

Zugehörige Dateien
2015-04-11_VDI-Kommentierung_KWKG.pdf49 Ki