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Ziel und Inhalt – Die vier Phasen der VDI 7000

(Bild: Dialogbasis)
Ziel und Inhalt – Die vier Phasen der VDI 7000

Die VDI 7000 unterstützt private und öffentliche Vorhabenträger bei der Planung, Organisation und Durchführung von früher Öffentlichkeitsbeteiligung als integrierter Teil des Projektmanagements von Industrie- und Infrastrukturprojekten.


Die VDI 7000 bietet einen Management-Leitfaden, um

  • die Wirtschaftlichkeit, Genehmigungsfähigkeit und Akzeptanz eines Projektes zu verbessern
  • das für den Projekterfolg notwendige Vertrauen zwischen den Akteuren aufzubauen
  • die Fähigkeit zur Zusammenarbeit der Beteiligten zu stärken
  • als Frühwarnsystem rechtzeitig vor den förmlichen Genehmigungsverfahren Konflikte sinnvoll zu bearbeiten
  • einen klar strukturierten Fahrplan mit entsprechenden Maßnahmen und Tools für den gesamten Projektablauf aufzubauen und dabei
  • die internen und externen Kompetenzen zielorientiert und effizient zu nutzen.

Die vier Phasen der VDI 7000


Die VDI 7000 gliedert das Vorgehen in vier Phasen. Diese entsprechen dem zeitlichen Ablauf von der Projektidee bis zu dessen Realisierung.
Die vier Phasen können beim Vorhabenträger in das vorhandene Projektmanagement integriert und mit der technischen Projektentwicklung, der Genehmigung und der Realisierung (Bau) sowie mit der begleitenden Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verknüpft werden. Die Schnittstellen werden in der Richtlinie beschrieben.

 

Klicken Sie auf die einzelnen Phasen, um mehr zu erfahren.


Konzept und Anwendbarkeit der VDI 7000

Die VDI 7000 beschreibt ein strukturiertes Vorgehen von der Idee bis zur Realisierung eines Projekts. Anstelle einer Aneinanderreihung unzusammenhängender Vorschläge bietet sie aufeinander aufbauendes Konzept. Insofern ist die VDI 7000 nicht wie ein »Baukasten« gedacht, aus dem nur nützliche Anregungen entnommen werden können. Die einzelnen Schritte sind stattdessen

„logisch und inhaltlich aufeinander aufgebaut. Dennoch erlauben sie eine flexible Umsetzung und Auswahl je nach Anforderungen. Denn angesichts der Unterschiede, die zwischen den zahlreichen betroffenen Industrie- und Infrastrukturprojekten bestehen, muss jede Organisation Art und Umfang der erforderlichen Maßnahmen […] individuell anpassen“ (S. 3 f.)

Daher erhebt die VDI 7000 auch keinen Anspruch auf eine absolute Anwendbarkeit. Stattdessen gibt die Richtlinie eine Reihe von Kriterien an die Hand, mit der überprüft werden kann, ob und in welchem Umfang ein informelles Dialogverfahren durchgeführt werden soll. Im Rahmen dieser Prüfung kann eine Organisation auch zu dem Ergebnis kommen, dass eine frühe Öffentlichkeitsbeteiligung nicht erforderlich ist.


Öffentlichkeitsbeteiligung als integrierter Teil des Projektmanagements

Ablaufdiagramm der VDI 7000 (vergrößerbar)
Öffentlichkeitsbeteiligung als integrierter Teil des Projektmanagements

 

Inhaltlich bildet die VDI 7000 einen idealtypischen Verlauf des Management-Prozesses von der Initiierung eines Projektes über dessen Planung, Genehmigung bis zur Realisierung ab. Ansatzpunkt der Richtlinie ist das Ziel des Vorhabenträgers, bereits vor der Beantragung seines Projektes bei der Behörde möglichst einen Interessenausgleich mit den gesellschaftlichen Stakeholdern bei einer Antragsvariante zu erreichen.


Die VDI 7000 geht dann auch über dieses Dialogverfahren der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung hinaus und gibt Empfehlungen für die Fortführung der informellen Öffentlichkeitsbeteiligung des Vorhabenträgers in der Phase des Genehmigungsverfahrens sowie während der Umsetzung des Projekts. Als zeitlicher Ablauf bauen alle Phasen aufeinander auf und sollen in das vorhandene Projektmanagement des Vorhabenträgers integriert werden. Das folgende Bild verdeutlicht die Integration der VDI 7000 in das gesamte Projektmanagement sowie die Schnittstellen mit der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit und der technischen Projektentwicklung, der Genehmigung (d.h. auch den Anwälten) und der Realisierung (d.h. Bauausführende).

 

Die operative Umsetzung wird in der VDI 7000 in einzelnen Schritten dargestellt. Ein strukturiertes Vorgehen des Vorhabenträgers, welches zeitlich und inhaltlich gut vorbereitet werden muss, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Trotz aller aktuellen Anforderungen im Alltag bedarf es eines »Fahrplans« mit dem genauen Wissen über die vielen »Haltestellen«. Viele Leitfragen sollen den Projektteams die Möglichkeit bieten, die individuelle Umsetzung in ihrem Projekt selbst zu überprüfen und die Gefahr einer schematischen Anwendung abzuwenden.

Inhaltsverzeichnis der VDI 7000

Hier können Sie das Inhaltsverzeichnis und den Abschnitt 1 (Anwendungsbereich) herunterladen.


Kontakt

(Bild: VDI)

Ihr Ansprechpartner zur Richtlinie VDI 7000

Verein Deutscher Ingenieure e. V.
Dr. Volker Brennecke
Geschäftsführer Technik im Dialog
Telefon: +49 211 6214-474
Telefax: +49 211 6214-148
E-Mail: brennecke@vdi.de