Additive Fertigung - Technologie und Anwendung in der Luftfahrt
Beschreibung
Liebe VDI-Mitglieder & Gäste, Sie sind herzlich eingeladen zur Kooperations-Vortragsveranstaltung der beiden Arbeitskreise Luft- und Raumfahrt sowie Digitale Produktion:
Additive Fertigung - Technologie und Anwendung in der Luftfahrt
Mi., 6. Mai 2026, 18 Uhr
Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstraße 34, 28195 Bremen, Raum Piccolino
Umgangssprachlich ist '3D Druck' in aller Munde. Doch was ist technologisch notwendig, um industrielle Produkte herzustellen? Und wie ist der Stand der Anwendung bei hochbelasteten Bauteilen in der Luftfahrt? Zur Beleuchtung dieser Fragen laden wir zu einem interessanten zweigeteilten Vortrag ein.
Frau Lea Reineke vom Fraunhofer IFAM Institut in Bremen führt uns ein in den aktuellen Stand der Forschung auf dem Gebiet "Advanced Printing Technologies", welches neben "Additive Manufacturing" weitere führende Technologien wie "Laser Beam Welding", "Metal Binder Jetting" und "Laser Powder Bed Fusion” umfasst. Der Vortrag wird spannende Einblicke in die vielfältigen und teils außergewöhnlichen Einsatzmöglichkeiten dieser Technologien in der Praxis geben.
Lea Reineke hat ihr Studium 2021 an der Universität Bremen mit einem Master of Science im Bereich Production Engineering - Material Science abgeschlossen und ist als Projektleiterin im Bereich "Additive Fertigung - Advanced Printing Technologies" am Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen tätig.
Herr Florian Kedor von Airbus Operations zeigt uns den aktuellen Stand der Anwendung in der Luftfahrt auf dem Sprung zur Zertifizierung.
Mit der EASA-Zulassung des 3D-gedruckten Hydraulic Manifolds für die A320-Familie beweist Airbus die Serienreife der additiven Fertigung (AM) für hochbelastete Systeme.
Key-Facts der AM Technologie bei Airbus:
- Bis zu 60 % Gewichtsreduktion: Radikale Masseneinsparung durch Topologieoptimierung.
- Performance auf Schmiedeniveau: Nachgewiesene Ermüdungsfestigkeit in >3 Mio. Testzyklen unter Höchstdruck.
- Design: Realisierung komplexer Geometrien, die subtraktiv nicht fertigbar sind.
- Wirtschaftlichkeit: Optimierte "Buy-to-Fly"-Ratio und sinkende Stückkosten durch Prozessreife.
What's next?
Der Hydraulik-Manifold ist erst der Anfang: Der technologische Ramp-up ist in vollem Gange. Weitere komplexe Komponenten befinden sich bereits in der Entwicklung, um additive Fertigung als globalen Standard für leichtere und effizientere Flugzeuggenerationen zu etablieren.
Florian Kedor ist Manufacturing Engineering Specialist und System Engineer bei Airbus Operations in der Systementwicklung.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Anmeldung unten auf dieser Seite wird gebeten.
Mit freundlichen Grüßen
Oliver Harten (VDI-Arbeitskreis Luft- und Raumfahrt)
Karsten Papmeyer (VDI-Arbeitskreis Digitale Produktion)
- Vortragende
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Lea Reineke, Fraunhofer IFAM Institut & Florian Kedor, Airbus Operations

