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(C)Bernadett Yehdou VDI Kölner BV

Ingenieur:innen gestalten Zukunft – VDI Köln verleiht Förderpreise im Rahmen des Tec.Meet.Ing 2026

Bergisch Gladbach, 16. Januar 2026 – Der Verein Deutscher Ingenieure, Kölner Bezirksverein e.V. lud auch in diesem Jahr zu seinem Tec.Meet.Ing, der traditionsreichen Jahresauftaktveranstaltung des Vereins, in das Technologiezentrum Bergisch Gladbach ein. Als Kooperationspartner unterstützte der Startraum GL die Veranstaltung.

Im Rahmen des Programms richtete auch Marcel Kreutz, Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach, ein kurzes Grußwort an die Gäste und betonte die Bedeutung von technologischem Fortschritt, Innovationskraft und fachlichem Austausch für die Entwicklung der Region.

Im Mittelpunkt des Abends stand das Fokusthema „Zukunft Deutschland 2050 – Wenn Ingenieurskunst und Künstliche Intelligenz Zukunft gestalten“. In seiner Eröffnungsrede betonte der Stellvertretende Vorsitzende des VDI Kölner Bezirksvereins, Dipl.-Ing. Paul E. Krug, dass deutsche Ingenieurskunst auch heute noch weltweit anerkannt sei. Er verwies dabei unter anderem auf Beispiele aus der Raumfahrt und machte deutlich, dass technologische Exzellenz, Anwendungsnähe und Verantwortung weiterhin zentrale Stärken des Ingenieurwesens in Deutschland seien.

Inhaltlich lag der Schwerpunkt des Abends auf dem Themenfeld Künstliche Intelligenz: Ein Beitrag von Dr. Marcus Werner (WERNER Rechtsanwälte Informatiker) ordnete die aktuellen Entwicklungen rund um KI aus juristischer Perspektive ein. Ergänzt wurde dieser Blickwinkel durch einen Impulsvortrag von Philipp Larseille (Campana & Schott GmbH), der aufzeigte, wie sogenannte „virtuelle Mitarbeiter“ und KI-gestützte Systeme den Personaleinsatz, Organisationsstrukturen und Arbeitsprozesse künftig verändern können.


Bühne für Exzellenz: Die VDI-Förderpreise 2025

Höhepunkt des Abends war die feierliche Verleihung der VDI-Förderpreise 2025, mit denen der Kölner Bezirksverein jedes Jahr herausragende ingenieurwissenschaftliche Abschlussarbeiten auszeichnet. Prämiert werden ausschließlich Arbeiten, die von den jeweiligen Hochschulen als beste ihres Jahrgangs nominiert werden – ein Qualitätssiegel, das für sich spricht.

„Unser Nachwuchs ist unsere Zukunft. Diese Arbeiten zeigen, wie viel Innovationskraft, wissenschaftliche Tiefe und gesellschaftliche Relevanz im Ingenieurwesen stecken“, betont Paul E. Krug.

Die Jury bewertete die eingereichten Arbeiten anhand einer klar definierten Punktematrix, die sowohl den wissenschaftlichen Anspruch als auch den praktischen Nutzen berücksichtigt.


Die Preisträgerinnen 2025

Die Preise wurden – nach einer persönlichen Laudatio – jeweils durch die einzelnen Preisstifter vergeben.

1. Preis – dotiert mit 2.000 €:
Federica Ricucci, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
mit der Masterarbeit: Functional Characterization of a Novel Homozygous Proximal Intronic Splice Variant in a Patient with DNase II Deficiency
Laudator und Preisstifter: Stefan Weber, Bosch Thermotechnik GmbH

2. Preis – Dotierung: 1000 €:
Lilian Anouk Singhofen, TH Köln
mit der Masterarbeit: Understanding the Factors Defining Performance and Stability of Noble-Metal-Free Anodes During Water Electrolysis at Low pH
Laudator und Preisstifter: Dr. Bodo Bützler, WERNER Rechtsanwälte Informatiker

3. Preis – Dotierung: 500 €:
Jana Dankert, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
mit der Masterarbeit: Parameter- und Zustandsabschätzungen von Batterien mit elektrochemischer Impedanzspektroskopie
Laudator: Kevin Werner, M. Eng., VDI Köln

Die endgültige Platzierung wurde im feierlichen Rahmen des Tec.Meet.Ing 2026 bekannt gegeben.


Tec.Meet.Ing: Austausch, Impulse und Nachwuchsförderung

Mit Fachimpulsen, einer begleitenden Innovations-Expo und zahlreichen Gesprächsmöglichkeiten bot das Tec.Meet.Ing 2026 Raum für Austausch zwischen jungen Talenten, erfahrenen Ingenieur:innen sowie Vertreter:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Der Fokus lag dabei weniger auf einer breiten Technologieschau, sondern auf der Diskussion aktueller Fragestellungen rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und deren Auswirkungen auf Arbeitswelt, Recht und Organisationen.

Der stellvertretende Vorsitzende des VDI Kölner Bezirksvereins, Paul E. Krug, unterstrich in seiner Ansprache: „Die Innovationsfähigkeit unseres Landes entscheidet sich nicht abstrakt – sie entscheidet sich in konkreten Projekten, in exzellenter Ausbildung und im offenen Austausch. Genau dafür steht das Tec.Meet.Ing.“


Nachwuchsförderung als Kernanliegen

Mit der Verleihung der Förderpreise setzt der VDI Köln bewusst ein Zeichen für die Bedeutung des Ingenieurnachwuchses. Ziel ist es, junge Talente sichtbar zu machen, ihre Leistungen zu würdigen und den Dialog zwischen Nachwuchs und etablierten Fachkräften zu fördern.

Foto: Die Preisträgerinnen des VDI-Förderpreises 2026 (v. l. n. r.): 2. Platz, 3. Platz, 1. Platz sowie Paul E. Krug, VDI.