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VDI-Fachbereich Architektur

Richtlinienreihe VDI 6000 "Ausstattung von und mit Sanitärräumen"

Richtlinie VDI 6000 "Ausstattung von und mit Sanitärräumen" (Bild: VDI)
Richtlinie VDI 6000 "Ausstattung von und mit Sanitärräuen" (Bild: VDI)

Die Richtlinienreihe VDI 6000 gibt Hinweise zur Ausstattung von Gebäuden mit Sanitärräumen und zur Ausstattung der Sanitärräume selbst. Die Richtlinie gliedert sich derzeit in folgende Blätter:

 

  • Richtlinie VDI 6000 Blatt 1"Ausstattung von und mit Sanitärräumen  - Wohnungen"
  • Richtlinie VDI 6000 Blatt 2 "Ausstattung von und mit Sanitärräumen  - Arbeitsstätten und Arbeitsplätze"
  • Richtlinie VDI 6000 Blatt 3 "Ausstattung von und mit Sanitärräumen - Versammlungsstätten und Versammlungsräume"
  • Richtlinie VDI 6000 Blatt 4 "Ausstattung von und mit Sanitärräumen - Hotelzimmer"
  • Richtlinie VDI 6000 Blatt 5 "Ausstattung von und mit Sanitärräumen -Seniorenwohnungen, Seniorenheime"
  • Richtlinie VDI 6000 Blatt 6 "Ausstattung von und mit Sanitärräumen : Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen"
  • Richtlinie VDI/BV-BS 6000 Blatt 1.1 "Ausstattung von und mit Sanitärräumen - Grundlagen und Systeme - Vorgefertigte Sanitär-Bauelemente (Fertigsanitärräume, Installationssysteme)"

 

 

Weitere Informationen und Ansprechpartner zur Richtlinienreihe VDI 6000 "Ausstattung von und mit Sanitärräumen".

Richtlinie VDI 6000 Blatt 1 Ausstattung von und mit Sanitärräumen - Wohnungen

Das Dokument beschäftigt sich mit der Planung, Bemessung und Ausstattung von Sanitärräumen, wie Bad, Gäste-WC, Küche, Waschküche und Hausarbeitsräume in Wohnungen. Es gilt dabei für Mietwohnungen, Eigentumswohnungen und Appartements in Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Richtlinie VDI 6000 Blatt 2 Ausstattung von und mit Sanitärräumen - Arbeitsstätten und Arbeitsplätze

Diese Richtlinie gilt entsprechend der Verordnung über Arbeitsstätten für Arbeitsstätten/Arbeitsräume in Gebäuden wie Gewerbe- und Industriebauten Büro- und Verwaltungsgebäude Werkstätten Ausbildungsstätten, Schulen, Kindergärten (soweit nicht in VDI 6000 Blatt 6 behandelt). Diese Richtlinie gilt nicht für Arbeitsplätze im Freien, z. B. Arbeitsplätze auf dem Betriebsgelände im Freien, Arbeitsplätze auf Feldern, in Wäldern und sonstigen Freiflächen, die zu einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb gehören. Baustellen, Verkaufsstände im Freien, die im Zusammenhang mit Ladengeschäften stehen, Wasserfahrzeuge und schwimmende Anlagen auf Binnengewässern, Sie gilt für folgende Räume/Orte: Waschräume, Toilettenräume, Waschplätze in Arbeitsräumen, Sanitätsräume, Kantinen, Teeküchen, Umkleideräume, Pausenräume. Die Planung, Bemessung und Ausstattung von Sanitärräumen in Arbeitsstätten ist besonders an den Bedürfnissen der Beschäftigten sowie nach den Anforderungen der Hygiene auszurichten. Die Richtlinie soll unabhängig von allen Verordnungen und Vorschriften ein Leitfaden für Planung, Bau und Betrieb sein. Bei der Planung und Ausführung sind insbesondere zu beachten: Mindestanzahl der Sanitärobjekte ausreichend bemessene Bewegungs- und Verkehrsflächen Hygiene und ungehinderte Reinigungsmöglichkeiten funktionstüchtige, praktikable und visuell ansprechende Ausstattungen, sicherheitstechnische Anforderungen, robuste und diebstahlgeschützte Einrichtungen, Wasser- und Energieeinsparung, wirtschaftliche Installationen. Ergänzende Anmerkungen zu Planung, Ausführung und Einrichtung von barrierefreien Sanitärräumen unter Beachtung der DIN 18024, DIN 18025 sind in dieser Richtlinie enthalten.

Richtlinie VDI 6000 Blatt 3 Ausstattung von und mit Sanitärräumen - Versammlungsstätten und Versammlungsräume

Die Richtlinienreihe beschreibt die Anforderungen an die Ausstattung von Gebäuden mit Sanitärräumen und die Ausstattung der Sanitärräume selbst. Dabei werden neben den architektonischen Fragen alle Gewerke der Technischen Gebäudeausrüstung behandelt. Kernstück der Richtlinie sind die Tabellen zum zahlenmäßigen Ausstattungsbedarf und zu den Mindestmaßen. Sie berücksichtigen die Anforderungen an die Ausstattung mit sanitären Einrichtungsgegenständen bei Versammlungsräumen mit besonders hoher Gleichzeitigkeit bei der Benutzung der Sanitärräume (z. B. Theatern).

Richtlinie VDI 6000 Blatt 4 Ausstattung von und mit Sanitärräumen - Hotelzimmer

Die Richtlinie beschäftigt sich mit der Planung, Bemessung und Ausstattung von und mit Sanitärräumen und Einbauküchen, die direkt dem Hotelzimmer zugeordnet sind. Sie gilt dabei für jeden Hoteltyp, wie Stadthotels, Ferienhotels, Clubhotels, Apartmenthotels, Motels und Seminarhotels, unabhängig von der Komfortklassifizierung. Die Richtlinie soll unabhängig von allen Verordnungen und Vorschriften ein Leitfaden für Planung, Bau und Betrieb sein. Bei der Planung und Ausführung sind insbesondere zu beachten: Mindestanzahl der Sanitärobjekte ausreichend bemessene Bewegungsflächen Hygiene funktionstüchtige, praktikable und visuell ansprechende Ausstattung sicherheitstechnische Anforderungen Wasser- und Energieeinsparung wirtschaftliche Installation.

Richtlinie VDI 6000 Blatt 5 Ausstattung von und mit Sanitärräumen - Seniorenwohnungen, Seniorenheime, Seniorenpflegeheime

Die Richtlinie beschäftigt sich mit der Planung, Bemessung und Ausstattung von Sanitärräumen in Altenwohnungen, -wohnheimen und -pflegeheimen. Insbesondere für die Bereiche Bad und Küche in Wohnungen gehen die Hinweise und Empfehlungen auf die Bedürfnisse älterer Menschen ein.

Richtlinie VDI 6000 Blatt 6 Ausstattung von und mit Sanitärräumen - Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen

Planung, Bemessung und Ausstattung von Sanitärräumen in Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen sind besonders nach den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen auszurichten. Die Richtlinie soll unabhängig von allen Verordnungen und Vorschriften ein Leitfaden für Planung, Bau und Betrieb sein. Bei der Planung und Ausführung sind insbesondere zu beachten: Mindestanzahl der Sanitärobjekte, ausreichend bemessene Bewegungsflächen, Hygiene, funktionstüchtige, praktikable und visuell ansprechende Ausstattung, sicherheitstechnische Anforderungen, robuste und vor Diebstahl geschützte Einrichtungen, Wasser- und Energieeinsparung, wirtschaftliche Installation.

Richtlinie VDI/BV-BS 6000 Blatt 1.1 Ausstattung von und mit Sanitärräumen - Grundlagen und Systeme - Vorgefertigte Sanitär-Bauelemente (Fertigsanitärräume, Installationssysteme)

Die Richtlinie gilt für vorgefertigte Sanitär-Bauelemente im Neubau, bei der Modernisierung von Bestandsbauten, dauerhaft eingebaute Sanitärräume in mobilen Einheiten, z. B. Schiffen, Zügen, anderen Verkehrsmitteln. Ausgenommen sind Sanitärcontainer in mobilen Gebäuden, die dazu bestimmt sind, wiederholt aufgestellt und zerlegt zu werden ("fliegende Bauten" und Mietobjekte). Sie gilt z. B. für Wandmodule, Paneele, Fertigsanitärräume/Fertigbäder, Installationssysteme, Fertigtoiletten. Die Richtlinie stellt Anforderungen auf hinsichtlich bauseitiger Voraussetzungen, Standsicherheit, Bauphysik, Gebäudetechnik, Transport und Lagerung, Einbau. Die allgemeine Gebäudeplanung für sanitärtechnisch genutzte Flächen ist nicht Bestandteil dieser Richtlinie. Die Ausstattung für unterschiedliche Gebäudearten ist in VDI 6000 Blatt 1 bis Blatt 6 beschrieben.

Ihre Fragen zur Richtlinienreihe VDI 6000

 
Sie haben Fragen zu der Richtlinienreihe VDI 6000? Dann nutzen Sie die Möglichkeit Ihre Frage über unsere Internetseite zu stellen.

 

Die Inhalte von VDI-Richtlinien entstehen in Übereinstimmung mit VDI 1000 und bilden den Konsens der Verkehrskreise ab. Sie gelten als anerkannte Regeln der Technik. Die Inhalte dieser FAQ dagegen sind rein informativ und haben nicht den Status anerkannter Regeln der Technik. Sie stellen insbesondere auch keine Rechtsberatung dar, sondern sollen als beispielhafte Fallbesprechungen Hilfestellungen für Richtlinienanwender geben. Sie können nicht die eingehende Rechtsberatung durch eine hierzu berufene Person ersetzen und sind nicht als zusätzliche oder über die Richtlinieninhalte hinausgehende Festlegungen zu verstehen.

Frage Datum
Frage Datum
Frage: Wir sanieren unsere 220 Klinikzimmer. Wird nach der neuen VDI 6000 zwingend eine Armatur mit thermischen Verbrühschutz benötigt?Oder ist eine manuelle Einstellung ausreichend?
Wir sanieren unsere 220 Klinikzimmer. Wird nach der neuen VDI 6000 zwingend eine Armatur mit thermischen Verbrühschutz benötigt?Oder ist eine manuelle Einstellung ausreichend?

Antwort: .Für den Krankenhaus- und Pflegebereich sollte man das mit der Unfallkasse abklären. Evtl. ist es nämlich keine Empfehlung, sondern eine Vorschrift. In Pflegebereichen ist aber u. E. in jedem Fall ein Verbrühungsschutz erforderlich. Die Gefährdung der Benutzer ist durch körperliche und/oder kognitive Einschränkungen immer höher als bei Menschen ohne Einschränkungen.
Bei Duschen würde ich im Krankenhaus auf alle Fälle auf Thermostat drängen. Auf bestimmten Stationen muss da sogar der "38°C Knopf" blockiert werden. Bei Waschbecken gibt es nur wenige Anbieter, die direkt einen Thermostat als Waschbeckenstandarmatur haben. Meist sind das nur Einhebelmischer. Bei Wandarmaturen gibt es da wohl mehr Auswahl.Bei Einhebelmischern gibt es die Möglichkeit einer sogenannten mechanischen Heißwassersperre durch eine Winkelbegrenzung des Hebels. Die lässt sich natürlich durch Schließen des kalten Eckventiles außer Kraft setzen. Andererseits sind im Krankenhaus ja i.d.R. Wandarmaturen vorgeschrieben, die keine Eckventile haben. Wandarmaturen waren früher durchgängig auch in den Patientenzimmern üblich. Das wurde in den letzten Jahren aber aufgeweicht, so dass in den Patientenzimmern nun teilweise auch Standarmaturen zum Einsatz kommen. Alternativ gibt es Thermostate, die bei Standarmaturen unter dem Waschbecken angeordnet werden und zwischen den Eckventilen und dem Waschbecken zwischengeschaltet sind. Bei manueller Einstellung (Zwangsbeimischung Kaltwasser) ist der Nachteil, dass heißes Wasser austritt, wenn der Kaltwasserzulauf abgesperrt ist oder sich die Temperatur verändern kann, wenn sich Drücke im System ändern. Beim thermischen Verbrühschutz (selbstregelnde Armatur) ist demgegenüber der Vorteil, dass auch dann kein heißes Wasser austritt, wenn kein Kaltwasser ansteht.
23.11.2018
Frage: VDI 6000 Blatt 4 regelt Breite und Tiefe des Duschplatzes und seine Bewegungsfläche. Gibt es auch eine Vorschrift für die Mindest-Durchgangsbreite von Duschzugängen (z.B. bei feststehenden...
VDI 6000 Blatt 4 regelt Breite und Tiefe des Duschplatzes und seine Bewegungsfläche.
Gibt es auch eine Vorschrift für die Mindest-Durchgangsbreite von Duschzugängen (z.B. bei feststehenden Duschabtrennungen in Duschnischen oder Türen von Duschkabinen)?

Antwort: Die Richtlinie VDI 6000 enthält nur Festlegungen zu den Bewegungsflächen für Sanitärobjekte. Diese sind als die Flächen definiert, die zur Benutzung des jeweiligen Objekts erforderlich sind. Geringfügige Abweichungen sind, v. a. im Bestandsbau, durchaus möglich, vorausgesetzt, die Gebrauchstauglichkeit des Sanitärraums oder -objekts ist nachweislich gegeben. Bei einer Dusche wird eine Mindestbewegungsfläche mit einer Breite von 80 cm angegeben. Nun kann man daraus nicht direkt ableiten, dass der Durchgang mindestens 80 cm breit sein muss. Er muss aber so breit sein, dass nicht nur ein normalgewichtiger Mensch, sondern evtl. auch ein übergewichtiger oder bewegungseingeschränkter Mensch ohne Schwierigkeiten die Dusche benutzen kann. Ich würde davon ausgehen, dass das bei 70 cm noch weitgehend gegeben ist, bei 60 cm hätte ich schon Bedenken.
14.11.2018
Frage: Die Raumtiefe vor einer Kabine beträgt nach VDI 6000 Blatt 6 unabhängig vom Anschlag der Türe 155 cm! Bei zweibündigen Anlagen mit nach innen öffnender Türe jedoch nur 1,25 m. Kann der...
Die Raumtiefe vor einer Kabine beträgt nach VDI 6000 Blatt 6 unabhängig vom Anschlag der
Türe 155 cm! Bei zweibündigen Anlagen mit nach innen öffnender Türe jedoch nur 1,25 m.
Kann der Abstand zwischen einer Wand und der Kabine (mit nach innen öffnender Türe)
ebenfalls auf 1,25 m reduziert werden? (Wäre doch logisch, oder?)


Antwort: Sie beziehen sich auf Tabelle 3. Ich lese diese Tabelle wie Sie und stimme Ihnen zu, dass in der Tat, wenn bei zweibündigen Anlagen 1,25 m möglich sind, dies umso mehr möglich sein sollte, wenn gegenüber eine Wand ist. (Da kann einem ja keiner entgegenkommen.)
25.10.2018
Frage: Nach VDI 6000 Blatt 6 gibt es je Klassenzimmer ein Klassenzimmerbecken. Wenn allerdings nur die Anzahl der Schüler und Lehrer bekannt ist, muss die Klassenstärke selbst bestimmt werden (Schüler...
Nach VDI 6000 Blatt 6 gibt es je Klassenzimmer ein Klassenzimmerbecken. Wenn allerdings nur die Anzahl der Schüler und Lehrer bekannt ist, muss die Klassenstärke selbst bestimmt werden (Schüler pro Klasse), um so auf die Anzahl der Klassenzimmer zu kommen. Gibt es eine vorgeschriebene Anzahl von Schülern/innen pro Klasse? Leider konnte ich hierzu keine Angaben in der VDI 6000 finden.

Antwort: Die Richtlinie VDI 6000 befasst sich mit dem sanitärtechnischen Bedarf und der Ausstattung der Räume; der VDI kann keine Klassengrößen vorgeben. Das ist m. E. Sache des Kultusministeriums.
20.08.2018
Frage: Wir planen im Moment ein Gymnasium in Leipzig bei der die Parteien verschiedene Interpretationen zur Berechnung nach VDI 6000 Blatt 6 besitzen. Gehe ich richtig in der Annahme, dass in der Tabelle...
Wir planen im Moment ein Gymnasium in Leipzig bei der die Parteien verschiedene Interpretationen zur Berechnung nach VDI 6000 Blatt 6 besitzen.

Gehe ich richtig in der Annahme, dass in der Tabelle 2 die Personen (Bsp. 1 Anlage für je 60 Personen) auf die jeweilige links in der Tabelle stehende Geschlechtergruppe bezieht und nicht für die Gesamtschülerzahl beider Geschlechter? Und somit bei dem Beispiel auf Seite 54, Bild 20 die 250 Personen je Geschlechtergruppe gilt? (...)

Antwort: Am Ende von Abschnitt 2 steht mit Bezug auf Tabelle 2 zu lesen: "Dabei sind 'Personen' die Gesamtzahl der Mädchen und Jungen oder der Damen und Herren, für welche die Sanitärräume ausgelegt werden sollen."
05.06.2018
Frage: Im Zuge unserer Planung einer Schulerweiterung und -sanierung stellt sich folgende Problematik: Um die in der VDI 6000 angeführten Bewegungsflächen im Bereich des Bestands zu gewährleisten, ist...
Im Zuge unserer Planung einer Schulerweiterung und -sanierung stellt sich folgende Problematik:
Um die in der VDI 6000 angeführten Bewegungsflächen im Bereich des Bestands zu gewährleisten, ist eine Unterschreitung der erforderlichen Anzahl von Urinalbecken unumgänglich. Der Bauherr ist über die Unterschreitung informiert und damit grundsätzlich einverstanden. Nun stellt sich die Frage welche Probleme für den Bauherren schlimmstenfalls entstehen können, z.B durch die Beschwerde von Nutzern o.ä. Welche Gefahren bestehen? Ist der Bauherr als Geldgeber und aufgrund der Platzprobleme im Bestand hier auf der sicheren Seite?

Antwort: Die Frage ist keine technische, sondern eine juristische. Daher können wir Ihnen nur Grundsätzliches sagen. VDI 6000 gilt als allgemein anerkannte Regel der Technik. Sie ist daher grundsätzlich einzuhalten, lässt jedoch Abweichungen aus verschiedenen Gründen zu. Räumliche Randbedingungen sind da nur ein Beispiel. Sicherzustellen ist letztendlich immer das Schutzziel. Wenn die Gebrauchstauglichkeit gegeben ist und der Bedarf auch bei der größten anzunehmenden Gleichzeitigkeit gedeckt werden kann, würden wir keine Probleme erwarten.
16.04.2018
Frage: In der VDI 6000 Blatt 6 Ausstattung von und mit Sanitärräumen (Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen) gibt es zum Ausstattungsbedarf von Sanitärräumen 2 Tabellen. Tabelle 1 bezieht sich auf...
In der VDI 6000 Blatt 6 Ausstattung von und mit Sanitärräumen (Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen) gibt es zum Ausstattungsbedarf von Sanitärräumen 2 Tabellen. Tabelle 1 bezieht sich auf Kindergärten und Kindertagesstätten, hier wird u.a. der Begriff Kinderhort angeführt. In Tabelle 2 geht es um den Ausstattungsbedarf in Schulen, hier wird u.a. der Begriff Schulkindergarten aufgeführt.
Ich habe gerade ein Bauvorhaben auf dem Tisch, bei dem es um einen Hort für Schulkinder geht. Ich würde mich hier spontan auf die Tabelle 2 beziehen, bin mir aber nicht ganz sicher durch die in der VDI verwendeten Begriffe. Ich bitte daher um Definition der Begriffe Kinderhort und Schulkindergarten.

Antwort: Der Kinderhort ist ein Teil der Schule, während der Schulkindergarten ein eigenständiger Kindergarten ist, in dem die Schulkinder betreut werden. D. h. es ergeben sich jeweils anderen Anforderungen: Im Fall Hort gehen wir von der Schule aus, im Fall Schulkindergarten vom Kindergarten.
01.03.2018
Frage: Sind die Ausstattungsstandards der Richtlinie VDI 6000 verbindlich oder kann ich, wenn in meiner Wohnung nur der einfache Ausstattungsstandard mit den Sanitärobjekten erreicht werden kann, den...
Sind die Ausstattungsstandards der Richtlinie VDI 6000 verbindlich oder kann ich, wenn in meiner Wohnung nur der einfache Ausstattungsstandard mit den Sanitärobjekten erreicht werden kann, den gehobenen Standard angeben, wenn ich dementsprechend luxoriösere Sanitärobjekte einplane?

Antwort: Unsere VDI-Richtlinien gelten als allgemein anerkannte Regeln der Technik. Das bedeutet, dass sie ein Maß angeben, dass man auch ohne explizite Vereinbarung erwarten darf und das sich bewährt hat. Sie dürfen einzelvertraglich, insbesondere, wenn allein Sie betroffen sind, immer von diesem Maß abweichen. Wenn Sie für sich persönlich eine Premium-Lösung möchten, dürfen Sie das ebenso, wie wenn Sie für sich persönlich (immer angenommen, es betrifft keine Dritten) die spartanische Lösung bevorzugen.
15.11.2017
Frage: Nach Tabelle 3 ist bei Handwaschbecken eine Tiefe der Bewegungsfläche von 45 cm ausreichend. Kann also im Abstand von 45 cm zum Handwaschbecken eine gegenüberliegende Wand geplant werden oder sind...
Nach Tabelle 3 ist bei Handwaschbecken eine Tiefe der Bewegungsfläche von 45 cm ausreichend. Kann also im Abstand von 45 cm zum Handwaschbecken eine gegenüberliegende Wand geplant werden oder sind 75 cm einzuhalten (bei gegenüberliegender Anordnung)?

Antwort: Nach welcher Richtlinie ist gefragt? Tabelle 3 hat nicht in allen Blättern den gleichen Inhalt. In VDI 6000 Blatt 3 sind die Maße beispielsweise in Tabelle 2 aufgeführt.
Die 45 cm Bewegungsfläche vor Handwaschbecken tauchen bei Wohnungen und bei Schulen auf. In anderen Blättern steht dort 55 cm.

Die 45 cm erscheinen sehr eng, aber in VDI 6000 Blatt 6 steht sehr schön:
"Bei gegenüberliegender Anordnung von Sanitärobjekten, Wänden und Stellflächen ist ein Abstand von 75 cm vorzusehen."

Der Hinweis auf Wände ist in der Tabelle bei VDI 6000 Blatt 1 nicht enthalten. Dabei handelt es sich offenbar um einen Fehler.

Vorschlag: Immer eine Bewegungsfläche von mindestens 55 cm vor Handwaschbecken und 80 cm Abstand vor Wänden. Die 80 cm entsprechen auch der Fluchtwegregelung.
31.07.2017
Frage: In der VDI 6000 Blatt 1 sind in Tabelle 3 unter anderem die Abstände zwischen den verschiedenen Sanitärgegenständen untereinander und auch der Abstand zu Wänden definiert. Bei Waschmaschinen ist...
In der VDI 6000 Blatt 1 sind in Tabelle 3 unter anderem die Abstände zwischen den verschiedenen Sanitärgegenständen untereinander und auch der Abstand zu Wänden definiert.
Bei Waschmaschinen ist der einzuhaltende Abstand zu anderen Sanitärgegenständen meist 20 cm. Der Abstand zu einer Dusche oder Badewanne sollte 3 cm betragen. Soweit ist das für uns nachvollziehbar. Nicht nachvollziehbar ist hingegen der in Zeile 23 (Wand)/13 (Waschmaschine) festgelegte Abstand von 20 cm. Ist es wirklich nötig, dass eine Waschmaschine in einem solch großen Abstand von einer Wand aufzustellen ist ? Bei der Grundrissplanung werden von uns die Waschmaschinen meist in eine Ecke mit einem Abstand von ca. 3-5 cm zu den Wänden plaziert. Die Abstände zu anderen Sanitärgegenständen werden immer berücksichtigt.

Antwort: In der Tat wird dieser Abstand oft infrage gestellt. Schließlich werden Waschmaschinen häufig auch ohne Abstände in Küchenzeilen eingebaut. Wir haben daher im Rahmen der laufenden Überarbeitung der Richtlinie diese Vorgabe noch einmal diskutiert und die Aussage verfeinert: 1) sind bei der Aufstellung von Geräten Lüftungsöffnungen und die Einbauanleitung des Geräteherstellers zu beachten, 2) ist der Abstand von 20 cm auf jeden Fall erforderlich, wenn Reinigung nötig ist.
10.07.2017
Frage: Wir sanieren gerade ein altes Haus. Dabei wurden durch eine Sanitärfachfirma auch alle Bäder (Zweifamilienhaus mit jeweils 2 Bädern) neu errichtet (inklusive Fußboden, Trockenbau etc.). Nun ist...
Wir sanieren gerade ein altes Haus. Dabei wurden durch eine Sanitärfachfirma auch alle Bäder (Zweifamilienhaus mit jeweils 2 Bädern) neu errichtet (inklusive Fußboden, Trockenbau etc.).
Nun ist das Ergebnis, dass alle WC-Becken (Wand-WC) unterschiedliche Höhen aufweisen. Die Spannweite reicht von 37 - 43 cm Höhe der Keramik über dem Fertigfußboden.

Die Firma argumentiert nun uns gegenüber, dass die Installation einwandfrei sei, da laut verschiedener DIN Höhen ab 32 cm zulässig seien. Von den Richtlinien der VDI will man nichts wissen und tut diese als belanglos ab.

Daher nun meine Frage: Welche "Verbindlichkeit" haben diese Richtlinien?
Ist eine solche Installations-Variabilität tatsächlich als einwandfreie Installation zu akzeptieren? Ich finde vor allem das WC mit 37 cm Höhe für einen "normalen Erwachsenen" tatsächlich nur eingeschränkt nutzbar.
Die Kinder freuen sich, aber es war ja als Gäste-WC geplant.
wir sanieren gerade ein altes Haus. Dabei wurden durch eine Sanitär-Fachfirma auch alle Bäder (es ist ein Zweifamilienhaus mit jeweils 2 Bädern) neu errichtet (inklusive Fußboden, Trockenbau etc.).
Nun ist das Ergebnis, dass alle WC-Becken (Wand-WC) unterschiedliche Höhen aufweisen. Die Spannweite reicht von 37 - 43 cm Höhe der Keramik über dem Fertigfußboden.

Die Firma argumentiert nun uns gegenüber, dass die Installation einwandfrei sei, da laut verschiedener DIN Höhen ab 32 cm zulässig seien. Von den Richtlinien der VDI will man nichts wissen und tut diese als belanglos ab.

Daher nun meine Frage: Welche "Verbindlichkeit" haben diese Richtlinien?
Ist eine solche Installations-Variabilität tatsächlich als einwandfreie Installation zu akzeptieren? Ich finde vor allem das WC mit 37 cm Höhe für einen "normalen Erwachsenen" tatsächlich nur eingeschränkt nutzbar.
Die Kinder freuen sich, aber es war ja als Gäste-WC geplant.

Antwort: Der werte Sanitärmeister hat offenbar Fortbildungsbedarf. VDI-Richtlinien genießen dieselbe juristische Verbindlichkeit wie DIN-Normen; sie gelten als allgemein anerkannte Regeln der Technik und sind einzuhalten, solange nichts Abweichendes vereinbart ist. Will sagen: Er hat als vorgeblicher Fachmann im Gebiet diese Richtlinien zu kennen und einzuhalten.

VDI 6000 Blatt 1 sieht eine Montagehöhe von 42 cm (Oberkante Keramik ohne Sitz) vor. Auch nach VDI 6000 sind natürlich geringere Höhen zulässig - aber eben für Kinder.

Eine gewisse Variabilität werden Sie natürlich immer haben, aber eine Spanne von 6 cm würde ich nicht als "normal" ansehen und auch nicht als akzeptabel bezeichnen.

Zwar wird grundsätzlich eine geringere Sitzhöhe als der Darmentleerung zuträglich angesehen, beim Gäste-WC sollten Sie aber an die Möglichkeit denken, dass Sie auch einmal Besuch von Menschen mit Bewegungseinschränkungen bekommen können, beispielsweise von älteren Menschen. Diese haben dann möglicherweise Probleme, sich vom Gäste-WC wieder zu erheben. Auch Sie werden älter werden und möglicherweise den Komfort eines höheren Sitzes schätzen lernen. Und Kinder wachsen erfahrungsgemäß schnell; die Freude ist daher von kurzer Dauer, es sei denn, Sie denken schon perspektivisch an Enkelkinder. ;-)
Aus meiner Sicht ist die Leistung also in jedem Fall mangelhaft.
19.05.2017
Frage: Im Rahmen einer Badezimmersanierung wurde ein Wand-WC verbaut. Der Sanitärbetrieb baute das WC ungefragt auf eine Höhe von 460 mm (Keramikoberkante) ein. Welche Einbauhöhe wird - wenn nichts...
Im Rahmen einer Badezimmersanierung wurde ein Wand-WC verbaut. Der Sanitärbetrieb baute das WC ungefragt auf eine Höhe von 460 mm (Keramikoberkante) ein. Welche Einbauhöhe wird - wenn nichts vereinbart worden - empfohlen?

Antwort: Bei fehlender Vereinbarung würde man davon ausgehen, dass nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik verfahren wird, d. h. hier konkret nach VDI 6000 Blatt 1, Tabelle 3. In Fällen, in denen konkrete Vereinbarungen fehlen, ist jedoch sehr genau zu prüfen, welche sonstigen Abreden möglicherweise bestehen, oder welche Gespräche stattgefunden haben, z. B. Alterstauglichkeit (Dann kann ein höherer Sitz sinnvoll sein.) oder Kinderfreundlichkeit (--> niedrigere Höhe). Die beiden Begriffe sind zwar nicht genormt, führen aber zu bestimmten Erwartungen, wie in den Klammern beschrieben.
17.03.2017
Frage: Wie genau ist die Bewegungsfläche bei einem Eckeinstieg bei einer Duschwanne zu positionieren? Im 45°-Winkel zur Wannenausrichtung? Die Mitte der 70cm Kante an die Duschwannenecke?
Wie genau ist die Bewegungsfläche bei einem Eckeinstieg bei einer Duschwanne zu positionieren?
Im 45°-Winkel zur Wannenausrichtung? Die Mitte der 70cm Kante an die Duschwannenecke?


Antwort: Die Bewegungsfläche soll im Regelfall mittig vor dem Ausstieg angeordnet sein.
15.03.2017