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BV Braunschweig

VDI Young Engineers

Tjark Tiesler

Tjark Tiesler

Teamleiter der Young Engineers des VDI Braunschweiger Bezirksvereins
Finn Ringel

Finn Ringel

Stellvertretender Teamleiter der Young Engineers des VDI Braunschweiger Bezirksvereins

Das Team der VDI Young Engineers Braunschweig

Die Hochschulgruppe der VDI Young Engineers ist Teil des VDI Braunschweig. Die Ehrenamtlichen sind (werdende) Ingenieure aller Fachrichtungen, sowie aus der Informatik und den Naturwissenschaften. Wir sind überwiegend Studierende der TU Braunschweig und der Ostfalia Hochschule, aber auch andere technikbegeisterte junge Menschen sind jederzeit herzlich willkommen.

Unser Team trifft sich jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat - aufgrund der aktuellen Situation online - um 19:30 Uhr. Bei unseren Treffen organisieren wir Exkursionen, Vorträge, Seminare und vieles mehr. Bei der Auswahl von Exkursionszielen und Vortragsthemen ist Eigeninitiative gefragt, wobei sich auch jederzeit Unterstützung von anderen Young Engineers finden lässt. Jedes Mitglied kann seine eigenen Interessen vertreten.

Darüber hinaus gestalten wir zahlreiche Events für die Technik begeisterten. Dazu zählen beispielsweise “Kaminabende“ mit ausgewählten Experten einer Fachrichtung oder auch Workshops um die „Softskills“ werdender Ingenieur*innen zu stärken. Insbesondere durch Netzwerkabende und gemeinsamen Projekte arbeiten wir auch überregional mit den VDI Young Engineers Gruppen anderer Städte zusammen. Internationale Zusammenarbeit erfolgt mit dem EYE (European Young Engineers) und dem YEFL (Young Engineers Future Leadership). 

Neben dem Arbeitskreis VDI Young Engineers bietet der Braunschweiger Bezirksverein weitere Arbeitskreise wie Bahntechnik, Fahrzeugtechnik sowie Luft- und Raumfahrt.

Die VDI Young Engineers gibt es insgesamt an 81 weiteren Hochschulen in ganz Deutschland.

Unsere Facebook Seite: https://www.facebook.com/vdi.Young.Engineers.bs

 

Unsere Aktivitäten 2020

Wie viele Kalorien verbraucht man, wenn man eine Stunde den Kopf gegen die Wand schlägt? Welchen Druck können Pinguine maximal erzeugen, wenn sie pupsen? Oder wie viele Liter Bier werden in Deutschland pro Kopf jährlich getrunken? Diese und viele weitere Fragen galt es für das Young-Engineers-Team des Braunschweiger Bezirksvereins während des Kneipen-Quiz zur Weihnachtsfeier zu lösen – natürlich wieder alles digital im mittlerweile gewohnten Umfeld. Mit gemütlichem Kaminfeuer im Hintergrund, gemeinsam geteilter Musik und jeder Menge Glühwein war die Stimmung heiter. Es wurden unter anderem die besten Weihnachts-Selfies gekürt und eine sorgfältig ausgeklügelte Online Variante von Activity gespielt, bei welcher Erklärungskunst, zeichnerische und darstellerische Fähigkeiten gefragt waren. Für die Sieger der einzelnen Disziplinen gab es tolle Preise abzustauben wie VDI-Shirts oder Graff-Gutscheine. Über die restliche Zeit wurden noch viele weitere Spiele gespielt. Alles in allem war es mal wieder ein sehr schöner Abend. Er zeigt uns, dass gerade in der jetzigen Situation unser Netzwerk sehr wertvoll ist, weil keiner alleine sein muss. Falls euch die Antworten der obigen Fragen interessieren, schaut doch gerne auf unserer Homepage vorbei, wo wir die Lösungen online gestellt haben.

Nun zu den Antworten:

Wie viele Kalorien verbraucht man, wenn man eine Stunde den Kopf gegen die Wand schlägt? - 150 Kalorien

Welchen Druck können Pinguine maximal erzeugen, wenn sie pupsen? – bis zu 60 kPa

Wie viele Liter Bier werden in Deutschland pro Kopf jährlich getrunken? – rund 95 Liter

SuJ-Kongress – da kommt schon beim bloßen Klang des Namens Vorfreude auf. Dieses Mal sollte es nach Hamburg gehen, mit besten Wettervorhersagen in die schöne Hafenstadt! Umso größer die Enttäuschung bei der Absage für Mai. Na gut, dann halt im November! Doch auch hier machte uns Corona einen dicken Strich durch die Rechnung. Mit gemischten Gefühlen setzten wir uns daher am Morgen des 13. November jeder vor den eigenen Laptop – bereit für den ersten digitalen Kongress in der Geschichte der SuJ.

Während der Begrüßung klang Bedauern über gescheiterte Pläne, aber auch viel Zuversicht in Hinblick auf die nächsten zwei Tage an. Und wir wurden nicht enttäuscht! Vier fesselnde Vorträge zum Thema Nachhaltigkeit leiteten das bunte Programm ein. Nicht nur neue Antriebskonzepte und die Bedeutung der Digitalisierung für die Kunststoffverwertung waren Themen, sondern ein jeder von uns lernte mehr über alltägliche Möglichkeiten und treibende sowie hemmende Faktoren nachhaltiger Innovationen. Den Nachmittag füllten Workshops zu vielfältigen Themen. Von der eigenen Wirkung in digitalen Zeiten, über Finanzen bis zu Vernetzungen in der Produktion. Beim abschließenden Netzwerkabend konnten wir uns dann in lockerer Umgebung besser kennenlernen.

Der spannende Start in Tag zwei mit einer Podiumsdiskussion zu den Zusammenhängen von Digitalisierung, Umweltschutz und der Nachhaltigkeit in Industrie, Politik und Gesellschaft ging in die Karriere-Lobby über. Dort durften wir Firmen trotz der räumlichen Distanz hautnah kennenlernen. Den Abschluss bildeten weitere lehrreiche Workshops zu den unterschiedlichsten Themen.

Obwohl wir den persönlichen Kontakt schmerzlich vermisst haben, war der digitale Kongress ein voller Erfolg! Die Mühe und Arbeit des Organisationsteams in diesen turbulenten Zeiten hat sich wirklich ausgezahlt. Dafür ein dickes Dankeschön aus Braunschweig!

2020 ist ein komisches Jahr mit wenig persönlichem Kontakt zu unseren Mitmenschen. So geht es auch uns Student*innen und Jungingenieur*innen. Neben unseren digitalen Stammtischen und Netzwerkabenden wollten wir einfach einmal wieder etwas gemeinsam erleben, aber natürlich trotzdem alle nötigen Maßnahmen einhalten. Deshalb entschieden wir uns Ende September zum Kajakfahren auf der Oker. Frische Luft, ausreichend Abstand und trotzdem sahen wir uns endlich persönlich wieder.

Die meisten von uns haben noch nie in einem Kajak gesessen und so ging es erstmal daran das Boot in den Griff zu bekommen und sich auf den Paddelpartner einzustellen. Relativ schnell ging es dann ziemlich flott, und ohne viele Zwischenlandungen in der Böschung, voran. So konnten wir die restlichen Stunden Braunschweig aus einer ganz neuen Perspektive genießen. Wir fuhren an der TU Braunschweig, am botanischen Garten, am Staatstheater und am Löwenwall vorbei und drehten im Bürgerpark wieder um. Unterwegs besichtigten wir natürlich die Kunstwerke des Lichtparcours, die im Sommer in bzw. am Ufer der Oker installiert waren. Am Ende waren wir ein wenig erschöpft und auch ein wenig nass, aber sehr glücklich über die schöne Zeit, die wir mit unseren Freunden verbracht haben.

Mit diesem Tag bei gutem Wetter, interessanten Eindrücken, einer sportlichen Aktivität und vor allem bei guter Gesellschaft haben wir einen wunderbaren Sommerabschluss erlebt und freuen uns schon auf das nächste Team-Event vom VDI.

Ende August kam es zu einer weiteren Kooperation zwischen uns Suj-lern und dem Team von der Ingenieurregion, welches dem aufmerksamen Leser bereits durch einige Artikel in dieser Heftreihe bekannt sein dürfte. Der Grund des Treffens? Um den neuen digitalen Ansprüchen an unseren Verein gerecht zu werden, beschlossen wir, einen SuJ Werbefilm zu drehen. In diesem wollten wir unser Team vorstellen, welche Möglichkeiten uns der VDI gibt und welche Chancen eine Mitgliedschaft zukünftigen Ehrenamtlichen bietet.

Das erste Treffen, morgens - aber für einen Studenten noch machbar - diente dazu, das grobe Konzept, die Rahmenbedingungen und Drehorte zu besprechen. Da wir wegen Covid 19 Ansammlungen vermeiden wollten, sollten 4 SuJ-ler an verschiedenen Standorten interviewt werden. Nach Einholen der benötigten Drehgenehmigungen konnte einen Monat nach unserem ersten Treffen mit dem Dreh begonnen werden.

An einem sonnigen Vormittag trafen wir uns also voller Vorfreude an der Floßstation am botanischen Garten. Vor Ort lernten wir unseren Videografen Andreas Rodemann kennen. Nach der Routenplanung (Oker rauf oder runter?), wurden drei Kajaks für uns Suj-ler und ein Tretboot für die Kamera organisiert.

Der zweite Drehtag war schon enger durchgeplant und begann mit fünf aktiven Mitgliedern an der Ostfalia Hochschule. Mit genug Requisiten ausgestattet drehten wir Interviews sowie eine „Workshop Simulation“. Anschließend hieß es „ab nach Braunschweig“ um dort noch möglichst viele Eindrücke einfangen zu können.

Der letzte Dreh fand, in kleinerem Rahmen, mit lediglich einem SuJ-Mitglied und der Filmcrew am DLR statt. Hier konnten in der Flugzeughalle imposante Eindrücke gesammelt werden.

In den folgenden Wochen stellte Andreas den Videoschnitt fertig. Wir sind jedenfalls vom Endergebnis vollkommen begeistert. Ansehen kann man sich das Video oben, oder auf der Youtube Seite der Ingenieurregion.

In diesem Jahr fielen uns bei der Mitgliederversammlung unseres Bezirksvereins zwei Dinge besonders auf: Zum einen kannten wir, abgesehen von unseren Teammitgliedern aus Reihen der SuJ, kaum ein anderes Gesicht. Zum anderen war uns nicht bewusst, was die anderen Arbeitskreise ausmachen, was ihre Projekte sind und wie aktiv die Gruppen agieren. Um diesen Umstand zu ändern, entstand die Idee eines Netzwerkabends. Ein Abend, bei dem sich die SuJ und die Arbeitskreise untereinander kennenlernen können – organisiert von uns, einer kleinen Gruppe innerhalb der SuJ. Wegen der Pandemie stand fest, dass der Netzwerkabend in der schönen neuen digitalen Welt stattfinden muss. Die Alternative wäre eine ungewiss lange Verschiebung des Projekts gewesen, weshalb wir die Versammlung mit dem Tool Webex Training planten. Schnell stellten wir fest, dass das User Interface etwas rustikaler ist und wir vorab eine Einführung zu Webex Training geben müssen. Als dann alle, die wollten, am Einführungsprogramm teilgenommen und sich auch die übrigen Gäste versammelt hatten, startete der Netzwerkabend mit einer kurzen, aber herzlichen Begrüßung. Um die einzelnen Arbeitskreise besser kennenzulernen, hatte anschließend jeder AK des Bezirksvereins die Möglichkeit, sich in einer kurzen Präsentation vorzustellen. Dabei war jedoch manch einer so in die eigenen Ausführungen vertieft, dass das Zeitsignal überhört wurde. Dies sorgte leider nach den Vorträgen und einer kurzen Verschnaufpause für eine leichte Verspätung des zweiten Abschnitts: den Netzwerken-Teil des Netzwerkabends. Hierbei ging es uns vor allem darum auch die Menschen hinter den AKs kennenzulernen. Zuerst hatten wir deshalb kurze Speed-Dating-Runden organisiert. Dabei wurden zufällig ausgeloste Gruppen gebildet, in denen die Teilnehmer wenige Minuten Zeit hatten, sich selbst kurz vorzustellen und andere VDI-Mitglieder direkt kennenzulernen. Im Anschluss daran gab es Themenrunden. Auch bei diesen wurden wieder Gruppen ausgelost, diesmal wurde jedoch ein Thema vorgegeben. Die Themen (etwa welches herausragende Erlebnis man bereits innerhalb des VDI hatte) wurden in den kleinen Gruppen diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Zum Abschluss gab es, neben einer Feedback-Runde und einem Gruppenfoto, noch die Möglichkeit zu Einzelgesprächen in „Privaträumen“.

Am Abend des 6. März fand die Jahresmitgliederversammlung des Bezirksvereins Braunschweig statt, bei welchem sich die SuJ traditionell um Auf-, Abbau und Empfang kümmern. Tatsächlich war es eine der letzten nicht digitalen Veranstaltungen, da bereits eine Woche später alle großen Veranstaltungen wegen der Covid19 Pandemie abgesagt werden mussten.

Die Arbeitskreise Bahntechnik und Fahrzeugtechnik konnten von gut besuchten Vorträgen berichten und AK-Leiter Dipl.-Ing. Josef Thomas nahm die Besucher mit auf eine Zeitreise durch die erfolgreiche Entwicklungsgeschichte des AK Luft- und Raumfahrt. Auch die Entwicklung des AK Technischer Vertrieb #Sales40 schreitet gut voran. Zusätzlich wurde eine neue Plattform, ingenieurregion.de genannt, vorgestellt. Bei diesem gemeinsamen Projekt der Bezirksvereine Braunschweig und Hannover, sowie der Hochschule Ostfalia, geht es darum die Ingenieure aus unserer Region zu fördern, wobei auch ein besonderer Blick auf den Nachwuchs gelegt wird.

Unser Teamleiter Marco hat den Mitgliedern berichtet, was bei uns Studenten und Jungingenieurenim letzten Jahr los war. Zuvor hielt Prof. Dr.-Ing. Jan W. Delfs vom DLR-Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik einen Vortrag über „Strömungsgeräusche – Phänomene und Minderungstechnologien“. Der Schatzmeister des Bezirksvereins präsentierte den Jahresabschluss und es gab mehrere Ehrungen für langjährige Mitglieder.

Im Anschluss durften sich alle am Buffet bedienen und man hatte noch genug Zeit um sich an interessanten Gesprächen zu beteiligen.

Unsere Aktivitäten 2019

Wer kennt es nicht? Das Zeitmanagement läuft mal wieder aus dem Ruder, der Bus wartet aber nicht. Also rennt man zur nächsten Bushaltestelle, um den Bus vielleicht im letzten Moment noch zu erwischen. An der Haltestelle angekommen weiß man nun nicht, ob der Bus schon weggefahren ist, bevor man um die Ecke gerannt kam, oder ob er Verspätung hat und erst in ein paar Minuten kommt. Die Lösung dafür heißt „LiveBus“! Auf der von uns entwickelten App werden dem Nutzer die Livestandorte der demnächst abfahrenden Nahverkehrsmittel an der zu ihm nächsten Haltestelle angezeigt. Eine Live-Karte, die den Standort des Verkehrsmittels und den Nutzer gemeinsam zeigt, ist Kern der App, sodass der Nutzer selbst eine Abschätzung machen kann, ob er den nächsten Bus noch erwischt oder gegebenenfalls umplanen muss.

Die App LiveBus war die Idee des verstärkten VDI-SuJ-Teams, welches am Smart City Hackathon vom 7. - 8. Dezember 2019 teilnahm. Ein Hackathon ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, innerhalb kürzester Zeit, digitale Lösungen in einem bestimmten Thema zu entwickeln, einen Prototypen zu realisieren und in einem Pitch vor einer Jury zu präsentieren.  Beim Smart City Hackathon erarbeiteten verschiedene Teams in rund 28 Stunden verschiedene Ideen und Projekte zur Stadtentwicklung. 

Gewonnen hat die Gruppe „Design your City“. Sie entwickelten ein Belohnungssystem, das die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger erhöhen soll, ihre Bewegungs- und Mobilitätsdaten per App zu erfassen. Das SuJ-Team hat den zweiten Rang erreicht.

Die Bundestelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitaler Infrastruktur. Sie hat die Aufgabe, Unfälle und schwere Störungen von Flugzeugen in Deutschland zu untersuchen und deren Ursachen zu ermitteln. Um zukünftige Unfälle und Störungen zu vermeiden, verfasst die BFU Vorschläge zur Verbesserung der Flugsicherheit, sogenannte Sicherheitsempfehlungen.

Um einen Einblick in die Arbeit der BFU zu erhalten, haben wir am Mittwoch, den 27. November 2019, eine zweistündige Exkursion mit 36 Teilnehmern organisiert. Germout Freitag, der Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, gab uns zunächst eine Übersicht über die Aufgaben und die Arbeitsweise der BFU. Die 37 hoch erfahrenen Mitarbeiter der BFU erhalten jährlich rund 2000 Meldungen über Vorfälle und müssen jederzeit bereit sein, sich zu einem Unfallort zu begeben. Neben unterschiedlichen Fallbeispielen bekamen wir verschiedene Exponate wie den Voice Rekorder, der im Jahr 2015 abgestürzten Germanwings Maschine gezeigt.

Die anschließende Führung durch die benachbarte Halle, in der die Flugzeugwrackteile rekonstruiert und bis zur vollständigen Aufarbeitung des Falls gelagert werden, gab einen Einblick in die erstaunlichen und zum Teil ungewöhnlichen Ursachen, die zu einem Flugzeugabsturz führen können.

Die Exkursion war ein voller Erfolg mit vielen beeindruckenden und bewegenden Eindrücken. Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Freitag, der uns diese spannende Erfahrung ermöglicht hat.

Vom 16. bis 18. Mai hat in Düsseldorf der jährliche Kongress der Studenten und Jungingenieure stattgefunden, das größte überregionale Event unseres Netzwerks. Über 300 Teilnehmer aus ganz Deutschland nahmen an der Veranstaltung unter dem Titel „Be Autonomazing“ teil. Netzwerken, Vorträge und Workshops standen an diesen drei Tagen auf der Tagesordnung.

Den Auftakt bildete der Besuch des Deutschen Ingenieurtags. Die Veranstaltung mit 1.400 VDI-Mitgliedern stellte die künstliche Intelligenz in den Vordergrund. Zum Programm zählten eine interessante Podiumsdiskussion mit hochrangigen Vertretern aus Politik, Forschung und Industrie, eine Keynote über die Anwendung von künstlicher Intelligenz in der Logistik sowie eine anregende Ansprache des VDI-Präsidenten Volker Kefer. Den Abschluss des Abends verbrachten wir mit Netzwerken und Austausch bei Essen und Live Musik.

Am Freitagmorgen begann der Kongresstag, und wir wurden – teils noch recht schläfrig – mit Bussen von der Jugendherberge zum Kongresszentrum gebracht. Dort wurden wir mit einer kleinen Willkommensrede vom Kongressteam und mit zwei unterhaltsamen Science Slams begrüßt. Die Workshops am Vormittag brachten viele neue Erkenntnisse und Gesprächsstoff zum Austausch mit den anderen SuJ-Mitgliedern in der anschließenden Mittagspause. Hier wurde mit alten und neuen Freunden fleißig genetzwerkt. Zudem standen Firmenvertreter Rede und Antwort. Gut gestärkt gingen wir dann in die Nachmittagsrunde der Workshops. Zum Tagesausklang erwartete uns wieder der langersehnte Netzwerkabend, der wie immer geprägt war von gutem Essen, guten Getränken, guten Gesprächen. Auch die anschließende Netzwerkparty durfte nicht fehlen.

Am Samstag bei der Delegiertenversammlung wurden alle Neuigkeiten aus dem Verein und der Stand von aktuellen Projekten verkündet. Auch neue Projekte und Ideen wurden vorgestellt. Eines dieser Projekte ist das „Bundesteam“, welches großen Zuspruch erhielt und in dem viele ehemalige Aktive weiterhin das Netzwerk gestalten können. Zudem wurde ein neuer Vorsitzender der SuJ gewählt. Damit endete der Kongress 2019. Das große Wiedersehen gibt’s beim nächsten Aktiventreffen in Kaiserslautern.

Wie geht es nach dem Studium weiter? Welchen Karriereweg schlägt man ein? Dies beschäftigt uns, die Studenten und Jungingenieure, während des gesamten Studiums, auch durch die Vielzahl an möglichen Berufswegen. Um uns bei der Beantwortung dieser Fragen zu helfen, teilten der Standortleiter der Firma itk Engineering, Jens Teichler, und der Abteilungsleiter am DLR und Professor am IAF der TU Braunschweig, Christian Hühne, ihre Erfahrungen im Rahmen des Kaminabends in lockerer Gesprächsatmosphäre mit uns. Kernfragen dieses Abends waren dabei der Aufgabenwandel im Laufe der jeweiligen Karrierelaufbahnen in Forschung und Industrie sowie Etappen und Entscheidungspunkte auf dem Weg in die Führungsposition. 

Trotz ihrer unterschiedlichen Berufswege in Industrie und Forschung ist Vereinbarkeit von Arbeit und Familie für beide immer ein zentraler Entscheidungsfaktor gewesen. Dazu gaben sie uns mit, dass Karriereentscheidungen immer aus der aktuellen Lebenslage und dem beruflichen Umfeld heraus reflektiert getroffen und fortwährend hinterfragt werden müssen. Dazu gehört beispielsweise uns zu fragen, warum wir bestimmte Aufgaben mit viel Leidenschaft und Erfolg bewältigen, während andere uns zur Qual werden können.

 Über den Tellerrand schauen und mutig sein eröffnet zusammen mit intrinsischer Motivation und Leidenschaft Möglichkeiten, die aus der Karriere einen Selbstläufer machen können. Anhand von vielen Beispielen unserer Gäste konnten wir an diesem Abend diese Botschaft für uns mitnehmen. Neben den vielen Eindrücken und Impulsen, die uns Herr Teichler und Herr Hühne geben konnten, stellten sie immer wieder heraus, dass es für Karriere keinen allgemeingültigen Leitfaden gibt und wir aufgefordert sind, unseren Berufsweg individuell zu gestalten.

Auch in diesem Jahr war wieder ein Teil von uns bei der Jahresmitgliederversammlung unseres Bezirksvereins zugegen. Bei dieser werden vom Vorstand die Ereignisse des letzten Jahres dargestellt und die zukünftige Entwicklung und Arbeit im Verein aufgezeigt. Zudem fanden auch in diesem Jahr wieder Wahlen zu neuen Vorstandsmitgliedern statt, die unseren Verein voranbringen wollen. Außerdem konnte unser Stellvertretener Teamleiter Marco über das von uns ausgerichtete Delegiertentreffen letztes Jahr im Herbst berichten. Neben diesen festgelegten Tagesordnungspunkten, gab es auch im Anschluss wieder eine Besonderheit - dieses Mal ein Vortrag von der PTB über das neue SI-Einheiten System, das ab dem 20. Mai 2019, dem Weltmetrologietag, in Kraft tritt. Nach diesem informativen und interessanten Vortrag hatten wir noch die Möglichkeit uns mit dem wohl rundesten Objekt im Universum fotografieren zu lassen (Siehe Foto). Eine wahrscheinlich einmalige Gelegenheit! Anschließend haben wir den Abend bei leckerem Essen und Getränken sowie mit wertvollen Gesprächen locker ausklingen lassen. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.
 

Volkwagen ist aus dem Raum Braunschweig/Wolfsburg nicht mehr weg zu denken. Doch was viele nicht wissen ist, dass das VW Werk Braunschweig das älteste des Konzerns ist. Es wurde als Vorwerk für das spätere Hauptwerk in Wolfsburg 1938 erbaut. Das Werk Braunschweig stellt heute alle wichtigen Fahrwerkskomponenten wie Achsen, Bremsscheiben, Feder-Dämpfer-Systeme oder Lenkungen her. Außerdem werden seit 2013 hier die Batteriesysteme der neuen e-Modelle gefertigt.

Am 30.04.2019 hatten 17 Studierende die Möglichkeit hinter die Kulissen des Werks zu schauen. Wir wurden zunächst anhand von Ausstellungsstücken an das Portfolio des Werks herangeführt und konnten bei der späteren Werksführung hautnah die Fertigungsprozesse der Produkte verfolgen.

In der Gießerei beobachteten wir wie Schwenklager aus Aluminium durch Einsatz von Robotern gegossen werden. Anschließend besichtigten wir das Presswerk. Das Herzstück des Presswerks ist die weltweit größte Kurbelpresse, die mit 60 Tonnen Werkzeug beispielsweise bei der Produktion von Querlenkern eingesetzt wird. Des Weiteren erhielten wir Einblick in die Schweißerei, in der die einzelnen Fahrwerkskomponenten miteinander verbunden werden. Außerdem erhielten wir einen Überblick über die Volkswagen Akademie. Dies ist die Aus- und Weiterbildungsstelle des Volkswagenwerks Braunschweig. Hier beginnen pro Jahr etwa 120 neue Auszubildende und duale Student*Innen ihren beruflichen Werdegang.

Wir bedanken uns bei dem Volkswagen Werk Braunschweig, die uns eine so praxisnahe Exkursion ermöglichten, und insbesondere Herrn Wange, der sich die Zeit für uns genommen und uns durch eine spannende Führung geleitet hat.

Unsere Aktivitäten 2018

An diesem Wochenende durften wir die Delegierten der Teams der Studenten und Jungingenieure aus ganz Deutschland in Braunschweig zum Delegiertentreffen begrüßen.

Neben den Wahlen für den Vorstand, Berichten aus der Hauptgeschäftsstellen und aus Projekten der SuJ standen Workshops, ein Work-Camp und Exkursionen zu örtlichen Forschungseinrichtungen der TU Braunschweig an. Der Austausch mit anderen Teams und das Netzwerken kamen bei den Abendveranstaltungen ebenfalls nicht zu kurz, sodass wir viele neue Leute kennen lernen konnten und neue Ideen in die eigene SuJ-Arbeit transportieren können!

Wir danken an dieser Stelle besonders unserem Bezirksverein für die Unterstützung bei diesem Vorhaben, dem Vorstand der Studenten und Jungingenieure für die Organisation der Versammlung und der Workshops und natürlich allen Teams, die uns hier in Braunschweig besucht haben! Wir freuen uns sehr auf kommende Veranstaltungen mit euch!

Am 8. Mai haben wir vom VDI SUJ Braunschweig eine Exkursion zur Mast Jägermeister SE nach Wolfenbüttel unternommen. Wir wurden herzlich empfangen und uns wurden die Geschichte sowie Einzelheiten der Produktion des Weltweit bekanntesten Kräuterlikörs erzählt. Außerdem wurden wir durch die Lagerhallen, in denen der Jägermeister 12 Monate reift geführt und bekamen das größte Fass mit 60.000 Liter Füllvolumen zu sehen.

Wir bedanken uns bei der Mast Jägermeister SE und freuen uns auf das nächste Mal.

Am Freitag, den 04. Mai, fand unser Kaminabend in der IHK Braunschweig statt. Dort haben wir mit Prof. Köster vom Institut für Verkehrssystemtechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt über ethische Grundsätze im Ingenieurwesen diskutiert. Dabei lag insbesondere der Fokus auf dem autonomen Fahren und den bislang ungeklärten Fragestellungen, die damit einhergehen. In entspannter Atmosphäre wurde dieses polarisierende Thema diskutiert und Fragen von Prof. Köster beantwortet beziehungsweise weitere wichtige Aspekte von ihm beleuchtet. 

Es war ein sehr gemütlicher und informativer Abend. Wir bedanken uns bei Prof. Köster für sein Engagement und die Zeit die er sich für uns genommen hat.

Am 19. April besichtigten wir die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig, das nationale Metrologie-Institut der Bundesrepublik. Von hier wird noch nur das Signal der Atomuhr in die Welt gesendet, sondern es passiert wesentlich mehr.

Zum Beispiel im neuen Kompetenzzentrum für Windenergie, welches wir besichtigen durften. Wie wir lernten bringen bei Windenergieanlagen selbst kleinste Optimierungen bei den Abmaßen von Zahnrädern und anderen Maschinenelementen einen großen Effizienzgewinn. Um also "perfekt" abgemessene Normale zur Kalibrierung von Fertigungs- und Messmaschinen zu erzeugen, hat die PTB ein neues Großkoordinatenmessgerät, welches ein Messvolumen von 5 x 4 x 2 Metern hat. Wir durften live erleben wie sich die zirka 25 Tonnen dieser Maschine bewegen, um ein Zahnrad von 2 Metern Durchmesser mit einer Toleranz von wenigen Mikrometern zu vermessen. Das ist Maschinenbau vom Feinsten!
 
Wir bedanken uns bei den Mitarbeitern der PTB für die Führung und die Beantwortung all unserer Fragen und freuen uns auf das nächste Mal!

Auch dieses Jahr besuchten wieder viele neugierige Stundenten und Jungingenieure die Hannovermesse, eine der bedeutendsten Industriemessen der Welt.

Jedes Jahr werden hier die neuesten Produkte und Innovationen der Technik präsentiert. Am Donnerstag der Messewoche (26.04.2018) reisten die Studenten und Jungingenieure aus Braunschweig zur Messe an, um die neusten Innovationen in industrieller Automation und Robotik, Digitalisierung, Antriebs- und Fluidtechnik, Werkstoffherstellung und -bearbeitung, Druckluft- und Vakuumtechnik, Technologietransfer und vielem mehr zu erkunden und neue interessante Kontakte zu knüpfen. Nach Messeschluss war der Tag für uns allerdings noch nicht vorbei. Die Young Engineers Party des VDI, auf die alle VDI Mitglieder zu Freigetränken und -speisen eingeladen waren, fand in einer der Messehallen im Anschluss statt. Hier sammelten sich SuJ Mitglieder aus ganz Deutschland. So stand auch dieses Jahr der Besuch der Hannovermesse unter dem Ziel sich zu vernetzen, neue Kontakte zu knüpfen und alte zu pflegen.

Nach einem aufregenden Messetag fuhren wir gemeinsam mit dem Zug zurück nach Braunschweig und freuten uns schon auf das nächste Jahr auf der Hannovermesse 2019.

Mittwoch, den 11.4.18 um 18.30 war es so weit. Herr Professor Dr. Ingenieur Jürgen Hillmann, Vorstand der überregional bekannten OHLF (Open Hybrid Lab Factory) in Wolfsburg für die Bereiche „neue Technologien“ und „IP-Rechte“ aber auch zuständig für die Konzernforschung im Bezug auf Werkstoffe und Fertigungsverfahren, besucht uns gegen Abend an der TU in Braunschweig um unter dem Thema „Leichtbau - Quo vadit“ einen Fachvortrag für uns zu halten.

Nach einer kurzen allgemeinen Vorstellung des Volkswagenkonzerns und seinen vielseitigen Arbeitsfeldern befassten wir uns mit der für die Automobilindustrie relevanten Zukunftsforschung. Hierbei thematisierte Prof. Hillmann unter anderem neue Strukturen zukünftiger Stadtbilder und automatisierte Fahrweisen. Dass man sich derzeit mit den Forschungen der selbstfahrenden Autos „erst“ in der sogenannten dritten Säule des automatisierten Fahrens befindet, war für alle Zuhörer überraschend. Erst der für Ende 2018 angekündigte Audi A8 soll als erstes Auto die Anforderungen der dritten Säule erfüllen. Was steckt nun aber hinter diesem Säulen-Schema? Ist man in Säule 1 noch zu 100% eigenverantwortlich für die Steuerung seines Automobils so nimmt diese Verantwortung bis zur Säule 5 immer weiter ab? Bereits bei Säule 3 darf man im Stau auf der Autobahn ein kleines Nickerchen halten und das Auto alleine fahren lassen. In Säule 5 wird ein Eingreifen des Menschen zu keiner Zeit der Fahrt benötigt. Es befindet sich nicht mal mehr ein Lenkrad im Cockpit. Mit schönen Animationen wurde uns im Anschluss verdeutlicht, wie eine Fahrzelle der Zukunft mit dem neu gewonnen Platz gestaltet werden könnte. Natürlich wurde hierbei auch der Aspekt des Leichtbaus umfangreich thematisiert. Von neuen Materialien wie beispielsweise den Fäden aus Blättern der Ananaspflanze bis hin zum Wandel in der Stahlindustrie wurde uns verdeutlicht, welche Leichtbau Potentiale in der Golf-Reihe ausgenutzt wurden, um das Gewicht des neuen Golf 7 tatsächlich wieder auf das des damaligen Golf 4 zu reduzieren. Eine große Herausforderung für die Gewichtsreduzierung mit Leichtbaumaßnahmen sind die zu erfüllenden, immer strengeren Crash-Anforderungen.

Rund um war der Vortrag von Prof. Hillmann zu jederzeit informativ und interessant gestaltet und hat einen klaren Eindruck davon vermittelt, wie man das Wissen aus Fächern wie Werkstoffkunde, FEM oder Fertigungstechnik in der Praxis einsetzen kann. Die SUJ des VDI Braunschweig bedankt sich vielmals für die Zeit und die Einblicke, die wir durch Herrn Prof. Dr.-Ing. Jürgen Hillmann erhalten haben.