
TU Dresden gewinnt ChemPLANT 2025
Innovative Recyclingkonzepte für ausgediente Windkraftflügel
Wie lassen sich ausgediente Rotorblätter von Windkraftanlagen recyceln? Mit dieser anspruchsvollen Aufgabe beschäftigten sich Studierendenteams aus ganz Deutschland beim 8. VDI-ChemPLANT-Wettbewerb 2025. Das Finale fand im Rahmen der Fachmessen POWTECH/TECHNOPHARM und des internationalen Partikelkongresses PARTEC in Nürnberg statt. Der Wettbewerb gilt als eine der wichtigsten Plattformen für Studierende der Verfahrenstechnik und des Chemieingenieurwesens, um ihr Wissen in einem praxisnahen Projekt zu beweisen.
Recycling als Schlüssel zur Energiewende
Rotorblätter von Windkraftanlagen bestehen aus komplexen Verbundwerkstoffen, die bisher nur schwer recycelbar sind. Die diesjährige Wettbewerbsaufgabe forderte die Teilnehmenden daher technisch und kreativ gleichermaßen heraus: Gesucht waren innovative, ökologische und wirtschaftlich tragfähige Konzepte für das Recycling dieser Materialien. Ziel war es, Lösungen zu entwickeln, die sich nicht nur im Labor, sondern auch in der industriellen Praxis umsetzen lassen.
Organisiert wird der Wettbewerb von den kjVI by VDI – der Plattform für junge Verfahrenstechnikerinnen und Verfahrenstechniker innerhalb der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC).
Finale auf der PARTEC: Science-Pitch vor internationalem Publikum
Das Finale des Wettbewerbs wurde traditionell als Science-Pitch ausgetragen. Die drei besten Teams präsentierten ihre Konzepte auf der Bühne der PARTEC: kurz, prägnant und mitreißend. Bewertet wurden neben der technischen Qualität auch Verständlichkeit, Kreativität und Präsentationsstil.
Den ersten Platz sicherte sich das Team der TU Dresden, das mit einem durchdachten Ansatz überzeugte, der ökologische und ökonomische Aspekte geschickt verband. Den zweiten Platz belegte die TU Darmstadt, gefolgt von der TU Dortmund auf Rang drei. Die Preisgelder in Höhe von insgesamt 3.500 Euro wurden unter den Teams aufgeteilt.
„Die Aufgabe zum Recycling von Windkraftflügeln ist hochaktuell und zeigt, wie Studierende in kurzer Zeit zukunftsweisende Konzepte entwickeln können“, betonte die Jury. Durch die Einbettung in die Leitmessen und den Kongress erhielten die Teams zudem wertvolles Feedback von Expertinnen und Experten aus Industrie und Wissenschaft. Somit bot der VDI-ChemPLANT wieder eine praxisnahe Bühne für ihre Ideen.
Nachwuchsförderung in der Verfahrenstechnik
Der ChemPLANT-Wettbewerb verbindet Wissenschaft, Praxisnähe und Kreativität. Er bietet Studierenden die Möglichkeit, theoretisches Wissen auf reale technische Herausforderungen anzuwenden und dabei Kompetenzen wie Teamarbeit, Projektmanagement und Präsentation zu stärken. Damit trägt ChemPLANT aktiv zur Förderung des Ingenieurnachwuchses in der Verfahrenstechnik bei – einem Fachgebiet, das entscheidend zur Bewältigung der Energiewende und Kreislaufwirtschaft beiträgt.
Der ChemPLANT-Wettbewerb 2025 zeigte eindrucksvoll, wie engagiert und innovativ der Ingenieurnachwuchs an nachhaltigen Lösungen arbeitet. Mit ihren Konzepten zum Recycling von Windkraftrotoren setzten die Teams starke Impulse.
Weitere Wettbewerbe auf der Messe
Neben ChemPLANT fand auch der ChemCar-Wettbewerb zum 19. Mal statt. Hier entwickeln Studierendenteams Fahrzeuge, die sich mithilfe chemischer Reaktionen über eine definierte Strecke möglichst präzise bewegen.
Ergänzt wurde das Programm durch einen Science Slam, bei dem Forschende ihre Themen unterhaltsam präsentierten.
Alle Nachwuchsformate werden von der Nachwuchsorganisation der VDI-GVC, den kjVI by VDI, organisiert.
Weitere Informationen: kjVI – Kreative junge Verfahrensingenieure im VDI
Autorin und fachliche Ansprechpartnerin:
Dipl.-Ing. Vivien Manning
Geschäftsführerin
der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen
Telefon: +49 211 6214-314
E-Mail: manning@vdi.de





