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VDI-Fachbereich

Schiffbau und Schiffstechnik

VDI/ Thomas Ernsting

Der VDI ermöglicht eine Auseinandersetzung mit den relevanten Herausforderungen der Zukunft und gibt den idealen Rahmen, die Schiffstechnik technologisch im Austausch mit anderen Sektoren voranzutreiben und gleichzeitig die deutsche Ingenieursausbildung zu fördern.

Dipl.-Ing. Matthias Becker, Wärtsilä Deutschland GmbH,
Vorsitzender des VDI-Fachbeirats

VDI-Fachbereich Schiffbau und Schiffstechnik

Wenn es um Spezialschiffbau oder komplexe Schiffstechnik geht, haben deutsche Werften im Weltmarkt die Nase vorn. Die deutsche Schiffbau-Zulieferindustrie ist die globale Nummer eins. Nicht zuletzt der permanente Kostendruck treibt die Reeder an, durch ständige Innovationen ihre Stellung im Markt auch künftig zu behaupten. Der VDI-Fachbereich Schiffbau und Schiffstechnik begleitet und unterstützt die Branche bei ihren vielfältigen Herausforderungen.

Als wichtiger Verkehrsträger spielt der Schiffstransport vor dem Hintergrund der Globalisierung der Industrie und des Handels eine zentrale Rolle, sowohl im See- als auch im Binnenverkehr. Angesichts überlasteter Straßen und schlechter Infrastruktur bieten sich besonders im Binnenverkehr Wachstumspotenziale im Gütertransport.

Wachstumsmarkt Touristik

Auch die Touristikbranche ist ein wichtiger Wachstumsmarkt: Das Geschäft mit Kreuzfahrtschiffen boomt, doch fordert es eine immer anspruchsvollere und komplexere Technik. Kreuzfahrtschiffe sind mittlerweile fast wie autarke, schwimmende Städte zu betrachten. Sie haben nicht nur ihre eigene Energieerzeugung an Bord, sie verfügen zudem über hochmoderne Antriebssysteme, Entertainment-Einrichtungen, Hoteltechnik und Gastronomie bis hin zu Abfallaufbereitungsanlagen für über 5.000 Passagiere sowie eine Vielzahl komplexer Systeme und Anwendungen. Wichtige Themengebiete, die zunehmend eine Rolle im Schiffsbetrieb spielen, sind unter anderem Automatisierung, Digitalisierung, Schiffseffizienz und Prozessoptimierung.

Interdisziplinärer Wissenstransfer

Der VDI-Fachbereich Schiffbau und Schiffstechnik sieht insbesondere im interdisziplinären Wissenstransfer ein enormes Potential. Durch branchen- und technologieübergreifenden Austausch lassen sich die anspruchsvollen Herausforderungen der maritimen Industrie optimal unterstützen.
Wichtige Themenschwerpunkte des Fachbereichs sind unter anderem:

  • Schiffs- und Energieeffizienz
  • Automatisierung und Digitalisierung
  • innovative Antriebskonzepte
  • Schiff und Infrastruktur

Neben VDI-Richtlinien gibt der VDI-Fachbereich Schiffbau und Schiffstechnik sein Wissen auch auf VDI-Expertenforen, Messen sowie in Publikationen weiter. Auch auf regionaler Ebene sorgt der VDI für Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer, um der Schiffstechnik die kontinuierlich steigende Innovationsgeschwindigkeit zu ermöglichen.

Auch die Nachwuchsförderung spielt eine wichtige Rolle: Der Fachbereich bietet mit seinem zentralen Netzwerk nicht nur optimale Voraussetzungen zum Austausch, sondern auch zur Begeisterung junger Menschen für die maritime Branche. Der Fachbereich gehört zur VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik.

VDI kooperiert mit dem Maritimen Cluster Norddeutschland

Das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN) und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) werden künftig intensiver zusammenzuarbeiten. Ziel der Kooperation ist es, den technisch-wissenschaftlichen Austausch und die wechselseitige Unterstützung zwischen den Fachbereichen zu vertiefen.

Hierzu sind unter anderem die stärkere Vernetzung innerhalb der Gremien beider Kooperationspartner sowie gemeinsame Veranstaltungen und Projekte geplant. „Das Thema alternative Antriebe spielt auch in der maritimen Branche eine zunehmend wichtige Rolle, muss aber auf technischen Lösungen aufbauen. Dies ist sicherlich ein Bereich, in dem unsere Mitglieder von der Kooperation und dem Austausch mit dem VDI profitieren können“, sagt der MCN-Vorsitzende Dominik Eisenbeis.

Das Maritime Cluster Norddeutschland ist das bundeslandübergreifende Netzwerk der maritimen Branche in Norddeutschland mit rund 350 Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Das MCN ermöglicht Plattformen des Dialogs der Akteure untereinander und fördert Schnittstellen zu anderen Branchen. Es unterstützt unter anderem bei der Suche nach Innovationspartnern, steigert die Innovationskultur seiner Mitglieder und stärkt den Technologietransfer.

Wichtige Dokumente aus dem Fachbereich Schiffbau und Schiffstechnik

Dipl.-Ing. Simon Jäckel
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Dipl.-Ing. Simon Jäckel

Wissenschaftlicher Mitarbeiter