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Bild: Robert Helmin

Gemeinsam Zukunft gestalten – Neujahrsempfang des VDI Ruhrbezirksverein

Mehr als 80 Mitglieder folgten der Einladung zum Neujahrsempfang des VDI Ruhrbezirksvereins am 26. Januar 2025.

Die Teilnehmer erwartete ein dreistündiges Programm. Den Auftakt bildete der Bericht der Vorsitzenden des VDI-RBV, Prof. Dr. Katja Rösler. Sie gab einen Rückblick auf die Aktivitäten des Vereins im Jahr 2024 und einen Ausblick auf das Jahr 2025. 

Zukunft gestalten

In ihrem Vortrag stellte Katja Rösler die VDI-Initiative Zukunft Deutschland 2050" vor. Die Projekte im Rahmen dieser Initiative adressieren die großen Herausforderungen, vor denen Deutschland aktuell steht:

  • die abnehmende Wettbewerbsfähigkeit im globalen Kontext,
  • die gleichzeitige Bewältigung mehrerer Transformationen in den Bereichen Energie, Digitalisierung und Resilienz,
  • Technikskepsis und Fachkräftemangel.

„Wer, wenn nicht wir Ingenieurinnen und Ingenieure können die Zukunft gestalten“, fragte die RBV-Vorsitzende. Denn deutsche Ingenieurskunst habe das Land immer geprägt, wirtschaftlich stark und erfolgreich gemacht. Der VDI in Deutschland hat über 130.000 Mitglieder. „Wären wir eine politische Partei, wären wir die drittgrößte in Deutschland“, sagte Katja Rösler mit Blick auf die potenzielle Gestaltungskraft des VDI. 

Mehr Informationen zur VDI-Initiative "Zukunft Deutschland 2050" inklusive Imagetrailer-Video finden Sie hier

„Wir laden alle, die Projektideenhaben oder einfach nur ihre langjährige Ingenieurserfahrung einbringen möchten, herzlich ein, um die Zukunft zu gestalten“, appelliert Katja Rösler. Interessierte und Mitmacher erreichen den VDI-RBV unter der E-Mail-Adresse vorsitz@bv-ruhr.vdi.de

Bild: Robert Helmin
Die Leiter*innen der Arbeitskreise und Vorstandsmitglieder

Arbeitskreise und Veranstaltungen

Die elf Arbeitskreise und Netzwerke des VDI-RBV veranstalteten im vergangenen Jahr insgesamt 80 Vorträge, Besichtigungen und Workshops. Schon jetzt ist absehbar, dass wieder viele neue Formate angeboten werden. Einige Arbeitskreisleiter stellten auf dem Neujahrsempfang die bereits feststehenden Veranstaltungen des ersten Quartals vor. Allein im Februar stehen neun Veranstaltungen auf dem Programm. 

Weitere Informationen 

Bild: Robert Helmin
Prof. Dr. Volker Klingspor hielt einen Vortrag zum Thema "Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz"

Zukunftstechnologie KI

Der nächste Programmpunkt war ein Vortrag von Prof. Dr. Volker Klingspor über die Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz. Der Informatikprofessor der Hochschule Bochum erläuterte den Besuchern zunächst den Begriff der Intelligenz und die technischen Grundlagen der Künstlichen Intelligenz. Anhand der Beispiele Bilderkennung und Bearbeitung von Kreditkartenanträgen zeigte Prof. Klingspor dann, nach welchem Prinzip KI funktioniert und wie diese Technologie im Alltag eingesetzt wird - und das schon viel länger, als vielen Menschen bewusst ist.
 
„Die Ergebnisse, die mit Hilfe von KI erzielt werden, zeigen ganz deutlich: Entscheidend ist die Qualität der verwendeten Daten, mit denen die KI-Tools trainiert werden. Diese müssen ausgewogen sein, dürfen nicht einseitig oder falsch sein“, betonte Volker Klingspor. „Mit anderen Worten: Man muss es gut machen.“

Bild: Robert Helmin
Prof. Dr. Katja Rösler und Prof. Dr. Volker Klingspor

Zwei Anwendungsmethoden der KI sind die sogenannte Fuzzy-Logik und das maschinelle Lernen. Anwendungsbereiche im Alltag sind beispielsweise soziale Medien, der Online-Handel, die Steuerung von Verkehrsströmen, Sicherheitsmaßnahmen, Smart Home-Systeme in Haushalten, der Umweltschutz und das Gesundheitswesen. Vielen Menschen sind KI-Werkzeuge am ehesten durch Chatbots z.B. im Kundenservice, Übersetzungshilfen und Textbearbeitungsassistenten bekannt. 

Im Anschluss an die beiden Vorträge nutzten die Gäste ausgiebig die Gelegenheit zur Diskussion und zum Gedankenaustausch - bei leckerem Essen und Getränken.

Text und Bilder: Robert Helmin